opti München 2010 – Messebericht – Teil 1

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Die Münchner opti ist und bleibt die wichtigste Messe im deutschsprachigen Raum. So viel steht fest. Mit 20.700 Fachbesuchern konnte die GHM sich sogar in wirtschaftlich turbulenteren Zeiten über eine Steigerung von 1.000 Fachbesuchern freuen. Die Zahl der Aussteller ist mit 434 nahezu gleich geblieben. Das optikum hat auch zugelegt und berichtet für seine Leser über 53 Interviews die einen Einblick in die Trends für die kommende Zeit geben. Unser Fachmagazin hat damit um 15 Prozent mehr Interviews im Vergleich zur opti 2009 realisiert.

Wie in den Vorjahren fand die Messe in vier Messehallen statt. In der YES!-Halle C4 und dem Walk of Frame in Halle C1 wurden Strömungen des innovativen und originellen, Fassungsdesigns gezeigt. In den Hallen C2 und C3 wurden Brillengläser, Kontaktlinsen, Fassungen und optische Instrumente sowie Ladenbau präsentiert, während die Halle C1 ganz alleine den Fassungen gewidmet war.

Auf der Messe war wieder eine leicht verbesserte Zuversicht im Vergleich zu 2009 bemerkbar. Eine Umfrage des neutralen Meinungsforschungsinstituts Gelszus bestätigte dies auch in Zahlen. Gefragt nach der Bewertung der wirtschaftlichen Situation, schätzten 48,2 Prozent (Vergleich 2009: 42,6 Prozent) der Befragten die Lage mit „gut bis sehr gut“ ein. Von einigen Ausstellern hörten wir bereits am Samstag Abend, dass sie die Gesamtorder-Umsätze der opti 2009 erreicht hätten. Anders im Bereich der Instrumenten- und Werkstatt-Optik. Hier waren die Stimmen etwas verhaltener.

TRENDS 2010

Mit ROLF, GLORYFY, SEEOO und ANDY WOLF waren gleich vier superinnovative Fassungshersteller aus Österreich auf der diesjährigen opti vertreten. Das freut. Brillen aus Holz, unzerstörbare Brillen, Nasenzwicker und konsequenter Retro sind gute Nischenbereiche für trendige Optiker. Doch was ist Mainstream? Irgendwie setzen sich großteils die Trends von 2009 nahtlos im Jahr 2010 fort. So hat der Retrotrend nun fast in allen Kollektionen – seien sie noch so klein oder mit noch so großen Brands versehen – Einzug gehalten. Wann hört dieser Trend auf oder kommen 2011 dann die Brillen der 20er und 30er Jahre? Oder gar die kleine ovale Schubertbrille mit Doppelsteg? Zumindest eines ist klar: XXL-Shades a la Hornissenbrille sind passe. Auch die Schirmbrille hat großteils ausgedient. Es wird alles eher wieder ein ganz klein wenig kleiner. Der Anteil an Acetatbrillen ist weiter am wachsen. Das gefällt.

2010 tragen Damen vermehrt die Pilotenform. Überhaupt ist ein Gutteil der Damenbrillen ganz schön maskulin ausgefallen. Es lebe die Gleichberechtigung. Neben Rot, Blau, Petrolblau und einem satten Türkis ist auch das Violett in der weiblichen Farbpalette vertreten. Bei den Herren ist man mit klassischen Zigarrendeckblattfarben, also Braun und Schwarz bereits im Modezenit. Gun und dezente Farbapplikationen sind auch noch im Herrenrennen. Mit der Retrowelle schwappt dann noch Schildpatt ins Farbgetümmel.
Einige Hersteller bieten Brillen mit Wechselgestellen an. Frei nach dem Motto: Heute gestalte ich mir meine Brille selber. Das könnte beim Konsumenten ein Suchtverhalten und eine Sammelleidenschaft auslösen. Wir hoffen es zumindest.

Im Produktsegment der Brillengläser ist das diesjährige Zauberwort „Freiform-Technologie“. Bei standardisierten Gleitsichtgläsern befand sich die progressive Wirkung auf der Glasvorderseite. Die dem Auge zugekehrte Seite wurde für die Korrektur der Fehlsichtigkeit verwendet. Nahezu alle Glashersteller haben auf der diesjährigen opti eine 100%tige Umstellung all ihrer Gleitsichtgläser zum Freiformdesign propagiert. Und dann ist da noch das atLast! Bifokalglas mit mehreren Nahzonen aufgefallen.

Im Bereich der Kontaktlinsen feiern Silikonhydrogele immer größere Erfolge. Auch im Tageslinsenbereich finden sich bereits mehrere Hersteller. Das große Thema am Kontaktlinsenmarkt 2010 heißt jedoch Multifokal. Die presbyope Bevölkerung ist die neue Zielgruppe im Kampf um Marktanteile. Apropos Marktanteile. Die Kontaktlinsenindustrie dürfte erkannt haben, dass ein Kampf um Marktanteile nur mehr mit einem Riesenaufwand zu führen ist. Viel effizienter ist es den Anteil der Kontaktlinsenträger zu erhöhen. In Österreich sind es mittlerweile über 8 Prozent der Fehlsichtigen. In anderen vergleichbaren Märkten sind es jedoch stark zweistellige Prozentzahlen. So war ein Trend auf der opti vermehrt Schulungen der Augenoptiker zum Thema Kontaktlinsen und sehr innovative Marketingpakete zum Endverbraucher hin anzubieten. Zudem sucht neuerdings der Kontaktlinsenversand kooperierende Augenoptiker um die Zahl der Kontaktlinsenträger zu erhöhen. Ein sehr interessanter Trend! Wir sehen einen Energieschub im Segment der Kontaktlinsen.

Zur besseren Übersicht bringen wir wie im letzten Jahr unsere Interviewpartner im optikum Messebericht in alphabetischer Reihenfolge. Mit den nachfolgenden Pull-Down-Menüs können Sie ganz flott zum gewünschten Interview springen. Viel Spaß!

Ihre Coolhunter und optikum Redakteure Günther Derx und Harald Belyus.

Brillen
Gläser
Kontaktlinsen
Sonstige
Alle

ANDY WOLF

Wolfgang Scheucher mit bettie
Wolfgang Scheucher mit bettie:
„Be never the girl next door“

Ganz stolz präsentiert uns Wolfgang Scheucher von ANDY WOLF eine Abbildung seiner Designerbrille in der Zeitschrift ELLE. Die Steirer haben international Erfolg. Jetzt will man mit der Damenlinie bettie ein Schäuferl nachlegen. Die neuen bettie-Brillen sollen Frauen auch mit ihrer Brille einzigartig machen. „Be never the girl next door“, zitiert Scheucher und beruft sich auf die pure Weiblichkeit seiner neuen Kollektion. Die Brillen werden aus 8 mm Materialien herausgefräst. Das bedeutet einen vollkommenen Verzicht auf Klebestellen. Große Scheibenformen sind das Thema bei Andy Wolf.

ARGUS

Inga Neuhofer, PR
Inga Neuhofer, PR

Frau Neuhofer präsentiert gemeinsam mit Isabel Palencia, Mitarbeiterin des Herstellers aus Barcelona, die bunte Kollektion der unglaublich kreativen spanischen Designerin Agatha Ruiz De La Prada, die ihre Karriere 1981 bei der Fashion Show im Design Center von Madrid begonnen hat. Die vielschichtige Designerin mit einem viel Lebensfreude spendenden Farbumgang, drückt sich versiert im Bereich Mode, Möbel und Hausrat aus und platziert ihre bekannten Symbole, bunte Blumen und Herzen, auf die Oberflächen der klassischen und gut tragbaren Brillenformen in 3D. Mit diesem Angebot zeigt ARGUS eine vollkommen neue Kompetenz im Modebereich, das klassische, nicht Fassungen betreffende ARGUS Angebot zeigt Geschäftsleiter Frank Mothers am Hauptstand, bewusst getrennt in einer anderen Halle. Mitreißend seine Begeisterung und sein Vortrag über Neuerungen bei seinen Geräten, wie das Argus Air Twin Plus, einem mobilen Autorefraktor zur beidäugigen Prüfung, oder dem vielseitigen Schleifautomaten Huvitz XD, der auch die Bohrbrille bewältigt und dessen Preis wirklich überzeugt. Am Stand zu treffen war auch Eduard Posch, der persönlich seine Entwicklungen im Pola-Testbereich vorführte.

AUSTRIAN OPTIC TECHNOLOGIES

Thomas Beier, Rainer Augsten,  Marcus Wecht und Andreas Schartner
Thomas Beier, Rainer Augsten,
Marcus Wecht und Andreas Schartner

Aus der OPTIC GESMBH wurde 2009 die AUSTRIAN OPTIC TECHNOLOGIES. Mit der Änderung des Firmennamens will man verstärkt auf den Österreichbezug des Vösendorfer Unternehmens hinweisen. Marcus Wecht ist seit April des Vorjahres der Vertriebsleiter bei der AUSTRIAN OPTIC TECHNOLOGIES. Die größten Chancen der Augenoptiker sieht er in den kommenden drei Jahren in einer klaren Positionierung gegenüber der jeweiligen Zielgruppe des Augenoptikers. Zusatzgeschäfte und neue Wege zur Frequenzsteigerung in den Geschäften sind seiner Meinung nach ganz wesentliche Punkte um einen nachhaltigen Erfolg des Augenoptikers zu gewährleisten. „Der Stellenwert des Sehens ist nach wie vor in der Bevölkerung unterbesetzt. Eine Veränderung dieses Denkens bei den Endverbrauchern kann bei Zusammenarbeit der Industrie mit den Augenoptikern und deren Interessensvertretung durchaus einsetzen. Auch die Aus- und Weiterbildung des Fachpersonals hat einen hohen Stellenwert. Zudem überlegen wir uns, wie wir Augenoptiker mit Marketing und Verkaufskonzepten optimal unterstützen können. Die Dienstleistung und Beratungsleistung der Industrie zum Augenoptiker wird dabei immer wichtiger“, analysiert Vertriebsleiter Marcus Wecht.

Ganz neu wurde ein erweitertes Bifokalglas, welches auf dem Namen atLast! hört auf der opti 2010 vorgestellt. Es handelt sich dabei um ein Bifokalglas (was eigentlich gar keines ist), dass scharfe Sicht in vier Sehbereichen bietet: Nähe, erweiterte Nähe, Mitteldistanz und Ferne. Der für ein Bifokalglas üblich große Fernteil hat dabei einen sanften Übergang in die Mitteldistanz während die restlichen Sehbereiche bis zur Nähe fließend ineinander greifen. Anders als bei Gleitsichtgläsern hat dieses Brillenglas ein eingebettetes Segment, welches somit einen fließenden Stärkeverlauf von der Nähe zur Mitteldistanz mit großen, stabilen Sehzonen liefert. Die runde Trennkante ist wesentlich weniger sichtbar als bei normalen Bifokalgläsern. Das Geheimnis dahinter ist ein cleverer Verbundwerkstoff aus Trivex und Composite 1,67. Die zwei Materialien gehen auf molekularer Ebene eine verbindung ein und sind somit vollkommen untrennbar. atLast! wurde als verbesserte Lösung für Bi- und Trifokalgläser und nicht als Gleitsichtglasersatz entwickelt. Das Hauptaugenmerk liegt bei überzeugten Nutzern von Bi- und Trifokalgläsern.

AXEL S.

Die bunte Welt von Axel S.
Die bunte Welt von Axel S.

Seit 1974 bietet AXEL S. hochwertige Fassungen für den mittleren und gehobenen Anspruch, zuerst als Produzent, nunmehr als Designer. Sein Augenmerk liegt bei den klassischen Fassungen primär bei der Farbgebung. Acetatfassungen werden, das ist bei jeder Berührung spürbar, in Deutschland gefräst, was das italienische Acetat ungewöhnlich verändert. AXEL S., sozusagen der Pionier der Retrobrille, ist ein kleiner Familienbetrieb, und die Kollektion setzt sich aus 40 % Acetat und 60 % Edelstahl zusammen. Bemerkenswert sind die liebevoll mit der Hand kolorierten Stücke.

BAUSCH & LOMB

Product Manager Stephan Müller und  Business Unit Director Joachim Fleischer
Product Manager Stephan Müller und
Business Unit Director Joachim Fleischer

BAUSCH & LOMB hat auf Basis von Verbraucherumfragen deutlichere Anweisungen und Warnhinweise im Interesse einer verbesserten Verbrauchercompliance auf den Verpackungen ihrer Kontaktlinsen-Pflegemittel angebracht. „Wir haben festgestellt, dass Peroxidlösungen eine gewisse Unsicherheit betreffend der Handhabung beim Konsumenten auslösen. 69 Prozent von Verbrauchern antworteten bei einer Umfrage im August 2009, dass sie sich wohler fühlen würden, wenn sie auf einen Blick wüssten, wie das Produkt anzuwenden ist. Ab sofort sind deshalb bei EasySept alle Handhabungs- und Warnhinweise bereits außen auf der Verpackung auf einen Blick zu erfassen“, begründet Product Manager Stephan Müller. Das konservierungsmittelfreie Pflegemittel mit der verbesserten EasySept-Formel verfügt zudem auch über einen neuen Stabilisiator zur optimalen Zusammenwirkung mit dem Katalysatorring und zur besseren Temperaturunempfindlichkeit.

Ein interessantes Marketingkonzept stellt die BAUSCH & LOMB Gleitsicht Aktion dar. Hier will man den Augenoptiker sowohl im Bereich der Multifokal-Kontaktlinse als auch im Bereich der Gleitsichtbrille unterstützen. Zwei spezielle Mailings abhängig vom Kaufdatum der letzten Gleitsichtbrille fokussieren innerhalb von 12 Monaten auf einen Zusatzverkauf im Kontaktlinsenbereich bei gleichzeitiger Zufriedenheitsabfrage oder nach 2-5 Jahren zum Kauf einer neuen Gleitsicht-Brille/-linsen. Diese innovative Idee gefällt.

„Diesjährig wird auch das Corporate Design und damit auch das Logo von Bausch & Lomb neu gestaltet“, informiert Business Unit Director Joachim Fleischer. Das neue B+L Icon wird in den kommenden 18 bis 24 Monaten auf allen Unterlagen und Produkten aktualisiert werden.

BILOSA

Markus Präg, Martina Krischan und  Robert Meier mit der bilocrystal Familie
Markus Präg, Martina Krischan und
Robert Meier mit der bilocrystal Familie

Die Innsbrucker Kontaktlinsenschmiede BILOSA präsentiert auf der opti das jüngste Kind ihrer bilocrystal Familie: die bilocrystal One Day. Martina Krischan ist vom Erfolg der Silikonhydrogel Tageskontaktlinse überzeugt: „Wir sind sicher, dass die bilocrystal One Day ausgezeichnet vom Markt aufgenommen werden wird. Mit nur 0,5 Megapascal produziert diese Silikonhydrogelkontaktlinse selbst bei Neuträger nahezu kein Fremdkörpergefühl.“ Wichtig ist auch, dass diese Kontaktlinse keine Oberflächenbehandlung aufweist. „Dadurch erreichen wir eine wesentlich geringere Ablagerungstendenz“, erklärt Robert Meier. Sowohl die bilocrystal Tageskontaktlinsen als auch die bilocrystal Monatskontaktlinsen sind nicht-ionisch.

Bekannt ist, dass nicht-ionische Silikonhydrogele zwar weniger Proteine aber mehr zu Lipidablagerungen neigen. „Genau aus dem Grund haben wir mit der bilocrystal Kombilösung ein auf Silikonhydrogele perfekt abgestimmtes Pflegemittel am Markt etabliert. Diese Kombilösung nimmt genau auf diese Gegebenheiten Rücksicht. So lagern sich an Silikonhydrogele unter anderem vermehrt Konservierungsstoffe an. Ein weiterer Bonus dieses Pflegesystems ist deshalb die vollkommene Freiheit von Konservierungsstoffen“, ergänzt Markus Präg.

BON OPTIC

Sales Direktor Stefan Rüdiger
Sales Direktor Stefan Rüdiger

Das Icare One Selbsttonometer für Glaukompatienten zur laufenden Selbstkontrolle, eine lange Reihe von Tomey und Keeler Geräten sowie eine günstige Funduskamera unter 10.000 Euro werden uns vorgestellt. Stefan Rüdiger berichtet, dass BON OPTIC spezialisiert ist auf das Design und die Erzeugung der Möbel, die Geräte dazu sind ein Ergebnis von Kooperationen. Die „Krise“, ein auf der letzten Opti oft gehörtes Thema, hat bei BON OPTIC zu einer Zurückhaltung der Investitionen im 2. Viertel von 2009 und im Laufe des Jahres wieder zu einer anschließenden Erholung geführt. Der Vertrieb und die Services in Österreich werden von ASKIN & CO durchgeführt.

BUSHNELL

Renate Schatzl und Petra Eckhardt  vor dem neuen Serengeti Testimonial
Renate Schatzl und Petra Eckhardt
vor dem neuen Serengeti Testimonial

BUSHNELL positioniert sich stark im Outdoorbereich. Davon zeugen nicht nur die bollé Sportbrillen und die Serengeti Sonnenbrillen. Mit dem bollé Skihelm gewann BUSHNELL im Dezember des Vorjahres die Goldmedaille der Stiftung Warentest. Die neuen Serengeti Polar PhD Gläser wurden auf der letztjährigen Silmo mit dem Silmo d’Or Award ausgezeichnet. Die Polarasitationsschicht der Serengeti Polar PhD Linse wird durch Anwendung der Advanced Polarized Surface Technology direkt in die Rückseite des Brillenglases eingearbeitet und behebt damit die Nachteile einer konventionellen Polarisationstechnologie für Brillengläser. Daraus resultiert eine Polarisationsleistung von bis zu 98 Prozent.

Petra Eckhardt spricht vom neuen Zugang zum Outdoor-Publikum. „Mir ist der Begriff Outdoorbrille viel lieber als der Terminus Sportbrille, da ersterer mehr umfasst. So kann man diskutieren ob Wandern ein Sport ist oder nicht. Faktum ist, dass sowohl Wanderer als auch Spaziergänger im Outdoorbereich ihre Freizeit verbringen. Zudem arbeiten wir verstärkt mit unseren Partnern in der Augenoptik um bei Vereinen und Verbänden auf diese speziellen Outdoorbrillen zu sensibilisieren und bringen so unserer Partner direkt zur Zielgruppe.“

CARL ZEISS

Vertriebsleiter Werner Brunbauer  mit Marketingassistentin Bianca Becker
Sales Director Werner Brunbauer
mit Marketingassistentin Bianca Becker

Werner Brunbauer berichtet über das Gleitsichtglasprogramm mit der unverwechselbaren CARL ZEISS Design-DNA. So wird nun ausnahmslos jedes CARL ZEISS Gleitsichtglas in Präzisions-Freiformtechnologie gefertigt. Mit Optimierungsprogrammen werden über 40.000 Punkte pro Gleitsichtglas berechnet. Deshalb wird bereits beim klassischen Gleitsichtglas Gradal Classic eine 100%ige Verträglichkeitsgarantie gewährt.

„Dies schafft einen klaren strukturierten Aufbau in den Anforderungen an das Sehen. Durch die CARL ZEISS Design-DNA können Augenoptiker ihren Kunden für jede Qualitätsanforderung jetzt noch leichter eine passende Lösung anbieten. Die Individualisierung von Produkten für Menschen wird immer stärker werden. Der i.Profiler und Brillengläser mit i.Scription sind Produkte, die genau diesen Trend gerecht werden. Der i.Profiler ist neben einem Autorefraktor und Keratometer in erster Linie ein Wellenfront-Messgerät. Mit ihm ermittelt man das individuelle Sehprofil inklusive der Fehler bis zur 5. Ordnung. Die Brillengläser werden mit diesen, bisher nicht berücksichtigten Werten optimiert. Als Ergebnis sind bis zu 10 Prozent Visussteigerung gegenüber dem bisherigen besten Glas erreichbar“, erklärt Brunbauer. „Mit Interesse und Überzeugung können Augenoptiker neue Frequenzen schaffen. Diese Vorwärtsbewegung ist gerade jetzt ein wichtiger Schritt für die Branche.“

CAZAL

Frank Meyer und Horst Müller
Frank Meyer und Horst Müller

Auf der vorjährigen opti 2009 wurde die Idee zu zwei neuen Kollektionen bei CAZAL geboren, die auf der diesjährigen opti 2010 vorgestellt werden. Die feinen Korrektionsfassungen von C LIGHT zeichnen vor allem ihre raffiniert gestalteten Bügel aus, deren Aussehen sich je nach Blickwinkel ändert. So bieten Ornamente aus eingefärbtem Transparenzlack ein einzigartiges Brillendesign. „Leichte Brillen gibt es am Markt ohnehin schon genug“, meint Frank Meyer. „Bei leichten, randlosen Brillen ist das Styling sehr wichtig und das ist mit der neuen C LIGHT Kollektion ausgezeichnet gelungen.“

Im Gegensatz dazu bietet man mit C TECH eine Kollektion von modischen Herrenbrillen aus Pure Titanium mit innovativen Doppelscharnieren an. „Selbstverständlich gibt es weiterhin auch die klassische CAZAL Kollektion mit großen Scheiben und dekorativen Bügeln“, stellt Horst Müller klar. „Besonders die Damenmodelle der CAZAL Kollektion werden zukünftig ausschließlich in Titan gefertigt sein“, kündigt Müller an.

CIBA VISION

Michael Wittmann, Barbara Kultscher,  Gerald Wild und Florian Ringler
Michael Wittmann, Barbara Kultscher,
Gerald Wild und Florian Ringler

Bei CIBA VISION steht auf der opti 2010 die Steigerung von Kompetenz, Kundenbindung und Wachstum ganz im Vordergrund. Dies soll unter anderem durch die CIBA VISION Academy for Eyecare Excellence unterstützt werden. „Wir wollen die Kontaktlinsenpenetration am Markt der Fehlsichtigen weiter steigern. Ausgehend davon dass derzeit 8 Prozent aller fehlsichtigen Österreicher Kontaktlinsen tragen, wollen wir diesen Anteil mit Hilfe von modernen Produkten, Services und Schulungen jährlich um einen Prozentpunkt steigern“, definiert Produkt Marketing Manager Michael Wittmann das klare Ziel von CIBA VISION für die kommende Zeit. „Wir wollen möglichst viele neue Träger gewinnen und diese möglichst früh von den Vorteilen der Kontaktlinse überzeugen“, so Wittmann.

„Das durchschnittliche Einstiegsalter für Kontaktlinsen ist in den letzten drei Jahren von 19 auf 18 Jahre gesunken“, ergänzt Florian Ringler, Produkt Manager für Dailies und FreshLook. Mehr Selbstvertrauen mit Kontaktlinsen ist ein Credo in diesem Zusammenhang. So gilt es bestehende Kontaktlinsenträger als Kunden zu erhalten und drop-outs zu reduzieren. „Dies geht nur mit modernsten Produkten und einem perfekten Service“, ist Wittmann überzeugt. „Weiters wollen wir bis dato zufriedene Kontaktlinsenträger nicht wegen deren Eintritt in das Presbyopiealter verlieren. Die AIR OPTIX Multifokal setzt gerade hier an und hat bereits eine große Bedeutung erlangt. Die häufigsten Ursachen für drop-outs sehen wir im Zusammenhang mit der Verwendung alter Materialien, Unzufriedenheiten beim Tragekomfort und das Einsetzen der Alterssichtigkeit“, resümiert Wittmann.

COOPER VISION

Oliver Stapf:
Oliver Stapf: „CooperVision ist die Toric-Company“

Mit dem Leitspruch „Wir sind die Toric-Company“ stellt CooperVision seinen Schwerpunkt am Kontaktlinsenmarkt klar. Besonders wegen den guten Stabilisationseigenschaften begründet Marketing Manager Oliver Stapf den Erfolg der biofinity toric am Markt. Die gleichmäßig horizontale Dickenverteilung verbessert die Stabilität und verringert die Linsenrotation beim Lidschlag. Das breite und gleichmäßige Prismenballastband sorgt für eine maximale Stabilität und ein konstantes Trageverhalten.

„Die Silikonhydrogel Kontaktlinse biofinity toric mit Aquaform Technologie ist mittlerweile von -10,00 bis +8,00 und in 4 Zylinderstärken in 10 Grad Abstufungen lieferbar. Dieser extrem große Lieferbereich wird von der Proclear toric XR nochmals getoppt. Hier ist sogar eine astigmatische Komponente bis 5,75 Dioptrien lieferbar. Und bei der Proclear multifokal toric XR ist unser Lieferbereich von -20,00 bis +20,00 sphärisch und Astigmatismen bis 5,75 Dioptrien und Additionen bis +4,00 Dioptrien der Spitzenreiter an Lieferbereich. Insgesamt gibt es 500.000 verschiedene Bestellmöglichkeiten bei dieser innovativen Produktfamilie“, so Stapf. Der Marketing Manager ist vom weiteren Erfolg der Kontaktlinse überzeugt: „Gerade in Krisenzeiten befriedigen Konsumenten ihren Anspruch auf Lifestyle mit kleinen Luxusartikeln wie eben Kontaktlinsen.“

DAS BRILLENABO

Jochen Reinke:
Jochen Reinke: „20 Prozent der Brillenabo
Konsumenten kaufen 2 Jahre später beim
selben Optiker eine neue Brille“

Jochen Reinke kennt die Branche von der Pieke auf. Er ist selbst Augenoptikermeister, Journalist (20/20) und einer der Engagierten in der Branche. Zur opti 2010 lässt er mit einem neuen Brillenfinanzierungskonzept aufhorchen. Brillen wie Handys kaufen ist das Credo von DAS BRILLENABO. Das Konzept beinhaltet unter anderem eine 24-monatige Null-Prozent-Finanzierung der Brille für den Konsumenten. Die Fakten: 0% Zinsen für den Endverbraucher, 8,75% Händlergebühr bei 24 Monaten Laufzeit für den Augenoptiker, 5,45% bei zwölf Monaten. Die Finanzierung ist aber nicht der einzige Faktor des neuen Erfolgkonzeptes. Am Ende der Finanzierungsperiode erhält der Konsument ein Schreiben mit einem Abo-Coupon und einem Finanzierungsrahmen zum Kauf der nächsten Brille bei seinem ursprünglichen Augenoptiker. „Augenoptiker die heute mit dem Brillenabo anfangen werden in 24 Monaten ernten. Denn 20 Prozent der Abokunden kommen nach 2 Jahren zum selben Augenoptiker zurück und kaufen ihre neue Brille“, verspricht Jochen Reinke.

Mittlerweile darf sich der charismatische Branchenkenner über 100.000 DAS BRILLENABO-Kunden freuen. „DAS BRILLENABO ist keine Finanzierung einer Brille. Der Konsument zahlt damit wie mit einer Kreditkarte. Die Idee dahinter ist eben wie bei den Handys. Auch hier schließt man 2-Jahresverträge ab und bezahlt über die Telefonie. Fast jeder gönnt sich nach Ablauf des Vertrages dann ein neues Handy. Das geht mit Brillen ganz genau so. Damit das Ganze für den Augenoptiker supereinfach geht, haben wir die Bonitätsprüfung über ein Onlineportal so gestaltet, dass sie in nur einer Minute erledigt ist. Der Durchschnittspreis der über DAS BRILLENABO erworbenen Brillen liegt in Deutschland bei 675 Euro. Sechs Prozent der Brillen liegen über 1.000 Euro. Wir wollen mit DAS BRILLENABO die Branche beleben“, so Reinke.

Ab sofort gibt es DAS BRILLENABO nach dänischem und deutschem Vorbild auch in „Felix Austria“. Das Konzept sieht ganz nach Erfolg aus.

DE RIGO

Vertriebsleiter Klaus Lorenz:
Vertriebsleiter Klaus Lorenz: „Positionierung
als Gesamtheit einer Marke liegt voll im Trend“

Am sehr offenen Stand von DE RIGO bekommt man in der POLICE Lifestyle World einen Einblick über die Marken-Philosophie. So können Augenoptiker neben POLICE Brillen auch Uhren, Schmuck. Kleinlederwaren und Schreibwaren von POLICE in ihrem Geschäft positionieren. Ein Gesamtpaket eben. „Diese Art der Positionierung als Gesamtheit einer Marke liegt voll im Trend“, ist sich Vertriebsleiter Klaus Lorenz sicher.

Dank dem Kauf von ESCADA durch die indische Mittal-Familie ist auch ein Neustart der gleichnamigen Brillenkollektion gesichert. Mit dem ehemaligen Hugo Boss Chef Bruno Sälzer hat man im vergangenen Jahr noch dazu einen Profi aus der Modeszene bei ESCADA gewinnen können. „Mit dem Einstieg der Mittal-Familie und dem Design von Bruno Sälzer erwarte ich mir in den kommenden zwei Jahren einen absoluten Peak bei ESCADA„, schätzt Lorenz.

Als in Österreich stark vertretene Linie präsentiert Lorenz die LOZZA Kollektion, die einem kompletten Relaunch erfahren hat. „LOZZA hatte bereits unmittelbar nach 1945 ein durchdachtes Sonnenbrillenkonzept und ist die Mutter aller Retrostorys in der Augenoptik. Und Retro ist derzeit das Thema in der Mode und damit auch in der Augenoptik. LOZZA bietet diesen Trend mit bewährten Design und in anspruchsvoller Qualität an“, so Lorenz.

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