REM Eyewear – Top Brands aus den USA

Das in Los Angeles ansässige Unternehmen REM Eyewear produziert und vertreibt Korrektions- und Sonnenbrillen von Kultmarken wie Converse Eyewear und John Varvatos. Sowohl das Design jeder einzelnen Brille als auch das dazugehörige Marketing der Brands wird im eigenen Haus akribisch und mit Hingabe – in dem für Amerika berühmten Teamwork – erarbeitet. Das optikum hat den familiengeführten Konzern besucht und mit Creative Director Nicolas Roseillier ein Exklusivinterview geführt.

Wir sind ganz verwundert ein Unternehmen in der augenoptischen Industrie dieser Größe in Kalifornien vorzufinden, welches noch immer familiengeführt ist. Was verbirgt sich hinter REM Eyewear?

Gerry Hundert„Gründer Gerry Hundert kaufte gemeinsam mit seiner Ehefrau Shirley im Jahr 1971 von der Familie Remba einen kleinen Brillenlieferanten. Er hat das kleine Unternehmen von 1971 durch die Jahre zu einem Konzern aufgebaut. Bis heute ist REM Eyewear ein eigentümergeführtes Unternehmen. Es hat die typischen Stärken von „family business“ erhalten können, wenngleich REM Eyewear mit seinen 115 Mitarbeitern in der Zentrale und weiteren 65 USA-Außendienstmitarbeitern zu einem internationalen Konzern gewachsen ist.

Mittlerweile exportieren wir in 82 Ländern – darunter selbstverständlich auch nach Österreich. Unser Firmengründer und Vorsitzender Gerry Hundert ist 86 Jahre alt und kommt aber trotzdem noch jeden Tag zur Arbeit. Es macht ihm einfach Spaß.“

Wir sehen an den Wänden des Stiegenhauses vom REM Firmengebäude immer wieder Wortwolken. Warum wurden die angebracht und was wollen Sie damit transportieren?

REM Eyewear Attribute„Diese Wörter sollen uns täglich an unseren Auftrag erinnern. Fantasie, Weisheit, Vertrauen, Zusammenarbeit und die damit verbundenen Attribute. Es sind aus unserer Sicht Eckpfeiler für unsere Arbeit. Für unsere Partner – die Augenoptiker – bedeutet dies auch ein Versprechen. Und wir exportieren in diesem Zusammenhang an unsere Partner unsere Kernkompetenzen: Design und Marketing.“

Nun hat REM Eyewear eine Menge an Brillenlabels anzubieten. Neben der weltbekannten Marke Converse reihen sich Brands wie John Varvatos, Tumi, Lucky Brand, Jones New York, Rembrand und Cosmopolitan. Können Sie uns ein wenig zur Philosophie der Markenpolitik verraten?

Umsetzung des Brands im Brillendesign„Soviel sei verraten, wir lauschen im kommenden Jahr sogar noch zwei weitere Brands. Aber zurückkommend auf Ihre Frage – wir sehen in der Kooperation mit einem Lizenzgeber eine Art Heirat. Eine Partnerschaft, die auf lange Sicht ausgelegt ist. Das Wichtigste aus meiner Sicht ist es, die Geschichte hinter dem Brand zu erfassen und in der aktuellen Brillenkollektion zu transportieren. Da passiert es schon mal, dass man mit John Varvatos so wie mit Ihnen eben persönlich zusammen sitzt und sich Gedanken darüber macht, welche Strömungen gerade in der Architektur vorherrschen. Welche Trends sich in der Mode ganz allgemein betrachtet ergeben. Welche Farben in der kommenden Saison hipp sein werden. Bei Konzernen wie Converse läuft das wieder anders. Man sitzt dann mit dem Creativteam des Unternehmens zusammen, erläutert die Ausrichtung und die Entwicklung des Brands und findet Gefallen daran, die Einzigartigkeit der Marke und die Alleinstellungsmerkmale in der aktuellen Brillenkollektion umzusetzen. Wir studieren zum Beispiel sehr genau die Farbzusammensetzung der aktuellen Kollektion und suchen dazu passend die Acetatplatten aus. Oder wir überlegen uns, wie wir kleine Details der Kollektion in die Brille übernehmen können. Wir sind sozusagen der Link zwischen dem Lizenzgeber und dem Eyewear-Design.“

Mit Converse bietet REM Eyewear einen sehr bekannten, amerikanischen Brand an. Was macht die Marke eigentlich so besonders?

Creative Director Nicolas Roseillier„Wir haben seit 25 Jahren die Lizenz für Converse Eyewear und Converse ist nicht wie man glauben möchte eine typische Sportmarke. Es ist eher ein Brand für aktive Leute aus allen Bevölkerungsgruppen. Converse ist verspielt, macht Spaß und ist open minded. So hat Converse am Beginn seiner Unternehmensgeschichte vor über 100 Jahren Reifen hergestellt. Dann erst folgten die ersten Gummischuhe. Die Beliebtheit der Schuhe bei Basketballern hat den Brand dann endgültig weltberühmt gemacht. Denken Sie nur an den klassischen schwarzen oder weißen Chuck Taylor, der bereits 1949 Furore machte! Und um 1970 entstanden die ersten der heute so populären Sneakers.

Converse Eyewear bietet neben der klassischen Linie auch Kinderbrillen, die Linie CONS und die nach dem erfolgreichen, kanadischen Badmintonspieler benannte, gehobene Kollektion Jack Purcell für die Zielgruppe 30plus an. Bei allen Modellen wird ein Bezug zu den Schuhen hergestellt. So gibt es etwa Modelle mit dem ident gleichen, griffigen Oberflächenbezug an den Bügeln wie bei den Skateboards. Die neue Sonnenbrillenkollektion bietet zudem polarisierende Gläser. Das Wichtigste an Converse ist jedoch, dass der Brand den Käufern überhaupt kein Image und auch keinen Stil aufzwingt. Converse erzählt dem Träger nicht was sie zu tun haben und wie sie ihre Aktivität ausleben sollen.“

Und was wird die Zukunft bei Converse Eyewear bringen?

Converse„Wenn Sie den Converse Store in Santa Monica besuchen, so können Sie sich dort Ihre Converse Schuhe selbst designen und sie nur eine Stunde später abholen. Für die Kunden der Augenoptiker haben wir diese Idee auf die Brillenmode transferiert. Das Produkt nennt sich Converse Custom. Der Konsument kann beim Augenoptiker seine Wunschfassung aus acht Designs anprobieren, aussuchen und in Folge am iPad vor Ort die gewünschte Farbgestaltung analog zu den Schuhfarben auswählen. Die Fassung wird dann individuell – auf Wunsch sogar mit Namen des Kunden im Bügel – produziert und an den Augenoptiker ausgeliefert. Wir starten damit gerade in den USA. Ich kann leider noch nicht sagen, ab wann dieses Service in Europa folgen wird. Eine weitere Entwicklung werden differenzierte Kollektionen für unterschiedliche Länder sein. So braucht Europa einen anderen Brillenstyle, als Länder wie zum Beispiel Korea, China oder Lateinamerika. Dies betrifft nicht nur die Gestaltung der Brillen, sondern auch deren Farbauswahl.“

Uns sind die tollen Fotos des Brands John Varvatos aufgefallen. Da possiert ja glatt Gene Simmons von der Rockband KISS mit seiner unverkennbaren „The Demon“ Schminkmaske. Wo ist der Zusammenhang von KISS mit John Varvatos Eyewear?

Ringo Starr„Der Launch der ersten John Varvatos Eyewear Kollektion erfolgte im Jahr 2000. John Varvatos ist nicht nur ein ausgezeichneter Designer, sondern auch ein guter Geschäftsmann. Seine ursprüngliche Vision war, sich ausschließlich auf Männer zu spezialisieren. John Varvatos ist also eine reine Männerkollektion und wird als Handarbeit in Japan hergestellt. Später kam seine Idee dazu, Mode mit Rock ’n‘ Roll zu kombinieren. Neben KISS waren unter anderem auch Iggy Pop, Alice Cooper, Perry Farrell, ZZ Top, The Roots, Velvet Revolver, Franz Ferdinand, Cheap Trick und Lenny Kravitz berühmte Vertreter seiner Mode. Im September wird niemand geringerer als Ringo Starr die Mode und Eyewear von John Varvatos promoten. Der Launch fällt zudem mit der Eröffnung eines eigenen Stores in London zusammen.

Letztes Jahr designte John Varvatos auch ein Chrysler Automodell und ein Motorrad. Der Brand ist insgesamt in einem interessanten und gesunden Wachstum begriffen.“

Wie sieht die neue John Varvatos Brillenkollektion aus?

John Varvatos Store London ab September 2014„Die Kollektion ist in verschiedene Stilrichtungen unterteilt. Classic, Bowery, and Artisan. Ab September wird die vierte Stilrichtung Soho die Kollektion komplettieren. Die im September erscheinenden Modelle haben pantoskopische und pilotenförmige Schwerpunkte. Die Brillen zeichnen sich durch geprägte Bügeleinlagen und spezielle, feine Nietscharnieren aus, welche das Design von John Varvatos detailgetreu übernehmen. So sind zum Beispiel bei einigen Modellen die Zierscharniere in Gitarrenform. Das Wichtigste an einer Brille ist aber die Passform und der Tragekomfort. Wie haben deshalb die Bügel mit einer speziellen, anatomischen Ausformung versehen, welche einen unbeschreiblich tollen Tragekomfort garantieren.“

Über REM Eyewear

REM EyewearREM Eyewear vertreibt Fassungskollektionen von Converse, John Varvatos, Tumi, Lucky Brand, Jones New York, Rembrand und Cosmopolitan. Im Jänner 2015 werden zwei weitere Brands folgen.

Remdottica, wurde im September 2011 zum Vertrieb von Converse Eyewear in Großbritannien, Irland, Holland, Frankreich und Spanien ins Leben gerufen. Der US-amerikanische Konzern REM Eyewear und das in UK ansässige Unternehmen Mondottica haben letztes Jahr das Joint Ventures Remdottica ausgebauten beliefern über dieses Unternehmen das gesamte REM Eyewear Portfolio nach alle Europa, Nahost und Afrika.

Österreichs Augenoptiker können alle REM Eyewear Kollektionen über Remdottica in Großbritannien beziehen und/oder REM Eyewear direkt auf der kommenden SILMO 2014 am Stand 6 G 048 in Paris besuchen.

Kontakt für Augenoptiker

Remdottica Ltd

Michael House
Rennie Hogg Road, Riverside Business Park
Nottingham NG2 1RX
United Kingdom

Tel: +44 1159 677 912
REM Eyewear

10941 La Tuna Canyon Road
Sun Valley, CA 91352
Vereinigte Staaten von Amerika

Tel. +1 800-423-3023