Beratungspsychologie in der Augenoptik – Fachbuch für Kommunikation

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Die Beratungspsychologie kommt in der Ausbildung des Augenoptikers im Allgemeinen vergleichsweise zu kurz. Diplom-Psychologe Thomas Welker hat sich dem Thema im neu erschienen Buch „Beratungspsychologie in der Augenoptik“ angenommen. Mit Hilfe von Fallbeispielen aus der täglichen Praxis des Augenoptikers zeigt Welker klassische Situationen und wie man sie meistern kann.

Dabei greift er auch das heikle Thema Mitarbeiterführung auf. Zu Beginn des Buches wird der Leser erst einmal die Grundlagen der Kommunikation eingeführt. Diese Grundlagen muten ein wenig trocken an, aber gleich im zweiten Kapitel konfrontiert der Autor den Leser mit einem heißen Eisen: das Thema lautet Feedback und Kritik. Welker setzt dem Leser einen umbarmherzigen Spiegel vor. Nicht selten entdeckt man sein eigenes Verhalten in den geschilderten Szenarien. Gott sei Dank hält der Autor für den Leser gleich auch Anregungen parat, wie man zukünftig seinen Umgang mit Kritik – sowohl beim Senden als auch beim Empfangen – optimieren kann.

Konstruktive Gesprächsführung und Einwände

Ein weiteres Kapitel des Buches befasst sich mit der konstruktiven Gesprächsführung. Welker berichtet dabei über klassisch destruktive Gesprächssituationen in der Augenoptik und zeigt mögliche Wendungen zu einem konstruktiven Gesprächsklima bei der Beratung von Klienten. Auch die Art der Fragestellung eines Kunden verrät mehr über dessen Absicht als man annehmen würde. Im Kapitel „Methodiken des Antwortens und des Fragens“ analysiert der Autor unterschiedliche Kliententypen und die Chancen, die sich durch dessen Fragestellungen ergeben können. Das darauf folgende Kapitel ergänzt durch Hilfestellungen beim Umgang mit möglichen Einwänden von Kunden. Der Leser erhält Empfehlungen, wie man aktiv zuhört und Einwände mit Angebote verknüpft.

Preisgespräch und Reklamationen

Kunden von Augenoptikern haben durch Werbung, Gespräche oder Angebote eine gewisse Preisvorstellung von einem Sehbehelf. Das Preisgespräch zeigt sehr rasch das verkäuferische Können eines Mitarbeiters. Häufig verlangen Kunden schon automatisch Rabatte, obwohl dies in vielen Bereichen der Augenoptik kalkulatorisch nicht umsetzbar ist. Die wahre Größe eines Beraters zeigt sich im Umgang mit Reklamationen. Hier ist ein besonders professionelles Verhalten gefragt. Welker zeigt im Kapitel „Preis- und Reklamationsgespräch“ Argumente zum besseren Umgang in diesen heiklen Situationen. Im letzten Kapitel geht der Autor auf emotionale Gesprächskomponenten und auf die Kunst Pausen im Gespräch machen zu können ein. Alle acht Kapitel sind zusätzlich mit einem Frageteil zur Evaluierung des Gelernten und Übungsanleitungen ausgestattet..

Fazit

Das Buch „Beratungspsychologie in der Augenoptik“ verhilft zur Selbstreflexion und kann uneingeschränkt zur Verbesserung der eigenen Kommunikation im Beruf empfohlen werden. „Beratungspsychologie in der Augenoptik“ ist über den DOZ Verlag zu beziehen, umfasst 311 Seiten, kostet 20,00 Euro und kann bequem online bestellt werden.