KommRat Prof. Dr. Theo Gumpelmayer unerwartet verstorben

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KommRat Prof. Dr. Theo Gumpelmayer ist am letzten Mittwoch, dem 17. Oktober 2007 unerwartet im 72. Lebensjahr verstorben. Wer in kannte, weiß was die Branche mit ihm verloren hat. Die Verabschiedung des Optometristen und Träger des Goldenen Ehrenzeichens der Republik findet am Donnerstag, dem 25. Oktober 2007, um 15.00 Uhr in der Martin-Luther-Kirche in Linz statt.

Leben für die Augenoptik

Nach der Matura am Realgymnasium in Linz erlernte KommRat Prof. Dr. Gumpelmayer den Beruf des Augenoptikers bei Rodenstock in München. Anschließend studierte er Optometrie an der City University in London und danach Physik an der Universität Wien. 1970 erfolgte seine Promotion zum Doktor phil. am Institut für Biologie im Forschungszentrum Seibersdorf. In Seibersdorf entstand auch seine Grundlagenstudie zur Entwicklung strahlenpolymerisierter, wasserhältiger Copolymere zur Herstellung weicher Kontaktlinsen.

Schon in jungen Jahren engagierte sich der 1936 geborene KommRat Prof. Dr. Gumpelmayer in der Standesvertretung der österreichischen Augenoptiker. In Folge war er von 1970 bis 1995 oberösterreichischer Landesinnungsmeister und von 1975 bis 1995 Bundesinnungsmeister der österreichischen Augenoptiker, Hörgeräteakustiker und Orthopädietechniker. In seiner Zeit als Bundesinnungsmeister wurde unter anderem 1977 mit der Kontaktlinsenverordnung die Anpassung von Kontaktlinsen für den Berufsstand des Augenoptikers rechtlich abgesichert und 1980 die Meisterschule für Augenoptik und Kontaktlinsenoptik an der Berufsschule in Hall/Tirol eingerichtet. Des weiteren war Gumpelmayer in den 90ern als Präsident der ECOO tätig.

1994 wurde KommRat Prof. Dr. Gumpelmayer vom Bundespräsidenten der Professorentitel verliehen. 2006 erhielt er von Bundesinnungsmeister KommRat Gerhard Gschweidl die höchste Auszeichnung des Berufsstandes der Augenoptiker und Optometristen: die Simon-Plössl-Medaille.

Am Ende des Lebens beraubt uns der Tod alles Irdischen, aber nicht das innigliche Gedenken der Angehörigen und die Früchte seiner Saat in der Branche.

Theo Gumpelmayer