Wenn Mailand und Cortina d’Ampezzo zur Bühne der Welt wird, dann treffen sportliche Höchstleistungen auf die bekannte italienische Fashion-Kompetenz. Und während die Olympischen Spiele den Blick auf Geschwindigkeit, Präzision und Fokus lenken, richtet die MIDO den Fokus auf das, was all das erst möglich macht: den perfekten Durchblick. Und den beweist MIDO Präsidentin Lorraine Berton im Interview mit dem optikum.
Seit unserem letzten Interview ist ein Jahr vergangen und Sie stehen für die MIDO nun zum zweiten Mal im Licht der Scheinwerfer. Haben Sie für die MIDO 2026 gegenüber der MIDO 2025 Veränderungen vorgenommen?
Lorraine Berton: „Wir haben ganz viele Erneuerungen zur MIDO 2026 umgesetzt. So haben wir beispielsweise den wunderschönen Fashion Square, den VIP Club und die Vision Stage in die MIDO 2026 integriert. Bei der Vision Stage finden kontinuierlich Veranstaltungen zu den Themen Eyewear, Augenoptik, Kultur und Fashion statt. Über all dies sind wir sehr glücklich, denn dieses Jahr ist das Jahr der olympischen Spiele und wir haben die Farben der Olympiade und die italienische Flagge auch in unsere Kommunikation mit aufgenommen. Denn die Italiener richten eben die Olympiade aus und wir bauen darauf, dass auch die MIDO olympische Ausmaße annimmt.“
Wirtschaftlich geht es ja in vielen Ländern der Welt nicht so gut und auch die Zollpolitik der USA führt – so hört man von der europäischen Brillenindustrie – zu Gewinneinbrüchen. Wie ist Ihre aktuelle und zukünftige Einschätzung der Eyewear Branche?
Lorraine Berton: „Das Jahr 2025 war ein toughes Jahr, das wissen wir. Insbesondere auch wegen den geopolitischen Veränderungen, die immer rascher und rascher um sich gegriffen haben. Aber ich muss festhalten, dass gegen Ende des letzten Jahres der amerikanische Markt zwar sehr schwierig wurde, auf der anderen Seite haben wir jedoch einen großartigen, funktionierenden europäischen Markt. Ich glaube, dass wir die Herausforderungen einfach gemeinsam meistern müssen. Wir müssen eben lernen damit umzugehen und darauf hoffen, dass es in 2026 keine weiteren schlechten Nachrichten auf der Bühne der Welt gibt. Insgesamt glaube ich fest daran, dass die Eyewear Industrie auch im Jahr 2026 weiter wachsen wird.“
Welche Trends bei Brillen und Sehlösungen werden Ihrer Meinung nach in den nächsten Jahren den größten Einfluss auf die Optikbranche haben?
Lorraine Berton: „Wissen Sie, die Trends im Bereich der Fashion gehen einfach in alle Richtungen. Natürlich gibt es jedes Jahr kleine Differenzierungen und die Farben der Fassungen können sich ändern, und manchmal werden die Brillen eben etwas dicker und manchmal etwas leichter. Es gibt allerdings schon eine zu beobachtende Entwicklung. Die Konsumenten erwarten sich, dass die Brillen einfach sauber und gewissenhaft hergestellt werden. Und unsere Fabriken in Italien gehören zu den Top-Manufakturen der Welt. Werte wie Eleganz und Nachhaltigkeit sind extrem wichtig. Wenn wir all dies zusammenfassen, dann geben wir dem Markt was er sich von Eyewear erwartet.“
Wie reagieren Sie als Messeveranstalter auf die Herausforderungen der Branche – etwa Digitalisierung, Onlinehandel oder verändertes Konsumverhalten?
Lorraine Berton: „Ich sage Ihnen, wir sind sehr glücklich über das Konsumverhalten. Denn die Konsumenten wählen vermehrt Produkte, die in guter Qualität hergestellt wurden. Und das ist gut für die in hoher Qualität hergestellte Eyewear aus Italien. Konsumenten sind mehr sensibilisiert. Sie kaufen vielleicht etwas weniger als früher ein, aber das was sie kaufen ist in einem tendenziell höheren Qualitätsbereich als früher. Das passiert in allen Konsumsegmenten, nicht nur bei den Brillen.“
Zuletzt eine persönliche Frage – die Brille ist eines der wichtigsten Accessoires einer Dame. Auf welche drei weiteren Accessoires legen Sie besonders wert?
Lorraine Berton (lacht): „Schuhe, Handtaschen und natürlich Schmuck. Ich bin recht anspruchsvoll.“
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Und nach der MIDO ist vor der MIDO. Save the date: Die MIDO 2027 findet vom 6. bis 8. Februar 2027 statt.






