Neuer Geschäftsführer bei Flair – im Gespräch mit Gunter Fink

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Am 14. Juni 2004 wurde auf einer außerordentlichen Betriebsversammlung vor Außendienst und Mitarbeitern von Rainer Beck ein Wechsel in der Geschäftsführung von Flair bekannt gegeben. Flair hat sich mit Gunter Fink einen augenoptisch erfahrenen Manager in Haus geholt. Der neue Geschäftsführer trat am 1. August 2004 seine Position an – das optikum hat ihn zum Interview gebeten.

optikum: Herr Fink, sie waren sieben Jahre lang Geschäftsführer der Alpina International. Der Aufstieg von Alpina in dieser Zeit ist eng mit Ihrem Namen verbunden. Was wird sich bei Flair mit dem neuen Geschäftsführer Gunter Fink ändern? Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?

Gunter Fink: Nun zuerst möchte ich das Erscheinungsbild von Flair so lassen wie es ist und insbesondere das Unternehmen in den Bereichen Qualität, Service und Produktsortiment so weiter führen wie es Herr Beck über Jahre erfolgreich getan hat. Potentiale sehe ich in der Produktentwicklung und einer stärkeren Differenzierung unserer Marke bexx.

optikum: Viele Unternehmen lagern Ihre Produktion aus Kostengründen in das billigere Ausland aus. Wird der Standort Flairpark unter Gunter Fink erhalten bleiben?

Gunter Fink: Ich bekenne mich ganz klar zum Standort Deutschland. Nur so kann die ausgezeichnete Qualität der Flair Produkte gehalten werden. Zudem ist es ein wichtiges Ziel für mich, die Arbeitsplätze vor Ort zu sichern.

Rainer Beck
Rainer Beck: Es entspricht den Intentionen von Familie Beck und Herrn Fink, das Unternehmen zu einem späteren Zeitpunkt zu übergeben, um es im bisherigen Sinne fortzuführen, weiter zu entwickeln sowie den Standort Flairpark und die Arbeitsplätze zu sichern.

optikum: Da ist eine gute Einschätzung zukünftiger Entwicklungen wohl sicherlich wertvoll. Welche Visionen sehen Sie in der Augenoptik-Branche?

Gunter Fink: In Zukunft wird das mittlere Preissegment bei Brillen immens abnehmen. Bereits in 2005 rechne ich fest mit einer Marktbelebung und einem veränderten Einkaufsverhalten in Deutschland.

optikum: Und wie beurteilen Sie den österreichischen Markt für Flair? Bei uns in Österreich gab es bis dato nicht ganz so drastische Einsparungen im Gesundheitssystem.

Gunter Fink: Nun, den österreichischen Markt sehe ich sehr positiv, schließlich ist der österreichische Augenoptiker außerordentlich design- und qualitätsbewusst. Das wird auch durch unsere neue österreichische Vertretung und den guten Verkaufszahlen, im übrigen wie in Deutschland, der Kollektion pure bestätigt. Diese aus Biosteel gefertigten Modelle sind eine echte Alternative zu den am Markt existierenden minimalistischen Fassungen.

optikum: Wo trifft man Herrn Fink in der Freizeit an?

Gunter Fink: Meine beiden großen Hobbys sind meine Familie mit meinem Hovawart-Hund Aaron und der vierrädrige Motorsport.

optikum: Vielen Dank für das Interview und viel Erfolg bei Ihrer neuen Aufgabe.