opti ’11 – Messebericht – Teil 1

0
12424 mal gelesen

Zur opti ’11 haben wir uns die Latte hoch gesetzt. Wir wollten alle führenden und branchenrelevanten Partner in der optischen Industrie aber auch ein paar Newcomer auf der opti ’11 interviewen. Das Ergebnis waren 51 Interviews, in 22 Stunden an drei Messetagen und über 100 Seiten Mitschriften von zwei Redakteuren. Die Mitschriften und Fotos haben wir für Sie innerhalb einer Woche zu der hier publizierten Essenz zusammengefasst. Damit stellt das optikum den Anspruch einen wesentlichen Beitrag für Kaufentscheidungen im deutschsprachigen Raum zu leisten.

Knapp 23.000 Besucher und 470 Aussteller in vier Hallen zählte die diesjährige opti in München. Gleich am Freitag waren unglaublich viele Optiker in den Gängen unterwegs. Die Messe war perfekt organisiert und die diesjährige Stimmung der Aussteller und Optiker lässt Optimismus für die kommenden Monate zu. Während in den beiden letzten beiden Jahren an vielen Ständen mancherlei Zweckoptimismus herrschte war diesmal überall eine echte Aufbruchsstimmung spürbar. An allen Ständen wurde heftig wurde geordert, die Aussteller kamen oft überhaupt nicht mehr dem Besucheransturm hinterher. Auch bei den im Vorjahr nicht so ganz glücklichen Instrumentenherstellern wurde munter geordert. Die Münchner Messe hat es geschafft Lieferanten vom Kaliber wie Charmant, Luxottica, Marcolin und Safilo wieder mit in das Boot zu holen. Auch das hat der Messe einen ordentlichen Schub nach vorne verliehen. Die opti hat sich mit der diesjährigen Messe in Europa damit ganz vorne positioniert.

TRENDS 2011

Im Bereich der Brillengläser wird es einfach immer aufwendiger. Ob 1/100 Dioptrien Genauigkeit, Zentrierung nach dem Augendrehpunkt, Wellenfrontoptimierung oder unterschiedliche zylindrische Refraktionswerte für das Fern- und Nahsehen, die Augenoptiker können immer präziser mit den neuen Superhightech-Produkten arbeiten. Hier galoppiert die verfügbare Technik der Kommunikation zum Endverbraucher vorne weg. Die Augenoptiker werden zukünftig gemeinsam mit ihren Lieferanten noch mehr als schon bisher das High-Tech Produkt Gleitsichtglas erklären müssen. Begrüßenswert ist, dass viele Hersteller ihre Garantien von zwei auf drei Jahre erweitert haben. Dies unterstreicht noch einmal den Qualitätsanspruch der Produkte beim Fachoptiker.

Bei den Fassungen und Sonnenbrillen möchte man glauben, dass der Retro Trend mal ein Ende haben müsste. Großer Irrtum, er ist im Kommen. Retro in allen Kollektionen, mal knallhart, mal nur mit Akzenten, aber einfach überall. Man glaubt es nicht, es sind immer noch Steigerungen möglich. Bei den Farben sind Blau und Grün zu den bestehenden trendigen Erdfarben Braun, Grau und Schwarz dazu gekommen. Bei den Sonnenbrillen und mutigen Korrektionsbrillen verzeichnet nun auch Weiß einen leicht steigenden Anteil. Wechselbügelsysteme haben sich mehr und mehr etabliert und halten mittlerweile einen festen Anteil am Markt der Brillenfassungen.

Im Bereich der Kontaktlinse waren keine überragenden Neuheiten im Bereich der Materialien angesagt. Hier und da sind die Parameter erweitert worden. Der diesjährige Fokus liegt in der noch besseren Zusammenarbeit mit den Kontaktlinsenoptikern. Dies soll durch Marketingaktionen, Schulungen und Anpassprogrammen unterstützt werden.

Zur besseren Übersicht bringen wir die optikum Interviewpartner wie gewohnt in alphabetischer Reihenfolge. Mit den nachfolgenden Pull-Down-Menüs können Sie ganz flott zum gewünschten Interview springen. Viel Spaß! Ihre optikum Redakteure Günther Derx und Harald Belyus.

Brillen
Gläser
Kontaktlinsen
Sonstige
Alle

ANDY WOLF

Wolfgang Scheucher mit bettie
Wolfgang Scheucher und Katharina Plattner:
„Zu große Scheiben gibt es nicht“

Nein, wir sind kein Paar und nur beim Business gemeinsam unterwegs. Aus dem Hintergrund wird man hier eingekocht, Lebkuchenherzen schmücken die Wand, alles irgendwie sehr feminin und……….steirisch. Wolfgang Scheucher mit seiner Streber Brille ist gar nicht mehr so im Mittelpunkt. Eher die Brillen und die gute Stimmung.

Den Slogan kenne ich ja schon, „Be never the girl next door“, und da wird draufgehalten. Die Scheiben werden wieder groß, „zu groß gibt es nicht“, verrät der Boss Wolfgang Scheucher und zeigt seine neuen Sonnenbrillen mit polarisierenden Silikat verglast. Die 300 Stück Serien sind limitiert, sich an der nächsten Ecke sozusagen in den Spiegel zu sehen wird schwer möglich sein.

Die Farben bestimmen den Zeitgeist beim Retrodesign der 70er, sie sind eindeutig Jetztzeit, avantgardistische Grau- und Brauntöne. Übrigens, bettie trägt goldverspiegelt, groß und rund – einfach pure Weiblichkeit.

AUSTRIAN OPTIC TECHNOLOGIES

Das freeview Messeteam aus Österreich
Das freeview Messeteam aus Österreich

Mit der neuen Gleitsichtglasfamilie freeview will die AUSTRIAN OPTIC TECHNOLOGIES diesjährig zur persönlichen Entfaltung der Endverbraucher beitragen. „Diese Gleitsichtglasfamilie wurde zu 100 Prozent von uns in Österreich entwickelt“, berichtet Vertriebsleiter Marcus Wecht. Die freeview Gleitsichtglasfamilie besteht aus drei Gleitsichtgläsern. Jedes Familienmitglied zeichnet sich durch ganz individuelle Vorteile und Eigenschaften aus. Jedes der Gleitsichtgläser wurde nach einem bestimmten Menschentypen designt. „So gibt es Konsumenten die konservativ sind und eine sichere Lösung bevorzugen. Es gibt aber auch dynamische Gleitsichtbrillenträger die mehr in Bewegung sind und insgesamt mutiger sind. Und dann gibt es noch einen Personenkreis, welcher sich selbst in den Mittelpunkt stellt und durch höchste Ansprüche auffällt“, differenziert Wecht..

Das universelle Design „Balance“ gleicht durch seine ausgewogene Abstimmung lässt sich in den unterschiedlichsten Lebenssituationen gut einsetzen. Es ist für Träger, die auch im Leben gerne den bewährten Weg gehen. Das aktive Premium Design „Dynamic“ ist besonders für dynamische Träger geeignet, da es aktive Augen- und Kopfbewegungen unterstützt. Das personalisierte Premium Design „Identity“ erreicht durch individuelle Messwerte in der freeview Familie die größtmögliche Präzision. Zur Betonung der Individualität dieses Glases besteht die Möglichkeit die Initialen des Kunden in das Brillenglas einzugravieren.

AXEL S.

Alexander Uebele:
Alexander Uebele: „Liebevoll handbemalt und wunderschön bunt“

Alexander Uebele setzt fort was Axel Smidt vorbereitet hat. Sein Zielpublikum ist oft 50plus und schätzt die Gediegenheit und das Handwerk. Edelstahl und Acetat klassisch bearbeitet, aber dafür liebevoll handbemalt und wunderschön bunt zu einem optimalen Preis–Leistungsverhältnis. Uebele sieht sich keineswegs als Wegbereiter technischer Innovationen, er bereitet lieber Freude mit lustvoller Haptik. Immer neue Kreationen werden vom Team entworfen und laminiert. Axel Smidt, seit kurzem eigentlich im Ruhestand, steht aber nach wie vor beim kreativen Teil zur Verfügung. Für die nächsten Monate plant Uebele, seine Kontakte in Osteuropa zu intensivieren und den Export dahin auszubauen.

BACH OPTIK

Marketingleiterin Caroline Glaser:
Marketingleiterin Caroline Glaser: „Private Label ab 1er Box“

Wohlfühlen ist das Thema von BACH OPTIK in diesem Jahr. Der gemütliche im 70er Jahre Stil gestaltete Stand ist eine Demonstration für das Ziel das Bach Optik als Kontaktlinsen- und Pflegemittelgroßhändler verfolgt. Wohlgefühl auf allen Ebenen. Mit dem großen Sortiment, perfekter Anpassberatung und dem Onlineshop für zuverlässige Lieferung, sowie dem exklusiven Angebot von Spezialitäten wie die patentierte Safe-Gel Kontaktlinse mit Hyaluron-Reservoir von Safilens. Viele Produkte können als Originalware und als Private Label bestellt werden. Mit dem Konzept „Private Label ab 1er Box“ ist die eigene Kontaktlinsen-Marke schnell realisiert.

Mit den Hausmarken ONS MERK, und OPTIMEDICS bietet der Großhändler dem Kontaktlinsen-Anpasser bewährte Marken zu günstigen Preisen an. Eine Neuvorstellung auf der Messe ist die OPTIMEDICS Progress. Die weiche progressive Monatslinse überzeugt durch ein neues Material und eine besonders große Parametervielfalt. Neu sind ebenfalls vier formstabile Kontaktlinsen von Optikal Lens und das Keratokonus-Programm von Precilens.

BAUSCH + LOMB

Senior Professional Services Manager Sabine  Strübing und Product Manager Stephan Müller
Senior Professional Services Managerin Sabine
Strübing und Product Manager Stephan Müller
mit der Bausch + Lomb Eisprinzessin: „2011
bringen wir ihr Kontaktlinsenherz zum schmelzen.“

Am Stand von BAUSCH + LOMB steht eine von der Natur des menschlichen Auges inspirierte Kontaktlinsenpflege im Vordergrund. „Die All-in-one Lösung Biotrue ahmt verschiedene Eigenschaften der natürlichen Tränenflüssigkeit nach, was für weiche Kontaktlinsen einen verbesserten Tragekomfort, eine höhere Reinigungsleistung und eine wirksamere Abtötung von Keimen ermöglicht“, erklärt Senior Professional Services Manager Sabine Strübing.

Im Hinblick auf den pH-Wert von 7,5, dem Salzgehalt, der Viskosität und der Oberflächenspannung liegt Biotrue im Bereich der gesunden menschlichen Tränenflüssigkeit. Dies führt zu einem angenehmen Gefühl beim Aufsetzen und Tragen der Kontaktlinsen. Zudem befeuchtet Biotrue die Kontaktlinsen mit der im Auge vorkommenden Substanz Hyaluronat, was für eine hohe Spontanverträglichkeit sorgt und die Augen vor Feuchtigkeitsverlust schützt. Das Hyaluronat kann bis zu 20 Stunden auf den Kontaktlinsen verbleiben und trägt so dazu bei, dass der Tragekomfort den ganzen Tag lang anhält. Die antibakterielle Wirkung nützlicher Tränenproteine wie Lysozym wird länger bewahrt und unterstützt damit die natürliche Keimbekämpfung im Auge.

Ab dem 1. April 2011 erfolgt außerdem der Launch der Pure Vision 2 High Definition. Der Dk/t Wert wurde von 112 auf 130 weiter gesteigert. Die Pure Vision 2 High Definition wird durch neue Eigenschaften geprägt sein. Erstens das Sehen in High Definition mittels einer sphärischen Aberrationskontrolle. Zweitens durch einen hohen Spontankomfort. Sie wird dünner und insgesamt elastischer sein. Product Manager Stephan Müller: „Die Pure Vision 2 High Definition ist die dünnste Silikonhydrogel Monatskontaktlinse am Markt. Kontaktlinsenoptiker können sich auf den optikum Messebericht berufen und bereits über den Außendienst vorab Messkontaktlinsen zum vorweg selber probieren bestellen. Eine torische Variante der Pure Vision 2 High Definition kommt noch 2011 auf den Markt.“

BILOSA

Ivana Vuleta mit den neuen Les Yeux Dispo  Clear Pro Monatskontaktlinsen
Ivana Vuleta mit den neuen Les Yeux Dispo
Clear Pro Monatskontaktlinsen

Ivana Vuleta präsentiert uns bei BILOSA das neue Les Yeux SEPT, ein 3% Peroxyd System mit Platinkatalysator. Das System entfernt innerhalb der sechsstündigen Neutralisation schonend Proteine, Fett und organische Ablagerungen und komplettiert die Palette der Les Yeux Pflegemittel. Im Bereich der Kontaktlinsen steht bei Biosa diesjährig die Les Yeux Dispo Clear Pro im Vordergrund. Das besonders dünne und sehr strapazierfähige Material, Bestfilcon, versorgt das Auge mit ausreichend Feuchtigkeit. Durch das hohe Wasserbindungsvermögen trocknet die LY Dispo Clear Pro Monatslinse am Auge nicht aus und eignet sich daher besonders für Kontaktlinsenträger mit empfindlichen oder trockenen Augen. Die Kontaktlinse ist auch torisch und als multifokale Variante in den Additionen +1,00, +1,50 und +2,00 in den sphärischen Stärken von -6,00 bis +3,50 Dioptrien verfügbar.

Robert Maier demonstriert uns am Laptop aussagefähige Grafiken zum neuen multifokalen Simultanprinzip: „Fast alle gängigen Nahteile haben abhängig vom Durchmesser und Verlauf der Pupille sphärische Aberrationen. Bei der Les Yeux Dispo Clear Pro Multifokal konnten wir jeden Punkt der Kontaktlinsenrückfläche – welche naturgemäß von der Hornhautgeometrie vorgegeben ist – vorderseitenflächig hinsichtlich der Aberrationen kompensieren. Die Optik der Vorderfläche korrigiert so alle von der sitzoptimierten Rückfläche entstandenen Fehler. Sie ist mittels Freiformtechnologie gefertigt. Da sich die Kontaktlinsen mit dem Auge bewegt, ist die Freiformtechnologie praktisch optimal umsetzbar. Zukünftig ist es sogar vorstellbar, dass über die corneale Wellenfrontanalyse mittels Topographen noch weitaus kompliziertere Kontaktlinsen errechnet und gefertigt werden können, wie beispielsweise eine Keratokonuslinse.“

BLUEMAGICEYE

Ciro Tugnoli präsentiert sein eigenes Design
Ciro Tugnoli präsentiert sein eigenes Design

Ciro Tugnoli und Guya Montermini sind das Herz der italienischen Neobrillenschmiede BLUEMAGICEYE. Auf der Silmo 2009 sprang man mit 20 Modellen ins kalte Wasser und verlieh damit den Visionen des dreißigjährigen Duos Gestalt. Im Acetatmittelteil ist ein Metallskelett eingearbeitet. „Dies verleiht der Brille eine besondere Stabilität“, so Ciro Tugnoli. „Guya und ich lassen unser Design mit italienischen Plattenmaterialien in Belluno produzieren. Wir experimentieren gerne mit Farben. Unsere Philosophien ist das Design und nicht eine Marke in den Vordergrund zu stellen. Daher sind auf unseren Brillen auch kein Logos zu finden. Das Design soll eben für sich alleine sprechen.“

Die Kollektion hat in den Bügeln eigesetzte Farbelemente, welche in eigens ausgefrästen Formen nahtlos platziert wurden. Bei den Materialien experimentiert man mit gebürsteten Mittelteilen und in Trommeln sandgestrahlten Fassungen, die den Brillen einen edlen Matteffekt verleihen.

BODE DESIGN

Designer und Geschäftsführer Stefan Bopp meets Ana Hickmann
Designer und Geschäftsführer Stefan Bopp
meets Ana Hickmann

Stefan Bopp zeigt sich gerne neben den Modellen der Designerin Ana Hickmann. Das bekannte brasilianische Model, 2002 mit Ihren 122 cm langen Beinen im Guinness Buch der Rekorde gelandet, entwirft Mode, Düfte und Brillen. Stefan Bopp und sein Partner Mathias Deter, Optiker in Frammersbach und Gemünden, seit der Schulzeit beruflich gemeinsam unterwegs, bieten in gewisser Weise selbst Rekordverdächtiges.

YOBO die größte Halbbrillenkollektion am Markt aus hochwertigem Edelstahl und allergiefreiem Acetat mit aufwändiger Multischicht-Kolorierung. Außergewöhnliches Design großartige Ideen ohne Schrauben und Lötstellen von Rosenberger aus Bayern. Die Gleitsichtkollektionen YANA und YAN und die Kinderbrillen KAULI QUAPPE aus eigener Feder stehen den ungewöhnlichen V Design Fassungen von Dominique Varlat in keiner Weise nach.

Auf die Frage wer denn sein Lieblingsdesigner sei, antwortet Bopp kurz und kernig: „Ich“.

BUSHNELL

Renate Schatzl und Gernot Trebsche mit Cébé,  bollé und Serengeti
Bushnell Outdoor Products gehört seit mehr
als 60 Jahren zu den führenden Herstellern
von Sportausrüstungen und Sonnenbrillen.
Renate Schatzl und Gernot Trebsche mit Cébé,
bollé und Serengeti.

Mit Cébé, bollé und Serengeti hat BUSHNELL drei Sonnenbrillenkollektionen unterschiedlicher Ausrichtungen am Stand präsentiert. Country Manager Gernot Trebsche unterrichtet uns über die einzelnen brands: „Mit Cébé an Bord bieten wir nun ein breites Portfolio für jede Zielgruppen in allen Preisbereichen an. Wer beste Leistung zu kleinen Preisen will, trifft mit Cébé die richtige Wahl, denn der Hersteller hochwertigster Sportsonnenbrillen bietet neueste Glas- und Rahmentechnologien zu top Konditionen. Bei bollé sind Glas und Design immer perfekt auf die Bedürfnisse und Anforderungen des Sportlers abgestimmt und gewährleisten so beste Performance und Style – besonders stark im alpinen Bereich. So wird bollé ab der Saison Herbst/Winter 2011 der offizielle Ausstatter des ÖSV Rennteams sein! Im Topsegment bieten wir mit Serengeti ausschließlich die neuesten Technologien und die innovativste Materialien an. Die neuen Sonnengläser passen sich wechselnden Lichtverhältnissen sogar durch moderne Auto-Frontscheiben mit UV-Filter an.“

Desweiteren konnte Bushnell die Golflegende Colin Montgomerie als Repräsentant für ihre Laser Entfernungsmesser sowie für Serengeti Eyewear gewinnen. Unterzeichnet wurde ein Zweijahres-Vertrag.

CARL ZEISS

Susanne Gausepohl mit Axel Brandner und  Werner Brunbauer im Relaxed Vision Center
Susanne Gausepohl mit Axel Brandner und
Werner Brunbauer im Relaxed Vision Center

Der diesjährige Messeauftritt von CARL ZEISS ist ganz unter dem Motto „CARL ZEISS erleben im Relaxed Vision Center“. Das Credo dieses Konzepts ist „Mehr sehen. Mehr erleben.“ Mit einer hochmodernen Ausstattung zur Analyse und einer regelmäßigen Zertifizierung sind diese Zentren optimal darauf eingerichtet, die Einzigartigkeit jedes Auges und das individuelle Sehprofil zu erfassen.

Zusätzlich steht bei CARL ZEISS naturgemäß die Welt der Gleitsichtgläser im Mittelpunkt. Susanne Gausepohl zum aktuellsten Stand: „Mit Gradal Individual FrameFit haben wir 2006 den Optikern die Möglichkeit gegeben die Progressionslänge exakt auf die Scheibenhöhe der Brillenfassung anzupassen. Mit unserem Gradal Individual EyeFit sind wir nun noch einen Schritt weiter gegangen. Neben den individuellen Seh- und Trageparametern kann der Augenoptiker auch das persönliche Nahsehverhalten seiner Kunden in das maßgefertigte Gleitsichtglas einfließen lassen. So kann er insbesondere die Anforderungen an das Sehen im Zwischen- und Nahbereich berücksichtigen, die durch die modernen Medien um Kommunikationssysteme entstehen.“

Die Individualisierung des Zwischen- und Nahbereichs erfolgt über drei unterschiedliche Design-Typen (Nahprofile): Balanced, Intermediate und Near. Diese Nahprofile weisen entsprechend der individuellen Präferenz für das Sehen im Nahbereich unterschiedliche Design-Merkmale auf. „Der Fernbereich bleibt wie bei den Carl Zeiss Gleitsichtgläsern bei jedem der drei Nahprofile wie gewohnt erhalten“, ergänzt Sales Director Werner Brunbauer.

Mit dem neuen Konzept sind so bis zu 28% größere Sehbereiche in der Mitteldistanz möglich. Einen zusätzlichen Gewinn versprechen neue mathematische Optimierungsmethoden. Mit Gradal Individual EyeFit ist es möglich die Brillenglasdicke um bis zu 50 Prozent im Vergleich zu bisherigen Freiformbrillengläsern zu reduzieren. Dies wird durch ein in jedem Fall individuell berechnetes Dickenreduktionsprisma mit ermöglicht. Zudem kann der Inset vollkommen variabel gestaltet werden. So ist das Gradal Individual EyeFit auch bei physiologischer Einäugigkeit oder Konvergenzstörungen perfekt anpassbar.

CAZAL

Horst Müller und Frank Meyer vor dem Kunstwerk von Stina Persson
Horst Müller und Frank Meyer vor dem
Kunstwerk von Stina Persson

CAZAL hat eindeutig einen künstlerischen Anspruch. Toll waren die Sujets der Modellabbildungen schon immer. Auf der Messe launcht man die neue PURE MAXIMALISM und will damit in wenigen Worten zusammenfassen, was die Marke CAZAL ausmacht: Extravaganz und Individualität auf höchster Ebene. Für die ersten drei Kampagnen-Motive konnte CAZAL die renommierte schwedische Künstlerin Stina Persson gewinnen. Persson ist bekannt für ihre Wasserfarben und Collagen, ihre Illustrationen genießen internationales Ansehen. Sie hat bereits für bekannte Modelabels und Magazine wie Elle, Harper’s Bazaar oder Madame gearbeitet.

„Vor 10 Jahren war unser dreidimensionales Design noch gar nicht in Titan umsetzbar. Jetzt geht das viel besser. Deshalb sind fast alle Modelle der PURE MAXIMALISM aus Titan. Damit bleiben die Brillen trotz einzigartigem Design federleicht“, unterstreicht Vertriebsleiter Horst Müller.

Zudem wurden bei CAZAL auch im Jahr 2011 ausgesuchte Vintage Modelle aus den 80er eins zu eins wieder neu aufgelegt. Es sind diesjährig die Modelle 623, 856, 901 und 904. Ein bekannter jahrelanger Träger einer CAZAL 623 war der deutsche Staatsministers im Auswärtigen Amt, Hans-Jürgen Wischnewski. Aber auch in Filmen kommen CAZAL Vintage Modelle zu Ehren. So trägt Hauptdarsteller Johnny Quid eine CAZAL 856 im Film RocknRolla.

„Auch unsere C TECH, eine Kollektion von modischen Herrenbrillen aus Pure Titanium mit innovativen Doppelscharnieren ist seit der Markteinführung im Jahr 2009 gut positioniert. Die extrem stabilen Modelle sprechen qualitätsbewusste Herren an“, ergänzt Müller.

CHARMANT

Einfach charmant! Antje Brekenkamp und  Anja Baierlein
Einfach charmant! Antje Brekenkamp und
Anja Baierlein

Beginnend mit der Frühjahr/Sommer Kollektion 2011 übernahm CHARMANT die Rechte an Design, Produktion und Vermarktung der Korrektionsfassungen und Sonnenbrillen des italienischen Modelabels Trussardi. Am Messestand kann man diesjährig erstmals in die Tru Trussardi Eyewear Welt eintauchen. 1911 gründete der Mailänder Lederwarenhersteller Dante Trussardi in der Nähe von Bergamo eine Handschuhfabrik. Der Rest ist Geschichte.

Product & Marketing Managerin Antje Brekenkamp zeigt uns die neuen Modelle: „Brillen von Trussardi 1911 sind in der Formensprache expressiv und zugleich in den Farben dezent gehalten„. Die Retromodelle sind in den Naturfarben Braun, Schwarz, Gun und Gold präsent und spiegeln somit die Farben des Leders. Es handelt sich um eine großformige, gelungene Retrokollektion mit Acetat-Metallkombinationen. „Die Eyewear Kollektion Trussardi 1911 ist sehr klassisch. Manche Endverbraucher wollen einfach ein langfristig verlässliches Produkt. Trussardi 1911 besticht durch eine beständige Farbenwelt und ist nicht kurzfristig trendorientiert“, ergänzt Anja Baierlein.

Aber auch bei ESPRIT gibt es viele Neuigkeiten zu sehen. Neben der Casual Kollektion ist auch ein eigenes Kindersegment präsent. Überhaupt haben wir beim Betrachten der neuen Kollektion den Eindruck, dass das Design wieder verstärkt auf die jugendliche Zielgruppe fokussiert wurde. Die Werbesujets transportieren Wärme, Freundschaft und ein fröhliches Lebensgefühl. Auch die Farben der Fassungen sind dem Naturtrend folgend und erdig. „ESPRIT spielt auch bei den Brillen mit Details wie Jeansknöpfen und Denim Farbverläufen. Das aktuelle ESPRIT Design wurde in die Brillenmodelle integriert“, berichtet Baierlein.

Sportlich ist man mit dem Label PUMA. Mit der PUMA Social Kampagne startet man eine Initiative der etwas anderen Art. Die Kampagne richtet sich an all diejenigen, die gerne unter Leuten sind und Spaß an der Bewegung und am Gemeinschaftsgefühl haben. Passend zur Kampagne bietet CHARMANT ein PUMA Eyewear Fitnesspakt, das aus einer knallroten Nintendo Wii so wie ausgefallenen Dekorations-Set besteht. Wir sehen bereits die Augenoptiker mit Ihrer jugendlichen Zielgruppe der 15 bis 25jährigen Brillenträger eine Runde Wii spielend.

CIBA VISION

Andreas Zürn: Noch mehr Konsumenten von Kontaktlinsen begeistern
Andreas Zürn: „Noch mehr Konsumenten von
Kontaktlinsen begeistern“

Am Stand von CIBA VISION nehmen wir neben Geschäftsführer Andreas Zürn Platz. Wir sprechen mit ihm über die Zukunft der Kontaktlinse in Österreich. „Während in den letzten Jahren die Produkte im Rampenlicht standen, werden wir diesjährig die Partnerschaft mit den Kontaktlinsenoptikern in den Vordergrund stellen und diese noch stärker als schon bisher intensivieren. Die Situation am Markt verändert sich. Die Wachstumskurve der Kontaktlinse ist in Österreich nach einem Anstieg bis zu 8 Prozent Anteil bei den Fehlsichtigen im Jahr 2008 in den darauf folgenden Jahren flach geblieben. Gemeinsam mit den Kontaktlinsenoptikern ist aber eine weitere Steigerung der Penetration der Kontaktlinse am Markt der Sehbehelfe möglich“, meint Zürn.

Ein weiteres Thema für 2011 ist bei CIBA VISION die Kontaktlinse in Kategorien zu sehen. So wird man die POS Materialien und die Kommunikation zum Endverbraucher langfristig nutzbar – also ohne Verfallsdatum machen. Auch ein neues Preis- und Konditionen-System ist in Planung. Aktives ansprechen, sichtbar machen und Aus- und Weiterbildung werden Schwerpunkte im Jahr 2011 sein, die von CIBA VISION mit Konditionen prämiert werden. „Das wichtigste ist uns gemeinsam mit unseren Partnern den Augenoptikern noch mehr Konsumenten von Kontaktlinsen zu begeistern und starke Marktimpulse zu setzen. Die Aktivierung unserer Partner und der Konsumenten ist das Credo für 2011“, so Zürn.

CONCEPT-S

Dipl. Ing. Lukas Schroll: „Planen mittels drag & drop – modularer Ladenbau“
Dipl. Ing. Lukas Schroll: „Planen mittels
drag & drop – modularer Ladenbau“

Wir treffen CONCEPT-S Geschäftsführer Dipl. Ing. Lukas Schroll im Augenoptiker Mustershop OPTIMIERT. Der Mustershop funktioniert durch das Zusammenspiel mit den Lieferanten aus der augenoptischen Industrie und deren Kooperationsbereitschaft untereinander. Das Design vom Mustershop wird von CONCEPT-S geliefert.

„Der Optiker erhält eine Vision über eine zeitgemäße produktoptimierte Präsentation. Dabei zeigen die Brillenlieferanten ihre Highlights und wir Ladenbauer zeigen Novitäten im Ladenbau. Alles was das Produkt optimal in Szene setzt wird hier dargestellt. Das betrifft auch die Beleuchtung. LED ist da übrigens ganz stark im Kommen und zeitgemäße Materialien wie Glas garantieren eine edle Präsentation der Brillen. Wir setzen bei unseren Systemen auf modulare Elemente, die man perfekt miteinander kombinieren kann. Damit nicht jeder Laden gleich aussieht gibt es perfekte Individualisierungsmöglichkeiten die von Formen über Farben reichen. Es ist einfach eine neue Art der Brillenbevorratung und Brillenpräsentation. Es geht aber eigentlich um viel mehr. Es geht um das gesamte Ladenkonzept. Und hier sind wir sehr stark im Service. Augenoptiker können mit unserer Software mittels drag & drop ihren Laden realistisch planen“, berichtet Schroll.

COOPER VISION

AVAIRA einfach ideal zum Umsteigen
Richard Fröhlich: Für preisbewusste
Kontaktlinsenträger mit älteren Hydrogelen
ist AVAIRA einfach ideal zum Umsteigen auf
ein Silikonhydrogel

Bei COOPER VISION feiert man mit AVAIRA die neueste Ergänzung zur hauseigenen Silikonhydrogel-Familie. Sales Manager Richard Fröhlich: „Eine große Zahl an Kontaktlinsenträgern ist immer noch mit älteren Materialien ausgestattet. Dies führt zu Drop Outs und zum Übertragen von Kontaktlinsen. Mit der neuen AVAIRA können Kontaktlinsenoptiker es den Trägern älterer Materialien jetzt noch leichter machen auf eine Silikonhydrogelkontaktlinse umzusteigen, denn AVAIRA ist im Preis einer Hydrogelkontaktlinse angesiedelt.“

Der geringe Modulus von 0,50mPA dürfte auch das beim Umstieg von Hydrogelen zu Silikonhydrogelkontaktlinsen bekannte Fremdkörpergefühl minimieren. Durch lange durchgehende Silikonketten braucht die AVIRA deutlich weniger Silikonanteil um einen Dk/t Wert von 125 zu erreichen. Auch kommt die AVAIRA ohne Oberflächenbehandlung oder benetzungsunterstützende Bestandteile aus. Deswegen darf diese neue Silikonhydrogelkontaktlinse auch manuell gereinigt werden. Im Material kommt die von COOPER VISION entwickelte AQUAFORM Technologie zum Einsatz. Dabei handelt es sich um ein Silikonmonomer, welches einen hohen Sauerstofftransport garantiert und mit hydrophilen Bestandteilen und Silikonbestandteilen für eine natürliche Benetzung der Kontaktlinsenoberfläche sorgt.

DE RIGO

POLICE Wall Unit
Vertriebsleiter Klaus Lorenz und Managing
Director Michele Aracri vor der POLICE Wall Unit,
der wertvollsten Präsentationsmöglichkeit von
POLICE Sonnenbrillen beim Augenoptiker

DE RIGO Vertriebsleiter Klaus Lorenz zeigt uns am Messestand die POLICE Lifestyle Welt: „Wir arbeiten mit starken Partner in der Augenoptik, welche die Marke POLICE in ihrem Unternehmen langfristig positionieren wollen.“ Dominiert wird die Kollektion von ihren blau verspiegelten Scheiben. POLICE ist mit der Farbe Blau verknüpft, die der Sonnenbrillenlabel Ende der 1980er bis Anfang der 1990er Jahre einsetzte. In jener Zeit kam die erste von DE RIGO gefertigte POLICE-Kollektion auf den Markt. Eine Kollektion, die durch besondere Gläser gekennzeichnet war: die blauen Spiegelgläser. Die Sonnenbrillenkollektion 2011 von POLICE lanciert die blau verspiegelten Gläser neu und zeigt Brillen aus Azetat und aus Metall, in Pilotenform wie auch in rechteckiger Gestalt – immer präsent die blauen Spiegelgläser, welche im Gegensatz zu jenen in den 80ern und 90ern nicht mehr ganz so grell flashen.

„Die Beschichtung wurde zudem gegenüber den 80ern und 90ern überarbeitet. Die Haltbarkeit der Verspiegelung ist wesentlich besser als vor 30 Jahren. Wir sind mit POLICE stark in der Kommunikation zum Endverbraucher und haben gute Erfolge mittels emotionaler Reaktionen durch Präsenz in der Kinowerbung. Bei den Formen hat Retro den Wraparound Stil abgelöst. Großes Thema ist die Pilotenform“, schildert Lorenz.

Uns fällt am Stand auch noch die neue ESCADA Kollektion ins Auge. Es sind durchwegs elegante Modelle, sehr feminin und in eher größeren Scheibenformen. Die Acetatkombinationen haben einen Schmuckbrillencharakter. Die Farbpalette umfasst Töne wie Schwarz und Braun sowie Lila, Honig-Havanna und Blau. Kunststoffe mit Perlmutteffekt zeichnen die Modelle im auch hier vorhandenen Retro-Stil aus.

DOMS EYE-TECHNOLOGY

M. Stamm demonstriert die Umstellmöglichkeit
M. Stamm demonstriert die Umstellmöglichkeit

Der traditionelle Phoropter verdeckt die Mimik des Probanden. Ein enormer Nachteil bei der Refraktion. „Phorostar 600, die neue Dimension der subjektiven Refraktion“ lautet der Werbespruch. Dahinter steht ein ungewöhnliches Konzept. Der kleine Phoropter kann mit wenigen Handgriffen seine starre Halterung verlassen und dann wie eine Messbrille aufgesetzt werden. Ganz nach Wunsch und gewünschter Kopfhaltung. Klein genug, um das Gesicht des Probanden beobachten zu können. Besonders leicht mit einem 11,6“ TouchPad bedienbar.

Der nächste Schritt ist nur eine Vision für die ferne Zukunft: ein transportables Gerät. Sales Direktor Volkmar Bruder verrät: „Doms Eye-Technology verbindet Präzisionsmechanik, Elektronik und Möbelbau optimal und ist damit führend bei der Menge der erzeugten Refraktionseinheiten in Deutschland.“

Weiter zum 2. Teil der opti 2011 Messeberichterstattung