Presbyopie-Kontaktlinsen mit Konzept

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In den letzten Jahren ist der Anteil der Presbyopen an der Bevölkerung stetig gestiegen. Schon heute liegt ihr Anteil in Deutschland über 50%[1]. Ein wachsender Markt – auch für die Multifokal-Kontaktlinsen. Denn im Gegensatz zur Bevölkerungsentwicklung sind die angepassten und getragenen Multifokallinsen noch stark unterrepräsentiert. Das hier vorhandene Potenzial sollte als Anreiz gesehen werden, um in diesem Marktsegment aktiv zu werden. Damit lassen sich Wachstum und Kundenbindung erzielen, denn zufriedene Presbyopie-Kontaktlinsenträger sind dankbare und treue Kunden. Sie können ihre Kontaktlinsen kaum an der nächsten Straßenecke oder im Internet nachbestellen. 

Entscheidend für das Gelingen einer Anpassung sind im Wesentlichen die Motivation des Kunden und die Kenntnisse des Anpassers. Insbesondere in Hinblick auf die vielfältigen Möglichkeiten beim Simultan-Prinzip. Nicht jedes System führt bei jedem Kunden zum Erfolg. Um diesen individuellen Anforderungen gerecht zu werden, hat die Firma SwissLens ein neues Multifokal-Konzept entwickelt.

Grundlagen

Beim Simultan-Prinzip befinden sich sowohl Fern-, als auch Nahkorrektion vor der Pupille. Das Gehirn muss lernen, den jeweils unscharfen Bildeindruck zu unterdrücken und nur das scharfe Bild wahrzunehmen. Um diesen Gewöhnungsprozess zu ermöglichen und das Sehen zu optimieren, sollte die Größe der zentralen optischen Zone (Zoc) und damit die Anteile der Fern- und Nahzonen variabel sein. Denn auch die Pupillengrößen der Menschen sind nicht genormt. Der Multifokalaufbau, insbesondere die Stärkenverteilung über die Fläche der Kontaktlinse ist entscheidend für die Akzeptanz des Simultan-Prinzips. Von besonderer Bedeutung sind dabei eine kontrastreiche Abbildung und das Vermeiden von Halos.

Prinzip zur Vermeidung von Halos:

  • Kleinstmöglicher Abstand zwischen den verschiedenen Korrektionsstufen
  • Prismatische Ablenkung vermeiden / gering halten

Prinzip für kontrastreiche Abbildung:

  • Größtmögliche Korrektionsflächen
  • Anteile entsprechend der Kundenbedürfnisse

Aus diesen beiden Forderungen wird deutlich, dass sie sich nicht gleichzeitig vollständig verwirklichen lassen, ähnlich wie gleichzeitig große Fern-, Progressiv- und Nahzonen beim Gleitsichtglas. Vielmehr gilt es, für die individuellen Bedürfnisse des Kunden die optimale Lösung bieten zu können.

SwissLens Multifokal Konzept

„Einfach mehr sehen“, lautet das Motto des neuen Multifokal-Konzepts der Firma SwissLens aus der Schweiz. Mit dieser Möglichkeit der Presbyopiekorrektion mit Kontaktlinsen bietet SwissLens bisher ungeahnte Erfolgsaussichten in der Mehrstärkenanpassung. Durch die drei komplett unterschiedlichen Vorderflächengeometrien ermöglichen die

Mehrstärken-Kontaktlinsen Borelis (sphärisch) und Torelis (torisch) eine absolut individuelle und dadurch optimale Versorgung.

SwissLens Multifokal Konzept

-Bifokal (Bf)

Das klassische Bifokalsystem bietet aufgrund seiner großen Korrektionsflächen für Nähe und Ferne einen besseren Kontrast als multifokale Systeme. Hingegen fehlt bei höheren Additionen der Zwischenbereich für die Bildschirmentfernung, und die Halos können sich aufgrund der großen Korrektionsflächen der Korrektionsstufen nachteilig auswirken. Bewährt hat sich dieses Prinzip insbesondere bei Additionen unter 1.75 dpt. oder wenn der Zwischenbereich nicht benötigt wird.

-Simple Progressive (Sp)

Dieses multifokale System weist geringere Halos auf, liefert aber auch einen geringeren Kontrast als bei Bifokal. Für höhere Additionen in Verbindung mit mittleren Sehentfernungen (Bildschirmentfernung) ist dies das zu bevorzugende Design.

Beide Systeme gibt es wahlweise mit Nah- oder Fernzone zentral. Die zentrale Nahzone begünstigt die natürliche Pupillenverengung bei der Nahsicht, wodurch die Ferne am Rand zusätzlich ausgeblendet wird. Verbleiben auch nach der Eingewöhnung (1-4 Wochen) Doppelbilder, sollte die Ferne zentral angeordnet werden. Als vorteilhaft hat sich erwiesen, auf dem Führungsauge eine kleinere Nahzone zu wählen, und das Begleitauge mit einer etwas größeren Nahzone zu versorgen.

-Multi Progressive (MP)

Multi Progressive (MP) ist die neueste Entwicklung von SwissLens. Sie vereint beide Forderungen nach gutem Kontrast und geringen Halos. Das System ist führungsaugenunabhängig und weist mehrere, sich abwechselnde konzentrische Fern- und

Nahzonen auf. Dabei bilden sich gleichwertig große Korrektionsflächen aus, wobei die Stärkenunterschiede optimal auf kleinere Flächen verteilt sind. Dies sorgt durch den hohen Kontrast und die geringen Halos für die gute Verträglichkeit. Die MP kommt insbesondere bei ausgeglichener Fern-/Nahsicht oder bei Kunden mit Hauptaufgaben in der Nähe zur Anwendung.

SwissLens Multifokal Konzept

Bei allen drei Systemen können die Zonen der zentralen Optik (Zoc) individuell verkleinert oder vergrößert werden.

Studie

Unsere Kunden haben getestet! In einer Doppelblindstudie wurden das optimale herkömmliche Mehrstärkendesign mit dem neuen Multi Progressive verglichen. Dabei trugen alle Probanden beide Varianten jeweils 2 Wochen lang. Danach fand eine

Nachkontrolle mit objektiver und subjektiver Bewertung statt. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass es durchaus Kunden gibt, die mit beiden Varianten zufrieden sind. Allerdings konnten mit der Multi Progressive (MP) 18.9% zusätzliche Kunden gewonnen werden! Denn diese konnten mit den alten Systemen nicht zufriedengestellt werden.

Mit dem SwissLens Multifokal Konzept konnten 81 % der Kunden mit Mehrstärken-Kontaktlinsen erfolgreich versorgt werden.

Die neuen Mehrstärken-Systeme und der wachsende Markt der Presbyopen sind die idealen Voraussetzungen für einen intensiven Einstieg in die Welt der Mehrstärken-Kontaktlinsen. Nutzen Sie dieses Potenzial.

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Referenz:

  1. Statistisches Bundesamt: Entwicklung der deutschen Bevölkerung

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