Rodenstock nimmt Finanzinvestor auf

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Wie letzte Woche bekannt wurde, nimmt die Rodenstock Gruppe einen familienfremden Gesellschafter auf: Die Investorengruppe Permira steigt als Finanzinvestor mit einer wesentlichen Minderheitsbeteiligung in das bekannte Markenunternehmen ein. Permira und das Rodenstock Management werden künftig mit zusammen 49 % an Rodenstock beteiligt sein, die Familienholding Optische Werke G. Rodenstock KG hält mit 51% die Mehrheit der Anteile.
Über das Transaktionsvolumen und die Details der Beteiligung haben beide Seiten Stillschweigen vereinbart.

„Mit der Aufnahme eines Finanzinvestors machen wir einen wichtigen Zwischenschritt auf dem Weg zu dem bereits seit längerem ins Auge gefassten börsennotierten Familienunternehmen Rodenstock“, erklärte Randolf Rodenstock, Vorsitzender der Rodenstock Geschäftsführung und Mehrheitsgesellschafter. „Gemeinsam mit Permira schaffen wir die Finanzierungsbasis für weiteres Wachstum und Innovationen, die unseren Vertriebspartnern in der Augenoptik und deren Kunden Nutzen bringen.“

„Wir sind sehr zuversichtlich, dass sich Rodenstock mit dem Potenzial seiner starken Marke auch im internationalen Geschäft weitere strategische Marktanteile sichern wird,“ kommentiert Evelyn Ehlert, Partner der Permira Beteiligungsberatung GmbH, Frankfurt. Permira zählt zu den führenden europäischen Private-Equity Beratungsunternehmen. Seit 1985 hat Permira 17 Fonds mit einem Gesamtvolumen von fast 6 Mrd. Euro beraten.

Die Rodenstock Geschäftsführung besteht weiterhin aus Randolf Rodenstock (Vorsitz), Dr. Edgar Lange, Dr. Dieter Maier und Frieder C. Löhrer. Geschäftsführungsmitglied Eckhard Tischer, 63, wird Ende Juni 2003 aus Altersgründen aus dem Unternehmen ausscheiden. Randolf Rodenstock wird zu einem späteren, geeigneten Zeitpunkt den Vorsitz im Aufsichtsrat übernehmen.

Die Rodenstock Gruppe konnte im Geschäftsjahr 2002 trotz der weltweiten Nachfrageschwäche in der Augenoptik die Umsätze im Kerngeschäft Brille um 3% auf rund 380 Mio.Euro (2001: 368 Mio.Euro) ausweiten. Das bereits im Vorjahr positive operative Ergebnis (Betriebsergebnis ) wurde planmäßig weiter erhöht.