Silmo 2007 – Messebericht

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Paris ist eine pulsierende Stadt und immer eine Messereise wert. Allerdings stand die diesjährige Silmo – gerade zum 40jährigen Jubiläum – unter dem Schatten von streikenden Metrobeamten. Ein Streik gegen die von Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy geplante Pensionsreform hat am letzten Wochenende in Paris zum Verkehrsinfarkt geführt.

Nachdem die Metro an zwei Messetagen komplett ausfiel, stiegen die Pariser auf ihre Autos um. Die Folge war der absolute Stillstand auf den Pariser Straßen. Taxis waren in dieser Situation erwartungsgemäß Mangelware und wenn man endlich eines ergattert hatte, reihte man sich im Stau ein. So mancher Messebesucher verbrachte bereits beim Flughafentransfer zum Hotel satte drei Stunden für eine Strecke die normalerweise maximal 50 Minuten in Anspruch nimmt.

Die Folgen des Verkehrinfarkts waren auch auf der Silmo 2007 nicht zu übersehen. So beobachtete man an den ersten beiden Messetagen nur eine mittelmäßige Besucherfrequenz. Von vielen Lieferanten hörte man, dass die internationalen Kunden zwar trotz dem Verkehrschaos gekommen wären aber die lokal ansässigen Franzosen ihrer Einschätzung nach zu Hause geblieben wären. Am Sonntag streikten die Fahrer der Metrozüge nicht mehr und die Gänge der Messe füllten sich mit deutlich mehr Besuchern als in den beiden Tagen zuvor. Die wieder fahrende Metro und der wegfallende Berufsverkehr am Sonntag motivierten auch die umliegenden, ansässigen Franzosen zum Besuch der Messe.

Die Organisation der Messe verdiente zumindest im Bereich der Ausgabe von Hallenplänen ein Minus. Unserer Redaktion war es in den zwei Wochen vor der Messe nicht möglich einen Aussteller- und Hallenplan zu erhalten. Trotz dem mehrmaligen Kontakt per Telefon und Email mit verschiedensten Mitarbeitern von Presse und Marketing fühlte sich keiner zuständig die erforderlichen Unterlagen zu senden. Lob hingegen für das Angebot an Fassungen und Sonnenbrillen der Aussteller. Die Pariser Messe glänzte mit einem Aufgebot an Design und Fashion. Ein Messebesuch der Silmo 2007 war zur Beobachtung von Trends und Marktentwicklungen ganz sicher hilfreich. Auch fand man ein Angebot an Minilabs zur Anfertigung von Brillengläsern beim Optiker vor Ort. Diese Minilabs könnten zukünftig bei größeren Optikerstandorten eine gewichtigere Rolle spielen.

TRENDS FÜR 2008

Die Korrektionsfassungen werden 2008 generell wohl etwas größer werden. Die Dominanz rechteckiger Formen dürfte zugunsten einer neuen Formenvielfalt gebrochen werden. Retroformen wie Panto werden in nahezu jeder Kollektion zu finden sein. In einigen Kollektionen haben wir sogar katzenförmige Damenbrillen a la Fifties bemerkt. Der Anteil an Acetatmodellen ist in nahezu allen Kollektionen am zunehmen und stellt die modischen Elemente der Brille wieder mehr in den Vordergrund. Sonnenbrillen in XXL Größe wird es auch 2008 noch geben, aber insgesamt werden die Formen eher XL statt XXL sein. Der Aviatorstyle wird dabei eine große Rolle spielen.

In den letzten Jahren war in Europa ein Trend zu knalligen Farben mit den Schwerpunkten Rot und Blau zu beobachten. Obwohl auch in der kommenden Saison noch knallige Farben vertreten sein werden, dürften Erdtöne wie Braun, Beige und Schwarz zunehmend an Wichtigkeit gewinnen. Eine weitere Strömung stellen Plattenmaterialien in Zebra- und Tigerlook dar. Der Glitzereffekt ist zwar noch immer in den meisten Kollektionen vertreten, jedoch sind die Applikationen dezenter geworden.

TITANIC OPTIK

Thomas Muster
Zeigten sich mit TOMS sportlich:
Andreas Pirkheim, Thomas Muster, Wolfgang Scheucher

Die Grazer TITANIC OPTIK kamen auf die Pariser Messe sicherheitshalber gleich einmal in Starbesetzung. Tennisprofi Thomas Muster präsentierte den interessierten Optikern engagiert und höchst persönlich die nach ihm benannte, neue Brillenkollektion TOMS. Mit der neuen Kollektion will Titanic Optik vor allem bei Endverbrauchern, welche einen sportlichen Lifestyle zu einem guten Preis-Leistungsverhältnis suchen, punkten. TOMS Sonnenbrillen werden für Endverbraucher etwa zwischen 39 und 79 Euro im VK kosten.

„Die neue Kollektion TOMS besteht aus drei Teilbereichen. Da haben wir einmal die TOMS Collection Sport, welche auch einen idealen Streetlabel darstellt. Obwohl diese Brillen als Sportbrillen konzipiert wurden, kann sich der sportliche Typ damit auch in der Fußgängerzone beim Spazieren sehen lassen! Den zweiten Schwerpunkt bildet die TOMS Collection Life, welche auf die modisch, trendige Gruppe zielt. Ergänzt werden die beiden TOMS Sonnenbrillenkollektionen durch ein Sortiment gut verkäuflicher Korrektionsfassungen“, so Titanic Chef Andreas Pirkheim.

DE RIGO


Wieder zurück am Optikmarkt:
Dr. Michele Villotti

Am Stand von DE RIGO trafen wir Dr. Michele Villotti in seiner neuen Funktion als Verkaufsleiter für De Rigo Europa. Villotti sah vor allem im Brand Label Police eine überdurchschnittliche Performance. „Police hat etwas erreicht, was nahezu kein anderes Brillenlabel geschafft hat. Im Regelfall positioniert sich ein Modelabel zuerst einmal über Textilien und Parfum. Ganz anders bei Police. So ist zuerst der Brillenlabel Police entstanden und mittlerweile werden Accessoires wie zum Beispiel Uhren passend zu den Brillen unter dem brand name Police hergestellt“, erklärte Villotti.

J.F. REY

J.F. Rey
J.F. Rey Chef Jean-François Rey mit den Designern
Dennis Bellone & Thierry Caccavale und Administratorin Carole Brun

Bei J.F. Rey dominierten futuristisch abgewandelte Retroformen die Kollektion. So präsentierte man zum Beispiel eine Metallfassung mit Bügeln aus einem U-förmig gestalteten Profil. J.F. Rey Designer Thierry Caccavale erklärte uns seine Intentionen: „Die Mittelteile unserer Fassungen sind eher unauffälliger gestaltet, um im Gesicht nicht zu stören. Die Designelemente sind dafür stark im Bügel vertreten. Paradebeispiel ist unsere Volkov Linie mit Vintage-Effekten. Es macht einfach viel Spaß mit Design auch spielerisch umzugehen.“

J.F. Rey zeigte auf der Messe unter anderem auch Brillen in Gothic Style und die speziell für Damen konzipierte Linie BOZ. Für letztere Kollektion holte man sich Anregungen aus der japanischen Kultur, der Blumenwelt und von Muscheln.

BUSHNELL

Alain Prost
Bushnell Präsident Arnaud van Robais,
Formel 1 Legende Alain Prost und
Bushnell Geschäftsführerin Petra Eckhardt

BUSHNELL hatte Serengeti Testimonial Alain Prost mit auf die Messe gebracht. Alain Prost wird auch 2008 für Serengeti als Aushängeschild zur Verfügung stehen. Zu den Serengeti Neuigkeiten befragt erklärte Geschäftsführerin Petra Eckhardt: „Bei Serengeti geht es nicht nur um den Schutz der Augen. Wir wollen mit Serengeti das Wellnessthema stärker in den Vordergrund stellen. Besonders die Damen haben es uns für die kommende Saison angetan. Die zuletzt eher Herren lastige Kollektion wurde um einige neue Modelle mit weiblichen Formen ergänzt. Wir wollen mit Serengeti einen Anti-Aging Effekt um die Augenpartie unterstützen. Die ältere Zielgruppe benötigt wiederum mehr Licht, was durch die Phototropie und die Kontrastfilter unserer Gläser gewährleistet wird. Die Phototropie ist für sich eine tolle Sache, denn Serengeti Träger müssen auch bei wolkigem Wetter nicht auf ihr Kontrastglas verzichten.“ Fast alle Serengeti Sonnenbrillenmodelle sind außerdem mit einer Korrektionswirkung lieferbar – selbstverständlich mit gleichem Kontrastfilter und Phototropie wie bei den Plangläsern.

CHARMANT

Lacoste
Ab Jänner 2008 mit LACOSTE auch in Österreich
Antje Brekenkamp

Bei CHARMANT zeigte uns Antje Brekenkamp die neuen Nodoka Modelle. Nodoka ist das japanische Wort für Friede, Ruhe, Freundlichkeit und Gelassenheit. Die neue Brillenkollektion soll genau diese Eigenschaften transportieren. In der Kollektion fielen uns vor allem Modelle mit eingelegten, japanischen Papier auf. „Wir halten für die Nodoka Kollektion zudem sehr aufwendige Auslagenmaterialien bereit. Unter anderem verleihen wir an unsere Optikerpartner originale, prächtige Kimonos für die Auslage“, bemerkte Brekenkamp.

Auch hatten wir Gelegenheit die ab Jänner 2008 in Österreich erhältliche LACOSTE Kollektion vorab zu sehen. Die Sonnenbrillen-Modelle überzeugten mit klassischen Formen, wie Pilotenformen und rechteckige Formen. Die Acetatmodelle wiesen großteils breite Bügel auf. Einige der Modelle zeigten an den Bügeln ein elegantes Krokomuster. Als Farben waren Beige, Braun und Schwarz besonders stark vertreten.

SILHOUETTE

Silhouette Pürmayr
Silhouette EDGE mit markanteren Bügeln
Österreich Boss Mag. Johann Pürmayr

SILHOUETTE hatte für die Silmo 2007 einen neuen Messestand bauen lassen. „Unsere Produkte sind nach allen Seiten hin offen. Das Design des neuen Messestandes von Silhouette signalisiert genau diese Philosophie unseres Unternehmens“, begründete Mag. Johann Pürmayr. Als neues Produkt demonstrierte uns Pürmayr die Silhouette EDGE. Dabei handelt es sich um eine neue Art der bekannten Randloslinie mit einem neuen, markanteren Bügelkonzept. So hat die EDGE einen dezenten Backenansatz der weiterhin den kompromisslosen Randloslook ermöglicht. Im Kontrast dazu stehen die markanten breiteren Bügel, welche der Brille einen modischen Akzent verleihen.

Während bei den Herrenmodellen bis auf das klassische Braun auf kühle, klassische Töne gesetzt wurde (Translucent, Schwarz und Taubenblau), zeigten die Damenmodelle etwas mehr Wärme und Farbe mit den von der Kosmetik inspirierten Farben Senf, Rotbraun, Violett und Rot.

MARCHON

Emilio Pucci
Emilio Pucci startet im Jänner 2008
Barbara Haider

Bei MARCHON werden ab Jänner 2008 zwei weitere neue Kollektionen dazu stoßen: Karl Lagerfeld und Emilio Pucci. Letztere Kollektion ist stark von Aquamarintönen inspiriert und soll die Intensivität des Meeres wieder spiegeln. Die Zusammenstellung der Farben und die ineinander fließenden Formen sind typisch für den Designer Emilio Pucci. Die neuen Brillen transportieren das typische Design des ehemaligen Skirennläufers. Wir trafen Österreich Frontfrau Barbara Haider und ließen uns die neue Emilio Pucci Kollektion zeigen. „Für die Kollektion von Emilio Pucci haben wir betreffend den Vertrieb genaue Vorstellungen. Geplant ist eine Minimalpräsenz mit starken Partnern, welche eine modische Ausrichtung nach außen hin ausstrahlen“, meinte Haider.

FLAIR

Flair
Beim Fräsen von individuellen Randlosformen
Bohrbrillen-Trainer Götz Ribbert

Bei FLAIR erhob man einmal mehr den Anspruch auf eine führende Position im Bereich der Randlosbrillen. Geschäftsführer Gunter Fink verwies auf ein neues Service mit dem Flair seine Partner in der Augenoptik bedient. „Unsere randlose Brille PURE weist keine Schrauben auf und ist mit einem hochelastischen Nylonfaden mit den Gläsern verbunden. Dadurch werden keinerlei Spannungen von der Fassung auf die Gläser mehr übertragen. Wir geben seit neuesten in Rahmen von Verglasungstrainings Tipps und Tricks zum Thema Bohrbrillen an unsere Optikpartner weiter. Dazu kommen wir auch gerne zum österreichischen Optiker bis zu eineinhalb Tage vor Ort“, berichtete Fink. Außerdem erfuhr man von Geschäftsführer Fink von einem geplanten Kompetenzforum, bei dem die Optiker Workshops zu den Themen CNC Schleiftechnologie, Verglasung von Bohrbrillen und Grundlagen von Sportbrillen besuchen werden können.

CAZAL

Cazal
Markt läuft in Richtung mehr Brille
CAZAL Geschäftsführer Horst Müller

Der Stand von CAZAL wird jedes Jahr neu gestaltet. Dieses Jahr hatte er uns besonders gut gefallen. Das Licht kam von unten und beleuchtete einen transparenten Tisch und die transparenten Stühle vom Boden weg. Für Wärme sorgten die über dem Konferenztisch montierten Kronluster. Vielleicht sogar eine Anregung für den eigenen Ladenbau? Bei CAZAL rückt die Acetatbrille noch mehr in den Vordergrund. „Etwa 24 Prozent unserer Brillenverkäufe in Österreich betreffen Brillen aus Acetat. Große Scheibenformen sind bei CAZAL weiterhin sehr wichtig. Die Konsumenten sind durchwegs bereit für eine hochwertige Brille Geld auszugeben. Man muss allerdings den Artikel Brille korrekt präsentieren. Überhaupt läuft der Markt in unsere Richtung – in Richtung mehr Brille“, gab sich CAZAL Geschäftsführer Horst Müller zuversichtlich.

INFACE

Inface
Hohe Farbkompetenz bei der Farbzusammenstellung
Thomas Laursen

Beim dänischen Unternehmen INFACE ist man stolz das Design im eigenen Haus zu machen. Vielfach finden sich Titan-Acetatkombinationen, wobei es sich bei dem Titan um hochwertiges Beta-Titan handelt. In der neuen Kollektion fanden sich vor allem randlose Fassungen mit geradlinigen Formen, markanten Backen und einem 2-Farben-Effekt zwischen Innen- und Außenseite der Backen und Bügeln. Großen Wert legte man auf die Abstimmung der jeweils zwei Farben zueinander. „Unsere Brillen werden von Mette Laursen und Anja Madsen designt. Letztere hat eine spezielle Ausbildung betreffend Farben und Mustern erworben“, erklärte Thomas Laursen.

FACE A FACE

Face A Face
Fassungen immer aus mehreren Farben zusammengesetzt
Face a Face Marketing-Lady Michaëlla René

Die Pariser Firma ARCHITECTURES wurde vor zwölf Jahren gegründet und produziert Brillen unter dem Label Face a Face. Marketinglady Michaëlla René erklärte uns die Philosophie von Face a Face: „Wir verfügen über ein eigenes Designstudio und produzieren in Frankreich unsere Brillen. In Paris gibt es auch ein Face a Face Flagship Store. Als Materialien kommen in der aktuellen Kollektion zu 50 Prozent Acetat und zu 50 Prozent Metall zum Einsatz. Unser stärkster Markt befindet sich in den USA und Kanada. Die Fassungen in unserer aktuellen Kollektion sind immer aus mehreren Farben zusammengesetzt. Einfärbiges Design führen wir nicht. Ein Fokus in der kommenden Saison wird in Braun und Orange liegen.“

In der neuen Kollektion von Face a Face fanden wir zum Beispiel Acetatbrillen mit einer dominierenden, rauchige Hauptfarbe und einem im Material eingearbeiteten, dezenten Unterton. Auch Retromodelle waren bei Face a Face angesagt. Einen weiteren Schwerpunkt bildeten Metall-Acetat Kombinationen. Flache Metallmittelteile wurden dabei mit durchwegs auffälligen Acetatbügeln kombiniert.

LINDBERG

Lindberg
Neues Acetatmodell und
neue Präsentationshilfen für Randlosmodelle
Birgitte Stentoft

LINDBERG hatte zur Silmo eine neues, auffälligeres Design präsentiert. Die neue Acetatbrille verfügt über ein Titan Innenleben und ist deshalb besonders im Brückenbereich extrem stabil im Vergleich zu herkömmlichen Kunststoffbrillen. Außerdem kann die Brille deshalb an manchen Stellen extrem dünn bleiben ohne zu brechen. „Wir haben immer darauf geachtet, dass diese Brille von vorne nahezu unsichtbar ist und beim seitlichen Blick mit ihren schönen Bügeln Blicke auf sich zieht. Mit dem neuen Acetatmodell sind wir markanter geworden. Für unsere randlosen Modelle haben wir eine ganz neue Schaufensterdekoration entwickeln lassen, da diese wahrlich unsichtbaren Fassungen in der Auslage gut gesehen werden müssen. Mit den neuen Displaymaterialien heben sich unsere Randlosbrillen optimal vom Hintergrund ab“, erklärte Birgitte Stentoft.

NEOSTYLE

Neostyle Mozart Brille
Individuelle Einzelstückfertigung
NEOSTYLE Geschäftsführer Andreas Dünnbier

Bei NEOSTYLE stand die bewährte Mozart Kollektion im Mittelpunkt. Mittlerweile ist die Kollektion auf 80 Modelle angewachsen. Das Design der Mozart Brillen zeigt sich ausgeprägt verspielt und zielt auf die modisch orientierte Frau der 45plus Generation. Als einen weiteren Schwerpunkt präsentierte NEOSTYLE die Kollektion College mit Schachbrettmustern, Tigerlook und Ornamentik. Außerdem forciert man zukünftig eine individuelle Einzelstückfertigung. Angesprochen zu Trends meinte Dünnbier, dass „es heute keinen eindeutigen Trend mehr gibt. Vielmehr sind am Markt viele verschiedene Trends zugleich zu beobachten. Dies ist auch der Grund, warum wir vermehrt auf individuelle Fertigung setzen.“

FUNK

Funk
Neu adaptierter Retro-Style
Dieter Funk (im Outfit der französischen Olympiateilnehmer)
und Saschi Schuster

Die Münchner Brillenschmiede FUNK präsentierte auf der Silmo Korrektionsbrillen mit tendenziell größeren Scheibenformen. Im Style war Retro aus den 50ern stark angesagt. Die für länger dienenden Optiker bekannten Formen wurden jedoch komplett neu überarbeitet und aus Betatitan gefertigt. Als Besonderheit ist uns eine Technik aufgefallen, mit der FUNK partiell die Fassungen aufraut und damit den Fassungen einen Holzlook verleiht. „In der kommenden Saison werden unter anderem dickere Acetatmodelle den Ton angeben. In unserer aktuellen Kollektion dominieren natürliche Erdfarben wie Braun, Schwarz oder schimmerndes Perlmutt“, so Saschi Schuster von FUNK.

MAUI JIM

Maui Jim
Neue Verkaufspotentiale mit polarisierenden Sonnenbrillen
Hans Jürgen Penzek umringt von Maui Jim TänzerInnen

Mit Aloha-Klängen und Tanz wurden wir am Stand von MAUI JIM begrüßt. Vertriebsleiter Hans Jürgen Penzek erklärte uns die Philosophie der Marke Maui Jim: „Ursprünglich vor etwa 20 Jahren in Hawaii gegründet, stellen die Sonnenbrillen Technologie und Performance in den Vordergrund. 1998 wurde in Frankreich eine Europazentrale gegründet und 2004 eine weitere Vertriebsniederlassung in Braunschweig, welche auch die österreichischen Optiker beliefert.“ Den Schwerpunkt von Maui Jim bildet die Polarisationstechnologie. Bei den Sonnenbrillen setzt man auf gut verkäufliches Design. Man stellt dabei keinen Anspruch „Designerbrillen“ herzustellen. „Das Sonnenbrillengeschäft wird von den Augenoptikern nicht intensiv genug bearbeitet, dabei kann man mit polarisierenden Sonnenbrillen sogar neue Potentiale erschließen. Unsere Kollektion beinhaltet durchwegs gängige Modelle. Deshalb bieten wir den Optikern ein 100%iges Umtauschrecht aller Modelle an, falls sie sich ein Styling wider erwarten nicht verkaufen sollte“, versprach Penzek.

Neben der Kontrast steigernden, polarisierenden Wirkung weisen die Sonnengläser eine Entspiegelung und Hartschicht auf. Eine zusätzliche Wasser abweisende Beschichtung erleichtert die Reinigung wenn die Sonnenbrille mit Schnee oder Wasser in Kontakt kommt. Etwa 95 Prozent der Maui Jim Sonnenbrillen können sowohl als Einstärken- als auch mit Progressivgläsern mit dem originalen Filter geliefert werden.

CONCEPT-S

Ladenbau Optiker
Diebstahlsichere Präsentation mit Mini-TUBIX Rohren
Produkt Designer Christoph Lohrer

Ladenbauer CONCEPT-S stellte diesjährig den Sicherheitsaspekt in den Vordergrund. „Unser Vorzeigeprodukt sind diesjährig die Mini-TUBIX Rohre“, erklärte Produktdesigner Christoph Lohrer. Diese Präsentationsprofile können direkt an die Wand befestigt werden oder an einen anderen Untergrund im Ladenbau. Die Versperrung der Rohre erfolgt über eine Fernsteuerung oder manuell mit einem Schlüssel. Die Stromversorgung kann wahlweise auch über Batterie erfolgen, falls keine Stemmarbeiten gemacht werden sollen. „Für unsere Eigenkreationen haben wir in Deutschland Abteilungen zur Entwicklung und Anfertigung. Dadurch haben wir einen hohen Innovationsgrad und eine Qualität made in Germany. Für den Optiker arbeiten wir als Vollausrüster. Augenoptiker können sogar kostenlos unsere Innenarchitekten konsultieren“, ergänzte Lohrer.

ALAIN MIKLI INTERNATIONAL

Alain Mikli
Neu für die kommende Saison: Kombination
von Schwarz und transparenten Materialien
Pressesprecherin Claire Bary Dumon

Bei ALAIN MIKLI INTERNATIONAL setzte man auf eine selektive Kommunikation zum Augenoptiker. Ohne Termin und Anmeldung konnten Optiker nicht den Stand von Mikli betreten. Auch Taschen mussten am Eingang zum Stand abgegeben werden. Wir bekamen eine Führung von Mikli Pressesprecherin Claire Bary Dumon. Zu Beginn des Rundgangs wurden fünf Designer präsentiert. Sara Eliris, Marco Salgado, Alyson Magee und Vanessa & Mehdi zeigten persönlich ihre Kollektionen. Vanessa & Mehdi gewannen diesjährig einen Silmo d’Or für eine Technik um breite Bügel mit Hilfe einer Stellschraube zu inklinieren. Die Kollektion von Alain Mikli hatte zuletzt eine „rote Phase“. Aktuell hielten Brauntöne Einzug in die Kollektion. Pressesprecherin Claire Bary Dumon machte uns auf einen weiteren Trend aufmerksam: „Als eines der kommenden Hauptthemen wird die Kombination von Schwarz und transparenten Materialien die Alain Mikli Kollektion prägen. Zudem sind in der neuen Kollektion asymmetrische Elemente vertreten. Die großen Formen wurden zum Teil von den Sonnenbrillen auch auf die Korrektionsfassungen übernommen.“