Starke Augen für Europa!

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ECOO A lack of Vision

Sehbeeinträchtigungen stellen eine große Belastung für die davon betroffenen Personen dar und wirken sich negativ auf deren Lebensqualität aus. Man geht davon aus, dass im europäischen Raum über 28 Millionen Menschen von Sehbeeinträchtigungen betroffen sind. 

80% aller Sehbeeinträchigungen können vermieden oder behoben werden

Der Verlust der Sehkraft bedeutet nicht nur eine massive Einschränkung des täglichen Lebens für die Person und ihre Familie, auch das Gesundheitssystem ist langfristig gesehen davon belastet. Der WHO zufolge, können 80% aller Sehbeeinträchigungen vermieden oder behoben werden. Nichtsdestotrotz, steht in vielen Ländern das Thema Augengesundheit nicht ganz oben auf der Agenda. Im Hinblick auf die immer älter werdende Bevölkerung muss jedoch in Präventionsmassnahmen investiert werden. 

In einem am Weltdiabetestag 2016 im EU Parlament veröffentlichten, neuen Positionspapier „A lack of vision?“ stellten EFAB, ECV und EU-EYEi die 3 Kernthemen im Kampf gegen dauerhaften Sehverlust vor: Forschung und Entwicklung, Früherkennung und Diagnose, Zugang zu Behandlung und Versorgung. 

Diese drei Kernbereiche bilden die Grundlage für die wichtigste Aufgabe, nämlich die Öffentlichkeit darüber aufzuklären und stärker dafür zu sensibilisieren, dass regelmässige Augenuntersuchungen und Sehstärkenkontrollen entscheidend für die Gewährleistung der Augengesundheit sind. 

ECOO – aktiver Unterstützer der Augeninitiative

Als Mitglied von EFAB und ECV ist der Europäische Rat für Augenoptik und Optometrie (ECOO) ein aktiver Unterstützer dieser Initiative. Die Einbindung von AugenoptikerInnen und OptometristInnen in Aufklärungskampagnen, Screenings oder Forschungsprogrammen ist dabei von großer Bedeutung, da diese oft die erste Anlaufstelle für Personen sind, die an einer Sehbeeinträchtigung oder Augenerkrankung leiden. AugenoptikerInnen und OptometristInnen kennen die Bedürfnisse Ihrer KundInnen und wissen um die Schwachstellen des Systems. Sie können daher massgeblich zu einer Verbesserung beitragen. 

ECOO A lack of Vision
AugenoptikerInnen und OptometristInnen können massgeblich zur Verbesserung der Sehleistung beitragen

Das Positionspapier zeigt eine Reihe an Maßnahmen auf, die notwendig sind, um sich den Herausforderungen rund um das Thema Sehbeeinträchtigung und Sehverlust in Europa stellen zu können. Dazu zählt die Notwendigkeit, das Thema Augengesundheit und Sehen stärker in die EU-Förderprogramme im Bereich Gesundheit und Soziales einzubinden. Eine weitere Maßnahme besteht darin, die Öffentlichkeit stärker auf das Thema aufmerksam zu machen und klare Leitlinien zu schaffen, worunter der Zugang zu PatientInnen und eine enge Kooperation zwischen den Fachleuten fällt. 

Nichtsdestotrotz sind solche Maßnahmen nur dann sinnvoll, wenn sie umgesetzt werden und zu Ergebnissen führen. Konkrete Maßnahmen werden am besten auf nationaler Ebene getroffen, da hier eine enge Zusammenarbeit zwischen Berufsverbänden, Patientenorganisationen und Entscheidungsträgern im Gesundheitsbereich herrscht und somit das Thema Sehbeeinträchtigungen und Sehverlust in den Vordergrund gerückt werden kann. 

2017 wird sich der Europäische Rat für Augenoptik und Optometrie (ECOO) weiter darum bemühen, das Thema Augengesundheit und Sehen auf europäischer Ebene zu forcieren und eng mit seinen Mitgliedern sowie auf EU-Ebene mit den Stakeholdern zusammenarbeiten. Ein koordinierter Ansatz für alle Beteiligten in ganz Europa ist der Schlüssel zum Erfolg.

Die 3 Eckpfeiler des Positionspapiers „A lack of vision?“ 

Forschung und Entwicklung 

Es gab in den letzten Jahren große Fortschritte im Auffinden und Behandeln von Augenerkrankungen und Sehbeeinträchtigungen, wenn auch einige Krankheiten und Sehbedingungen bis dato noch nicht oder nur schwer behandelbar sind. Auf EU-Ebene wird das Thema Gesundheit als gesellschaftliche Herausforderung angesehen, daher werden im Rahmen des Forschungsprogramms Horizon 2020, Fördermittel in der Höhe von 29 Milliarden Euro in den Forschungsbereich Gesundheit investiert. Leider fließt nur ein geringer Anteil in den Bereich Augengesundheit. Um weitere Errungenschaften in diesem Bereich zu  erzielen, muss die EU in ihren nächsten Arbeits- und Forschungsprogrammen den Themenbereich Augengesundheit und Sehen mit anderen chronischen Erkrankungen und Beeinträchtigungen gleichstellen. 

Früherkennung und Diagnose 

Früherkennung, Diagnose und Behandlungsmaßnahmen hängen von zwei Faktoren ab: Erstens muss sich sowohl die allgemeine Bevölkerung als auch das im Gesundheitswesen tätige Fachpersonal dessen bewusst sein, dass es wichtig ist, gesunde Augen zu haben und regelmäßige Augenkontrollen dazu beitragen, diese zu bewahren. Zweitens müssen Strukturen geschaffen werden, die es ermöglichen, dass jeder Zugang zu regelmäßigen und guten Augenkontrollen hat. Es müssen verstärkt Aufklärungskampagnen gestartet werden die dabei helfen, das Thema «gesunde Augen» in den Vordergrund zu rücken. Augenkontrollen sollten routinemäßig bei Gesundenuntersuchungen durchgeführt werden, um so die Gefahr von Augenerkrankungen oder Sehverlust zu minimieren. 

Zugang zu Behandlung und Versorgung 

Jeder muss Zugang zu qualitativ hochwertigen Gesundheitsleistungen haben, unabhängig von der geografischen Lage, vom sozioökonomischen Status oder vom Alter einer Person. Allgemeinmediziner und Fachleute im Bereich Augenheilkunde, Optometrie und Augenoptik sollten sich zusammenschliessen, um so eine bestmögliche Versorgung der PatientInnen gewährleisten zu können. Bei Bedarf sollten diese dann weiter überwiesen werden, um unnötigen Sehverlust zu vermeiden.

Kontakt

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European Council of Optometry and Optics (ECOO)        
Secretary General

Rue de la Loi 227, bte 4
1040 Brussels
Belgien
Tel: +32 2 5800532
eMail: secretariat@ecoo.info
Web: www.ecoo.info

Bildrechte: „AugenoptikerInnen und OptometristInnen können massgeblich zur Verbesserung der Sehleistung beitragen“ 
©Barselona Dreams – Fotolia.com