Troubleshooting bei Gleitsichtgläser

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Troubleshooting bei Gleitsichtgläsern

Als Sonderdruck ist im Verlag vom „Der Augenoptiker“ das Heft „Troubleshooting bei Gleitsichtgläser, zufriedene Kunden sind keine Hexerei“ erschienen. Die ursprüngliche siebenteilige Serie von Markus Knopp bietet auf 40 Seiten eine Anleitung zum perfekten Reklamationsmanagement in diesem Bereich.

Gleitsichtbrillen stellen eine der augenoptischen Kernkompetenzen dar

Die Gleitsichtbrille ist ein zentraler Umsatzgenerator in der Augenoptik. Deren Verträglichkeit und die tatsächliche Zufriedenheit des Kunden hängt von vielen Umständen ab. Letztendlich trennt sich hier die Spreu vom Weizen – Augenoptiker und Optometristen sind in jedem Ausbildungslevel gut beraten sich mit diesbezüglichen Wissen möglichst tief auseinanderzusetzen.

Autor Markus Knopp hat sich bei seiner Arbeit Anleihen von bekannten Branchen-Persönlichkeiten wie Heinz Diepes, Dieter Kalder, Klaus Günther, Fritz Paßmann und einigen Experten aus der Industrie geholt. Ziel der Fibel ist es die Fehlerquote zu senken und die Qualität in der Anfertigung von Gleitsichtbrillen zu erhöhen.

Analytisch werden Fehlerfaktoren die in der Refraktion, beim Vorliegen von Phorien, Abweichungen in den Bereichen Vergenz- und Akkommodation nebst der Wirkung von Nahastigmatismen aufgearbeitet. Die Erläuterung des berühmten Satzes von Minkwitz, dem Wirkungsgradienten, Aspekte zum Inset und Flächenastigmatismen sind nur einige der Themenbereiche, welche im vorliegenden Heft erklärt werden. Auch die Schaukelbewegungen und die Eigenschaften „harter“ und „weicher“ Progressionen werden veranschaulicht.

Suboptimale oder fehlerhafte Gleitsichtbrillen aus Sicht der Träger/innen

Gut erklärt wird, was denn eigentlich passiert, wenn die Sphäre, die Zylinderstärke oder Achse in die Gleitsichtbrille nicht korrekt von der Vollkorrektion des Kunden übernommen wird. Dies betrifft logischerweise auch negative Auswirkungen bei Übernahme von Verordnungswerten Dritter, die nicht der Vollkorrektion entsprechen.

Stimmen die Refraktionswerte, so geht die Fehlersuche bei der Zentrierung weiter. Der Autor erklärt anschaulich die Auswirkungen einer fehlerhaften Horizontal- bzw. Höhenzentrierung und warum der HSA, die Verneigung und der Fassungsscheibenwinkel ebenfalls immer gemessen werden sollte.

„Der oder die Augenoptiker/in muss seine Messgeräte beherrschen – eine ungefähre Ahnung von der Materie alleine statt durchdringendes Wissen lässt zu viel Spielraum für Fehler“, resümiert Autor Knopp gegen Ende der Fibel. Dazu gehört auch, dass Werbeaussagen sich mit der erfüllbaren Erwartungshaltung der Kunden deckt. Komplettierend erfolgt auch diesbezüglich ein kleines Kapitel am Ende des vorliegenden Heftes.

Zusammenfassung

Der Preis von 14,90 Euro wird wohl recht rasch wieder eingespart sein, wenn man sich im Unternehmen dank der Fibel nur eine Gleitsichtbrillen-Reklamation erspart. Daher empfehlen wir die Fibel ohne Vorbehalte. Sie ist direkt beim Konradin Verlag unter nachfolgendem Link bestellbar.