Versorgung der Presbyopie mit Kontaktlinsen

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Purevision2 For Presbyopia und Biotrue ONEday for Presbyopia

Presbyopie-Kontaktlinsen besitzen ein enormes Marktpotenzial. So gut wie jeder über 45-Jährige braucht zum Lesen und für andere Tätigkeiten in der Nähe eine Korrektur. 70% der presbyopischen Kunden geben den Wunsch nach guter Sicht im Nah- und Fernbereich als Priorität für ihre Arbeit an, und 50% dieser Kunden geben an, dass sie Probleme mit ihrer Sicht im Nah- und Fernbereich bei der Arbeit haben [1]. Das ist nicht überraschend, wenn man bedenkt, dass Verbraucher 10+ Stunden am Tag vor Bildschirmen oder elektronische Geräten verbringen.

So einfach und erfolgreich wie nie zuvor

In den vergangenen Jahren war die Anpassung mit multifokalen Kontaktlinsen nicht wirklich einfach. Mal funktionierte das System, mal nicht. Man konnte sich vor einer Anpassung nie sicher sein, dass sie erfolgreich wird. Viele Kontaktlinsenanpasser halten sich aus diesem Grund auch heute noch zurück bei der Versorgung der Presbyopie mit Kontaktlinsen.

Was kann der Grund dafür sein, dass der Erfolg bei der Anpassung multifokaler Kontaktlinsen so unterschiedlich ist? Die Antwort könnte im Design dieser Linsen zu finden sein. Die Quantifizierung von Aberrationen höherer Ordnung, die verbleibende Akkommodationsfähigkeit und die Pupillengröße sind wichtige Komponenten für das Design einer multifokalen Kontaktlinse. Mit Hilfe dieser Informationen wurden individuelle Computer-Augenmodelle entwickelt, um die Sehschärfe für alle möglichen Kontaktlinsendesigns noch vor klinischen Tests vorherzusagen. Es besteht eine hohe Korrelation zwischen dem, was der Computer prognostizierte, und dem, was die Kunden tatsächlich sahen, wenn sie die multifokalen Kontaktlinsen in einer klinischen Umgebung trugen [2]. Das hohe Maß der Vorhersagbarkeit der Computermodelle bedeutet, dass mehr Designoptionen effizient im Computer erforscht werden können, bevor eine Linse produziert und klinisch getestet wird.

Konsistente Stärke von Kontaktlinse zu Kontaktlinse

Um den Anpaßprozess für die Kunden effizienter und weniger frustrierend zu machen, muss der Kontaktlinsenanpasser die optischen Eigenschaften einer multifokalen Kontaktlinse verstehen und ihren Zusammenhang für die Auswahl des besten multifokalen Designs erkennen. Ein Hartmann-Shack-Wellenfrontsensor mit hoher Auflösung ist in der Lage, mehr als 6.000 Einzelmessungen in den zentralen 6mm einer Kontaktlinse durchzuführen und ermöglicht so die bessere Charakterisierung optischer Designs. Aus diesen Messungen kann ein Profil erzeugt werden, wie sich die Stärke von der Mitte der Linse zur Peripherie des optischen Bereichs der Linse verändert. Hierbei handelt es sich um eine innovative und leistungsstarke Methode, mit der eine erfolgreiche und effiziente Anpassung multifokaler Kontaktlinsen ermöglicht wird. Diese Stärkenprofile geben Aufschluss über die Additions-Stärke, darüber, wo sich die auf dem Etikett angegebene Fern-Stärke auf der Linse befindet, und über jede Abweichung innerhalb des Profils in den verschiedenen Bereichen der optischen Zone. Diese Informationen können dann über die verschiedenen Sphärenstärken hinweg analysiert werden, die für jedes multifokale Design zur Verfügung stehen, um festzustellen, ob Konsistenz für den gesamten Stärkebereich vorliegt. Im Idealfall hat das Stärkenprofil über alle Stärken des verfügbaren Stärkebereiches hinweg exakt die gleiche Form. Ein konsistentes Stärkenprofil einer Linse kann sich nicht nur auf die Sehleistung in der Nähe, der Ferne und im Zwischenbereich auswirken, sondern auch auf das Anpassergebnis des Kontaktlinsenanpassers.

PureVision® Multi-Focal – High

PureVision Multifocal High

PureVision®2 for Presbyopia – High Add

PureVision2 for Presbyopia High

Abbildung 1
Vergleich der Stärkenprofile der PureVision Multi-Focal und PureVision®2 for Presbyopia. Die Stärkenprofile der PureVision Multi-Focal zeigen deutlich Toleranzen in den Fern- und Nahstärken. Bei der PureVision®2 for Presbyopia hingegen verlaufen die Stärkenprofile egal welche Fernstärke zu Grunde liegt gleichbleibend konsistent bis zu Nahstärke [3].

Eine Messung der Stärkenprofile hat gezeigt, dass das Design der PureVision®2 for Presbyopia eine konsistentere Stärke (für den Nah-, Fern- und Zwischenbereich) über die gesamte Bandbreite verfügbarer Dioptrien aufweist als der Vorgänger die PureVision® Multi-Focal [3]. Konsistente Stärkenprofile über den gesamten Stärkebereich hinweg sorgen dafür, dass der Kontaktlinsenanpasser ein vorhersagbareres Anpassergebins von Kunde zu Kunde oder auch beim gleichen Kunden mit veränderter Sehstärke erwarten kann – ungeachtet, welche Stärke auf dem Auge angepasst wird. Die PureVision®2 for Presbyopia und die Biotrue® ONEday for Presbyopia sind die ersten multifokalen Kontaktlinsen mit einem konsistenten Stärkenprofil über alle Linsenstärken hinweg.

Die PureVision®2 und Biotrue® ONEday for Presbyopia Kontaktlinsen für Ihre Kunden, für Ihr Geschäft

Diese sehr genaue Fertigung der PureVision®2 for Presbyopia und der Biotrue ONEday for Presbyopia lässt die multifokale Kontaktlinsenanpassung äußerst einfach und erfolgreich sein, denn bei diesen neuen Kontaktlinsen kann sich der Kontaktlinsenanpasser auf eine gute Sehleistung verlassen. Nutzen Sie jetzt dieses enorme Potential der Zielgruppe, Sie werden erfolgreich sein!

Für detaillierte Informationen kontaktieren Sie bitte Ihren Bausch + Lomb Außendienstmitarbeiter.

Bausch & Lomb

Quellen

[1] Kadence International. PureVision®2 for Presbyopia Multifocal Quantitative Testing. July 2012.

[2] Mohan N, Kingston A, Cox I. Designing Multifocal Contact Lenses using a Novel Through-Focus Image Quality Metric Highly Correlated with Clinical Visual Acuity. Paper presented at: Poster presented at Association for Research in Vision and Ophthalmology conference May 5-9, 20132013; Seattle, Washington.

[3] Die Analyse basiert auf  Hartmann-Shack-Wellenfrontmessungen zur Bestimmung der Linsenstärke über die verschiedenen Linsenbereiche hinweg. Es wurden mehr als 6.000 Einzelmessungen in den zentralen 6 mm einer Kontaktlinse vorgenommen, wobei lokale Stärkemessungen als Funktion des radialen Abstands von der Linsenmitte dargestellt wurden.