Dreimal Digitalisierung, einmal Weltneuheit: „Bisher pariert die Optik die Angriffe sehr gut“

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Dreimal Digitalisierung, einmal Weltneuheit: „Bisher pariert die Optik die Angriffe sehr gut“

Alles dreht sich um die Digitalisierung. Auch in der Augenoptik und der Hörakustik. Wie es gelingen soll, Themen wie digitale Optometrie, digitale Prozessoptimierung und digitale Integration mit dem Anspruch, Software für Menschen und zum Nutzen von Menschen zu entwickeln und anzuwenden, erklärten IPRO-Geschäftsführer Martin Himmelsbach und sein Team drei Tage lang auf der opti 2019. In konzentrierter Form bekamen es die Journalisten beim traditionellen Pressegespräch zu hören.

Martin Himmelsbach sieht die aktuelle Entwicklung, einschließlich der Aktivitäten zur Digitalisierung, die er selbst in nicht unerheblichem Maß mit vorangetrieben hat, durchaus optimistisch. „Wir lesen und hören täglich, dass die Digitalisierung viele Bereiche unseres Lebens verändert und ganze Berufsstände wegrationalisiert. Und es stimmt ja: Manche Berufe, zum Beispiel die Schriftsetzer, gibt es schon nicht mehr. Auch die Augenoptiker sehen, dass die Digitalisierung aus allen Ecken gekrochen kommt und längst wird prophezeit, die Refraktion werde bald nur noch von Maschinen durchgeführt. Doch bisher pariert die Optik die Angriffe sehr gut.“ Wie immer in Umbruchphasen entstünden neue „Player“. Und Entwicklungen wie die, dass sich der Optiker-Akustiker europaweit durchzusetzen begonnen habe, müssten nicht von Nachteil sein.

Optometrie, Prozesse, Integration

Im Bereich der digitalen Optometrie sieht Himmelsbach IPRO auf einem sehr guten Weg, zumal man zum „Produkt des Jahrzehnts“ erneut eine richtungsweisende Innovation vorstellen konnte: Für die Erlebnisrefraktion PASKAL 3D, die mittlerweile in über zweitausend Betrieben eingesetzt wird, gibt es jetzt eine von vielen Anwendern ersehnte Ergänzung. Die Präsentation des Nahsehtests PASKAL N zog die Besucher wieder einmal „magnetisch“ an. Für die neue Nahsehprobe werden Tablets genutzt, um den maximalen Akkommodationserfolg und die ideale Leseentfernung zu ermitteln.

Darüber hinaus trägt IPRO der zunehmenden Dominanz automatischer Messgeräte und Internetapplikationen für die Refraktion Rechnung und unterstützt Optiker und Akustiker mit Lösungen wie der Online-Terminvereinbarung mit QR-Code, der digitalen Vernetzung von Geräten, neuen Versionen der Module für Kundenanalyse und Augencheck (mit Erinnerungsmanagement für Augenscreening und Augengesundheitscheck).

„Wir haben aber auch Kunden, die sagen, die Optometrie interessiert uns weniger, wir wollen digitale Prozessoptimierung, wir wollen in erster Linie Zeit sparen“, erklärt Himmelsbach. Als aktuellen Schwerpunkt nennt er die Fassungslogistik, die bereits 14 der wichtigsten Fassungslieferanten eingebunden hat. Das Spektrum reiche vom „einfachen“ elektronischen Lieferschein bis zur vollständigen Integration des Luxottica-Programms NOOS (Never out of Stock), das stets ein paar Dutzend Fassungen prominent präsentiert und jeden Verkauf umgehend ersetzt. Auch mit der neuen winIPRO Terminvereinbarung per Internet sei ein Volltreffer gelungen. „Im gesamten Bereich der Prozesse sind wir ja schon lange gut aufgestellt, für Gläser haben wir seit Jahrzehnten realisiert, was als eine wesentliche Bedingung für die Industrie 4.0 gilt, nämlich den Switch vom Massenprodukt zum individuellen Produkt, Losgröße 1“, so Himmelsbach weiter. „Nun folgt die Digitalisierung des Fassungseinkaufs und bald wohl auch der Fassungsproduktion per 3D-Druck.“

Als dritter Bereich gewinne die digitale Integration von unterschiedlichen Geschäftsbereichen – Optik, Akustik, Schmuck, Foto und anderen Handelswaren, auch über mehrere Geschäfte hinweg – über die gemeinsame Datenbank immer mehr an Bedeutung.

Weltneuheit MyEyeTrainer

Als Weltneuheit, auf die man bei IPRO große Hoffnungen setzt, stellte Stefanie Wöhrle der Presse und dem Messepublikum die neue  Applikation MyEyeTrainer vor. An dieser kompletten Organisationslösung zum Einstieg ins Visualtraining hat die Augenoptikermeisterin, Heilpraktikerin und IPRO-Expertin für Visualtraining fast ein Jahr lang gearbeitet. Noch sei die Funktionaloptometrie in Deutschland eine Nische, so Wöhrle, in vielen Ländern, spiele sie aber längst eine wichtige Rolle. „In den angelsächsischen Ländern haben sich die Kollegen mit dem Visualtraining mit großem Erfolg ein ganz neues Geschäftsmodell erarbeitet.“ Auch dieses Thema sei geeignet, eine besondere Fachkompetenz zu vermitteln, die Angebote aus dem Internet niemals ersetzen könnten. „Die Digitalisierung hilft dem Optiker, Trainingspläne zu erstellen und vorzuhalten, solche Trainingspläne habe ich in einer Datenbank gesammelt, nach der visuellen Analyse bekommt der Kunde geeignete Pläne zum Sehtraining für zu Hause vorgeschlagen, um täglich fünf bis zehn Minuten zu üben.“ Zielgruppengerecht gibt es spezielle Trainingseinheiten für Kinder oder für Erwachsene. „Von diesem Modul kann jeder profitieren, der visuellen Stress hat, wie z. B. die 60 Prozent der Bevölkerung, die am Bildschirm arbeiten.“ Der Augenoptiker braucht dafür lediglich einen Internetbrowser, denn MyEyeTrainer ist Cloud-basiert.

Neben allen fachlichen Informationen und Expertenmeinungen erfreute sich das IPRO-Gewinnspiel einer großen Nachfrage. Freilich waren sowohl die Zahl der Preise als auch deren Qualität ungewöhnlich attraktiv. Den Hauptgewinn – einen Bluetooth-Lautsprecher BEOLIT 17 von Bang & Olufsen – gewann Wolfram Legner, Geschäftsführer von Optik Bareis aus Stuttgart. Insgesamt wurden zwölf Preise gezogen.

Abschied und Wiedersehen im IPRO Team

Mit der opti 2019 verabschiedete sich Marion Götz, die das IPRO-Marketing zwei Jahrzehnte lang geprägt hat, von Besuchern und Kollegen mit einem von ihrem Mann eigens gebrauten „India-Pale-Ale-Craft-Beer“. In ihrem neuen Leben auf der griechischen Insel Lefkada, wollen die beiden demnächst eine eigene Brauerei aufmachen. Wiederkommen will dagegen die Schweizerin Sandra Stucki, die seit Jahren die IPRO-Gäste mit dem mutmaßlich besten Cappuccino auf der Messe bewirtet und inzwischen auch noch Expertin für die chinesische Teezeremonie Gong Fu Cha geworden ist.

„Wir haben auf dieser opti wieder gezeigt, dass wir auf dem Weg in die Digitalisierung die richtigen Begleiter, Freunde und Experten sind“, fasst Martin Himmelsbach zusammen. „Ich freue mich, dass diese Nachricht verstanden wurde und viele Nutzer anderer EDV-Systeme mit uns über ihre digitale Zukunft gesprochen haben.“

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IPRO-Berater Österreich 
Niklas Thiede
IPRO-Berater Österreich
Niklas Thiede

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A-1120 Wien
T: +43 676 9622227
E: n.thiede@ipro.eu

Roland Wolfsfellner
IPRO-Berater Bayern, Tirol und Vorarlberg
Roland Wolfsfellner
Pf.-Holzapfel-Straße 40
D-93336 Altmannstein-Mendorf
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IPRO-Berater Bayern, Tirol und Vorarlberg
Patrick Mullin
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