Kuratorium für Verkehrssicherheit empfiehlt freiwillige Sehtests

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Das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) weist in einer Aussendung auf das mangelhafte Sehen mancher Autofahrer hin. Nicht jeder fehlsichtige Österreicher setzt im Auto eine Brille auf. Die Betonung liegt hier auf jeder. „Oft sind es Männer, die schlicht und einfach zu eitel oder zu nachlässig sind, um einen Sehbehelf zu verwenden. Auch wenn es paradox klingt, Frauen sind diesbezüglich weit weniger eitel“, so das KfV.Fehlsichtige AutofahrerInnen, die ohne Sehbehelf unterwegs sind tragen nicht nur ein größeres Risiko, sondern werden – sofern die Fehlsichtigkeit im Führerschein eingetragen ist – zur Kasse gebeten. Bis zu 2.180 Euro, den dreimonatigen Entzug des rosa Papiers und den Verlust des Versicherungsschutzes kann diese „Vergesslichkeit“ zur Zeit kosten.

Laut der Aussendung des Kuratoriums für Verkehrssicherheit leiden rund 10 Prozent der Österreicher unter Sehleistungsmängeln. Nicht alle dieser Autolenker haben aber einen diesbezüglichen Führerschein-Eintrag. „Das Auge ist das zentrale Instrument des Autofahrers, nicht der Gasfuß. Daher sind immer wiederkehrende gesundheitliche Kontrollen wichtig. 97 Prozent der Unfälle passieren schließlich durch menschliches Versagen, unter anderem ausgelöst durch Fehlsichtigkeit oder Krankheiten“, weiß Dr. Othmar Thann, Direktor des Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV). Sehschärfe erhöhe zudem den Fahrtkomfort maßgeblich, so Thann.

Augenkontrolle für mehr Verkehrssicherheit

„Die rechtliche Seite ist dabei auch zu berücksichtigen. Fest steht, dass fehlsichtige AutofahrerInnen bei einem Unfall ohne Brille oder Kontaktlinsen neben den zivilrechtlichen auch die strafrechtlichen Konsequenzen tragen müssen. Wer schlecht sieht, aber keinen Führerscheineintrag hat und ohne Brille im Auto unterwegs ist stellt eine Gefährdung für die Verkehrssicherheit dar“, so Mag. Armin Kaltenegger, Leiter der KfV-Rechtsabteilung. Das KfV empfiehlt daher freiwillige Sehtests – zur eigenen Sicherheit im Straßenverkehr.

Die österreichischen Fachoptiker bieten deshalb den Autolenkern Sehtests an. Die augenoptische Internetplattform Optiker Online empfiehlt einen jährlichen Check der Sehschärfe. Konsumenten finden ihren nächsten Fachoptiker in der Datenbank der Fachoptiker, erreichbar im Internet unter www.optiker.at/datenbank. Konsumenten finden zudem eine Info über die Meldung des KfV unter „Infos über Brillen und Kontaktlinsen“ auf der www.optiker.at.