Mehr Umsätze mit Imagebringer Schaufenster und Optiker-Check

„Das Schaufenster ist Image bildend für den Augenoptiker“, betont .Manfred Mühlberg. „Vom Schaufenster kann man auf die Qualität des Geschäftes schließen. Zudem soll es Lust machen, hereinzukommen. Also muss es entsprechende Anreize, Inspirationen und Eindrücke bieten.“ Weniger sei dabei oft mehr, meint der Experte. 15 Sekunden müssten reichen, um das Fenster als Ganzes zu erfassen. „Überladene Schaufenster vermitteln höchstens Unruhe und Chaos“, kritisiert er einen der häufigsten Fehler. „Das Auge braucht auch Zeit zum Ausruhen. Wenn das Schaufenster in ein ‚Suchspiel‘ ausartet, hat es seinen Zweck verfehlt.“

Wie eine Theaterbühne

Wie aber dekoriert man die Ware, um so attraktiv auf Passanten zu wirken? Wichtig sei erst einmal die gedankliche Vorarbeit, eine tragende Idee, ein roter Faden der Gestaltung, erklärt Manfred Mühlberg. "Der Augenoptiker muss sich zum Beispiel fragen: Welche Events oder jahreszeitlichen Anlässe kann ich für mein Schaufenster aufgreifen? Welche visuellen Trends aus Mode, Design geben einen packenden Blickfang her?" Diese Trends könne man bei der Gestaltung des Fensters zitieren, um die Wirkung der Brillen zu verstärken.

Wie eine Theaterbühne müsse das Schaufenster inszeniert werden, mit Bühnenbild, Licht und Schauspielern – der Ware. Dann würde auch die "AIDA"-Formel funktionieren: Attention, Interest, Desire, Action, sprich: Aufmerksamkeit gewinnen, Interesse erzielen und Wünsche wecken, denen die Kaufhandlung folgt. Beispielsweise könne man ein Schaufenster im Retrodesign der 70er-Jahre gestalten – mit alten Fotos und Accessoires aus der Flower-Power-Zeit. Oder man greift Trendfarben der aktuellen Mode auf, bespannt den Untergrund mit Stoff in Pink und Lila oder einem aktuellen Material wie Filz. "Damit wirkt das Schaufenster up-to-date und gibt dem Kunde die Assoziation, dass er hier auch die topaktuelle Ware bekommt", ist Manfred Mühlberg überzeugt.

Neben kreativen Ideen sind Grundkenntnisse über das Know-how für die Schaufenstergestaltung unabdingbar, weiß er. "Am besten ist es, einen Mitarbeiter schulen zu lassen und ihm langfristig die Aufgabe der Schaufensterdekoration zu übertragen. Denn das ist keine Aufgabe, die man mal eben zwischendurch erledigen kann." Grundlage sei vielmehr eine Jahresplanung, zu der neben der Konzeption auch die rechtzeitige Bestellung von Stoffen und Dekomaterial gehöre. Schon im Sommer müsse man zum Beispiel an Weihnachten denken. Das Deko-Konzept solle zudem ganzheitlich sein, dem Corporate Design des Geschäftes entsprechen und sich sowohl im Laden selbst als auch in der Werbung und Anzeigengestaltung fortsetzen. "Damit erreicht man einen hohen Wiedererkennungswert beim Kunden.

Keine Langeweile

Und wie oft sollte man ein Schaufenster neu dekorieren? Hier lässt Manfred Mühlberg keine Kompromisse gelten: "Alle sechs Wochen muss eine neue Gestaltung sein. Ausgebleichte, staubige Untergründe sind eine Todsünde. Brille ist Mode und darf durch ein schmutziges Umfeld nicht entwertet werden." Zudem dürfe keine Langeweile aufkommen, es müsse immer wieder ein neuer Aha-Effekt erzielt werden. Für frischen Wind könnte beispielsweise die Zusammenarbeit mit Künstlern sorgen, die ihre Werke im gestalterischen Zusammenhang mit Schmuck und Uhren im Schaufenster präsentieren – zugleich eine kundenbindende Aktion. "Oder der Augenoptiker kooperiert mit Boutiquen in der Nachbarschaft, bezieht Mode, Taschen oder sogar Schuhe in die Schaufensterdekoration ein", regt Manfred Mühlberg an. Auf keinen Fall dürfe ein Augenoptiker am Schaufenster sparen, weil er damit die Botschaft vermittle "Mir geht es schlecht". Dann würden die Kunden garantiert ausbleiben.

Der Optiker-Check

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Optiker-Check

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