Meisterprüfung ist auf NQR Level 6

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Meister NQR Level 6

Der Nationale Qualifikationsrahmen NQR basiert auf dem Europäischen Qualifikationsrahmen (EQR) und vergleicht zwischen den verschiedenen Qualifikationssystemen und deren Niveaus für alle Bildungsbereiche. Aktuell wurde die Meisterprüfung dem NQR-Level 6 zugeordnet. Die österreichische Meisterprüfung ist demnach in der gleichen Stufe wie ein akademischer Bachelor-Abschluss.

„Der Meister steht für geprüfte Qualität und handwerkliche Qualifikation. Endlich gibt es eine offizielle Anerkennung dieser Leistung durch die NQR-Zuordnung des Meisters auf Level 6“, so Renate Scheichelbauer-Schuster, Bundesspartenobfrau der Bundessparte Gewerbe und Handwerk in einer aktuellen Presseaussendung der Wirtschaftskammer Österreich.

Der NQR fußt auf einer Empfehlung der EU mit dem Ziel einen Europäischen Qualifikationsrahmen zu errichten. Das Gewerbe und Handwerk unterstützt diese Entwicklung, da nunmehr bestätigt wird, dass die berufsbezogene Qualifikation genauso viel Wert wie die akademische hat.

„Wichtig dabei ist allerdings auch, dass sich aus dieser Gleichwertigkeit kein Missverständnis oder gar ein Anspruch auf Gleichartigkeit ergibt. Ein Meisterabschluss bleibt morgen weiterhin ein Meisterabschluss und ein Bachelor-Abschluss ein Bachelor-Abschluss“, stellt Renate Scheichelbauer-Schuster in der Aussendung klar.

Die gewerblichen Gesundheitsberufe setzen auf meisterliche Kompetenz

„Diese Zuordnung bringt national, wie in Europa den Wert des Meisters im Speziellen und von handwerklichem Können im Allgemeinen zum Ausdruck“, ergänzt Renate Scheichelbauer-Schuster. „Meisterprüfungen belegen höchste fachliche Exzellenz sowie die Fähigkeit, ein Unternehmen zu gründen, es zu führen und Lehrlinge auszubilden. Österreich ist das Land der Meister. Mit der nun erfolgten Einstufung im NQR findet die Meisterprüfung den ihr zustehenden Platz in der heimischen Aus- und Weiterbildungslandschaft und bildet damit auch jenen Stellenwert ab, den sie in der Wirtschaft und am Arbeitsmarkt schon immer hatte. So ist mit dieser Entscheidung heute auch ein guter Tag für die Fachkräftesicherung von morgen“, resümiert Scheichelbauer-Schuster.