Vorstellung der Vorträge – Teil 4 – vom OHI Update 2019

Vorstellung der Vorträge – Teil 4 – vom OHI Update 2019

Fortbildung ist das A und O um seine Kompetenzen und den eigenen Marktwert zu steigern. Nutzen Sie die Tagung OHI UPDATE am Samstag, den 15. Juni 2019 und profitieren Sie von den Inhalten. Und für die ersten 15 Kolleginnen und Kollegen, die auf diesen Artikel mit einer Anmeldung reagieren, hat die OHI nochmals einen 50% Rabatt Gutschein im Warenkorb hinterlegt.

Zudem erwarten Sie 30 Aussteller bei der begleitenden Industrieausstellung, ein ausgezeichnetes Buffet und ein abendlicher Ausklang bei Weinverkostung mit Kolleginnen und Kollegen.

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In diesem Beitrag werden zwei weitere der acht Vorträge vorgestellt. Einen vom Augenoptik und einem vom Hörakustik Saal. Infos zu allen acht Vorträgen beim OHI UPDATE 2019 finden Sie auf www.ohi.at/update.

4. Vortrag im Augenoptik-Saal
Licht und Organismus

„In den letzten Jahrzehnten erlebten wir drastische Veränderungen in unserem Lebensstil. Uns umgibt immer mehr und helleres Licht überall – hellere und mehr zum kurzwelligen Bereich hin tendierende Lichtquellen, welche die Nacht zum Tag machen“, betont Prof. Dr. med. Richard H.W. Funk. Immer häufiger verwenden wir Bildschirme von Computern, Tablets, Smartphones und TV. Die künstlichen Lichtquellen sind dabei häufig Leuchtstofflampen, LEDs und OLEDs.

Prof. Dr. med. Richard H.W. Funk

Im Normalfall filtert der optische Weg des Auges (Hornhaut, Linse und Glaskörper) Wellenlängen kürzer als UV-Licht. Jedoch Licht mit längeren Wellenlängen als rund 400 nm (violett bis blau – bei Kindern sogar noch kürzer) kann direkt die Netzhaut treffen. Und diese Teile des Lichtspektrums können bei sehr hohen Dosen akute – häufiger als unterschwellige Dosen dann chronische Schäden an der Netzhaut hervorrufen. Dies liegt an der höheren physikalischen Energie, die kurzwellige Wellenlängen haben, relativ zur Empfindlichkeit der Photorezeptoren. Dadurch werden physiko-chemische Reaktionen wie Radikalbildung – vor allem durch reaktive Sauerstoffspezies (ROS) hervorgerufen. Vor allem gilt das für die Außenglieder der Photorezeptoren, dort wo der Sehtransduktionsprozess abläuft. Später trifft es die Schicht direkt außerhalb der Photorezeptoren, das retinale Pigmentepithel (RPE). Der primäre Schaden beginnt bei den Photorezeptoren innerhalb der Mitochondrien, den Fotopigmenten innerhalb der Membranen der Außenglieder. Daraufhin kommt es zu sekundären oxidativen Reaktionen innerhalb der Proteine, Lipide und Nukleinsäuren. Dies führt zu einer „tertiären“ Anhäufung von Abfallprodukten wie Lipofuszin im RPE. Diese tertiären Produkte im RPE behindern dann Diffusionswege für Sauerstoff und damit die Ernährung der äußeren Zellen der Netzhaut. Dies führt schließlich zu Degeneration, Entzündung und Zelltod bzw. es sprießen neue Gefäße in die zarte Architektur der Netzhautschichten. Das führt letztlich zur gesteigerten Reduktion der Sehfähigkeit wie bei der feuchten Version der altersbedingten Makuladegeneration – AMD.

Relativ zur Empfindlichkeit der Netzhaut heißt, dass die gleiche Lichtintensität, die tagsüber bei der auf Helligkeit adaptierten Netzhaut keinerlei Problem darstellt in den Abend- und Nachtstunden wesentlich mehr Radikale produzieren kann, da viel mehr Sehfarbstoff als Adaptation an die Dämmerung und Dunkelheit in den Außengliedern vorliegt. Außerdem wird durch retinale Ganglienzellen die abends einsetzende Freisetzung des Hormons Melatonin behindert. Da nun Melatonin sehr wichtig ist für unseren Schlaf, Erholung und Regeneration wirkt sich das dann doppelt schädlich auf unsere Gesundheit aus. Die teilweise noch unerforschte positive Wirkung von rotem und infrarotem Licht auf die Netzhaut wird diskutiert.

4. Vortrag im Hörakustik-Saal
Hörtherapie und Hörtraining im Alltag

Der Freiburger Einsilbertest ist ein normiertes Standardverfahren in der HNO-Diagnostik und in der Hörgeräteanpassung in Deutschland. Seit den 1980er Jahre ist er in der Kritik bezüglich der Aussprache, des verwendeten Sprachmaterials, der phonemischen und perzeptiven Ausgewogenheit. Verschiedene Studien untersuchten den Freiburger Einsilbertest. Bedingt durch das unterschiedliche Studiendesign (Auswahl der Probanden, Kopfhörermessungen, Freifeldmessungen, Darbietungspegel, Listenauswahl) ergaben sich unterschiedliche Ergebnisse. DIN EN ISO 8253-3 (2012) befasst sich mit der Evaluierung und Validierung von Sprachtests in Ruhe und im Störgeräusch. Ziel dieser Norm ist die Sicherstellung von Mindestanforderungen hinsichtlich Genauigkeit und Vergleichbarkeit von Sprachtestergebnissen.

Da nicht alle normativen Vorgaben der vorangegangenen Studien mit dem Freiburger Einsilbertest erfüllt wurden, erfolgt eine systematische Analyse des Freiburger Einsilbertests nach DIN EN ISO 8253-3 (2012). Der Vortrag von Alexandra Winkler, MSc umfasst diese Analysen hinsichtlich technischer Parameter, phonemischer und perzeptiver Ausgewogenheit, Test-Retest Reliabilität, des Einflusses des Störgeräuschs auf das Einsilberverstehen und der Erstellung der noch fehlenden Bezugskurve für den Freiburger Einsilbertest im Störgeräusch. Die vorgestellten Ergebnisse werden mit Literaturdaten verglichen.

Alexandra Winkler, MSc

Alexandra Winkler, MSc studierte nach erfolgreicher Ausbildung zur Hörgeräteakustikerin Hörtechnik und Audiologie an der Jade Hochschule und an der Carl von Ossietzky Universität in Oldenburg. Abgeschlossen hat sie die Studiengänge mit dem Diplom und Master. Seit 2009 ist sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Hörtechnik und Audiologie tätig mit den Forschungsschwerpunkten Hörgerätemesstechnik und audiologischen Studien. Seit 2014 promoviert sie zum Thema: „Validierung von Hörgeräteanpassungen mit Sprachtestverfahren im Labor und Alltag“ im Rahmen des Promotionsprogramms Jade2Pro der Jade Hochschule in Oldenburg.

Der Samstag 15. Juni 2019 ist ein besonderer Fortbildungs- und Branchen-Tag in Österreich. Am besten jetzt gleich auf www.ohi.at/update anmelden und im Warenkorb den Gutschein „newsletter“ eingeben.

Fortbildungspunkte werden von der österreichischen Bundesinnung, dem SBAO, dem ZVA und dem GOC vergeben. Die Anreise ist mit der AUA -15% vergünstigt. Wir bedanken uns für die Kooperation, Teilnahme und Unterstützung bei nachfolgenden, alphabetisch gelisteten Unternehmen.

OHI Update 2019 Industrieausstellung

 

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