Am 29. März 2006 haben die Österreicher eine weitere Chance auf die Beobachtung einer partiellen Sonnenfinsterniss. Nachdem die letzte Sonnenfinsternis im Oktober 2005 buchstäblich ins Wasser gefallen ist (dunkle Wolken versperrten den Blick auf das Himmelsspektakel) hoffen alle astronomisch Begeisterten auf gutes Wetter am 29. März. In Ostösterreich wird die Sonne immerhin zu 45 Prozent bedeckt sein, im Westen Österreichs ist das Naturereignis immerhin noch zu 35 Prozent sichtbar.
Die partielle Sonnenfinsternis wird ihren Höhepunkt knapp nach Mittag haben. In Österreich wird die Sonnenfinsternis je nach Bundesland etwa um 11:45 beginnen und um 12:40 ihren Höhepunkt erreicht haben. Gegen 14:00 wird der Mond die Sonne wieder komplett freigeben.
Die Zone der totalen Sonnenfinsternis nimmt ihren Beginn im Nordosten Brasiliens, läuft über den Atlantik und erreicht Afrika an der Elfenbeinküste in Ghana. Die maximale Verfinsterung wird im Süden Lybiens mit knapp über 4 Minuten stattfinden. Der Mond bedeckt die Sonne dort zu 105 Prozent. Es handelt sich also um eine totale Sonnenfinsternis.
Wo man am besten die Sonnenfinsternis beobachtet
Ideal zu beobachten wäre die Sonnenfinsternis im türkischen Antalya. Dort wird der Mond die Sonne komplett verdecken. Neben der Türkei könnte man auch nach Libyen zu einer Sonnenfinsternis-Reise aufbrechen. Das Land gilt mittlerweile als politisch stabil und touristisch teilerschlossen. Mit Ausnahme von Ghana und Benin im Westen und Lybien im Norden sind in allen Ländern Afrikas über die der Kernschatten eilt Sicherheitsprobleme zu beachten, die eine Sofi-Reise wahrscheinlich nicht wert sind.
Will man in Österreich bleiben, so gilt dieses mal die Regel: am meisten sieht man in Ostösterreich mit 45 Prozent Bedeckung.

Verlauf über Europa, Nordafrika und dem Osten
Der Mond wird sich in Österreich zu Beginn im unteren rechten Quadranten vor die Sonne schieben und einen Halbkreis zum oberen linken Quandranten vollziehen.
Partielle Sonnenfinsternis – wie sie in Österreich zu sehen sein wird
Die Fachoptiker werden wieder Aufklärungsarbeit leisten müssen
Eine Beobachtung mit dem ungeschützten Auge kann zu irreversiblen Augenschäden – im schlimmsten Fall zur Erblindung führen. Instrumente wie Feldstecher verstärken die Sonnenenergie. Dies führt in Folge zu noch stärkeren Netzhautschäden. Das Betrachten der Sonnenfinsternis benötigt deshalb eine spezielle Sonnenfinsternisbrille, wie Sie von den meisten Kollegen 1999 verkauft wurden. Rußgeschwärzte Gläser, Filmnegativstreifen, mehrere übereinandergelegte Sonnenbrillen, Rettungsdecken oder ähnliche Hilfsmittel sind zum Schutz der Augen ungeeignet!

Ohne spezieller Schutzbrille ist die Beobachtung der Sonnenfinsternis
eine Gefährdung für das Augenlicht



