Positive Exportzahlen der italienischen Brillenindustrie

Am 15. Dezember 2022 fand im Brillenmuseum von Pieve di Cadore die Generalversammlung des ANFAO – dem Italienischen Verband der Hersteller optischer Produkte – statt, um eine Bilanz der Leistungen der Brillenindustrie zu ziehen und die Prognosen für die kommenden Monate in Italien und auf internationaler Ebene zu überprüfen.

Mit dem allmählichen Abflauen der Covid-19-Pandemie und der Lockerung der Beschränkungen waren die Erwartungen weltweit eher positiv. Doch die Realität, die sich Anfang 2022 abzeichnete erwies sich als weitaus problematischer, so dass einige Analysten die aktuelle Situation als „neue Ära des Chaos“ bezeichneten. Dieser Kontext ist stark von immer schnellerem Wandel, politischer und medialer Polarisierung, Lieferkettenproblemen, Inflation, Schulden und geopolitischen Konflikten geprägt.

Die drei vorherrschenden Aspekte, die sich auf das aktuelle Szenario auswirken, sind einerseits der Krieg in der Ukraine, der sich aufgrund der anhaltenden Unterbrechungen in der Lieferkette auf den Wirtschaftssektor auswirkt. Zum anderen ein verändertes Verbrauchervertrauen, das die Ausgabengewohnheiten verändern und die Unternehmen zwingen wird, neue Prognosemodelle einzuführen, um mit der Unsicherheit des Marktes fertig zu werden. Und nicht zuletzt sind der starke Anstieg der Lebenshaltungskosten und die steigende Inflation, die sich in allen Ländern der Welt abzeichnet ein Thema.

Allein in den Vereinigten Staaten hat sich die Inflation in den letzten zwei Jahren fast vervierfacht, und im Vereinigten Königreich hat sie ein 40-Jahres-Hoch erreicht. Nach Angaben des Internationalen Währungsfonds wird die weltweite Inflation in diesem Jahr voraussichtlich einen Höchststand von 9,5% erreichen, bevor sie sich bis 2024 auf 4,1% abschwächt. Und schließlich die neue Ära der Angst: Von Klimasorgen bis hin zu politischen Stressfaktoren beeinflusst die Angst die Einstellung und das Verhalten der Verbraucher in einem rezessiven Markt.

„All dies erfordert, dass wir äußerst vorsichtig sind und langfristig denken“, erklärt Giovanni Vitaloni.

VitaloniGiovanni Vitaloni zu den italienischen Brillenexporten

„Unser Sektor entwickelt sich gut. Er befindet sich im Aufschwung und wir erwarten, dass wir das Jahr mit einem Plus abschließen werden. Die gestiegenen Rohstoffkosten, die Energiekrise, die galoppierende Inflation und die instabile geopolitische Lage mahnen zu äußerster Vorsicht und dazu, die künftigen Prognosen genau im Auge zu behalten. Der Anstieg der Versorgungs- und Betriebskosten könnte in den kommenden Monaten ohne Stützungsmaßnahmen den laufenden Betrieb vieler Industrieunternehmen gefährden, insbesondere der KMU, die weniger gut darauf vorbereitet sind, neue Preissteigerungen bei Rohstoffen, Versand, Logistik, Verpackung usw. aufzufangen. Wir werden die Ärmel hochkrempeln müssen, um niemanden auf dem Weg zum Fortschritt zurückzulassen. Um diesen Geist zu schüren, sind Zusammenarbeit und Kooperation erforderlich, an denen es in der Brillenindustrie gewiss nicht mangelt, sowie ein umfassender Interventionsplan unserer Regierung“, so Vialoni.

Exporte der italienischen Brillenindustrie

In den ersten acht Monaten des Jahres 2022 hat die italienische Brillenindustrie ein starkes Ergebnis erzielt, vor allem im Hinblick auf die Exporte, die etwa 90% der Gesamtproduktion des Sektors ausmachen. Die ANFAO-Daten für den Zeitraum von Januar bis August zeigen einen Anstieg von 22,4% gegenüber dem gleichen Zeitraum im Jahr 2021 und einen Gesamtwert von 3,231 Milliarden Euro.

Betrachtet man die monatliche Entwicklung der Exporte in den ersten acht Monaten des Jahres 2022, so folgt der Trend dem der Vorjahre mit konstantem Wachstum und einer wichtigen Spitze im März, die deutlich über der bisherigen Leistung der Branche im Jahr 2019 liegt.

Statistik Brillenexporte

Die Ausfuhren nach geografischen Gebieten erholen sich alle im Vergleich zu 2021. Die wichtigsten Zahlen sind die wertmäßigen Ergebnisse, die Europa (50,8%), Amerika (35%) und Asien (12,6%) im selben Zeitraum im Jahr 2021 erzielen.

Die Ausfuhren nach geografischen Gebieten

Die Analyse der einzelnen Länder zeigt, dass die Daten zu den Ausfuhren nach Amerika fast ausschließlich den Vereinigten Staaten zuzuordnen sind, während die Spitzenreiter in Europa Frankreich, Deutschland und Spanien sind.

Die Analyse der einzelnen Länder

Vorschau auf das Gesamtentwicklung 2022

Für das Jahresende 2022 prognostiziert ANFAO ein Gesamtwachstum der Exporte von 12 bis 14% und einen Anstieg der Produktion um 8-10% gegenüber dem Vorjahr. Der Inlandsmarkt hingegen bleibt im Vergleich zu 2021 (Wachstumsprognose zwischen +0,5% und +1%) und zu den Arbeitsplätzen (zwischen -1% und +1%) stabil.

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