Seminarbericht: Die Bedeutung der Omega Fettsäuren für Körper und Auge

Die Landesinnung der Gesundheitsberufe Kärnten lud letzte Woche zum Fachvortrag zur Bedeutung der Omega Fettsäuren für Körper und Auge ein. Referentin Dr. Elisabeth Gigerl vermittelte den anwesenden AugenoptikerInnen die positiven Aspekte dieser für uns so wichtigen Stoffen im Bezug auf Ernährung und Wirkung. Dr. Gigerl veranschaulichte in diesem Zusammenhang die Auswirkungen diese Fette auf die Augen und erklärte mögliche Mangelerscheinungen.

 

Frau Dr. Giegerl startete ihren Vortrag mit einem Exkurs über die generelle Notwendigkeit von Omega 3 und Omega 6 Fettsäuren für unseren Körper und beschrieb dabei die entscheidenden Funktionen, welche zur Bildung von z.B. Prostaglandinen notwendig sind. So sind diese unter anderem für eine Vielzahl von Abläufen in unserem Körper entscheidend, wie z.B. die Immunabwehr, als Botenstoffe oder als Hilfestellung zur Blutgerinnung.

Nach dieser physiologischen Einleitung berichtete Dr. Gigerl über die Okinawa Studie. Das spannende an dieser Studie ist, dass in Okinawa die meisten über 100 jährigen Menschen dieser Welt leben und diese dazu noch keine körperlichen Einschränkungen und ohne Demenz aufzeigen. Ein wesentlicher Punkt dieser Erscheinung spielt offenbar die Ernährung – und hier im speziellen die Konzentration von Omega3, Omega6 und Vitamin E im Körper. Die Okinawa Studie erstreckte sich über 30 Jahre und resultierte in fünf Kernelementen für das lange Leben dieser Menschen.

  1. Sie lebten in einem intakten sozialen Umfeld und hatten starke Familienbanden
  2. Sie waren stressbeständig und konnten Zeitdruck durch Meditation besser vertragen
  3. Sie suchten Hilfe in östlicher und westlichen Heilmethoden
  4. Sie hatten genügend Körperbewegung
  5. Sie aßen wenig und gesund – viel Vollkornprodukte und variiertes Gemüse, ausreichend Obst, kaum Milchprodukte und wenig Fisch.

Im Blut dieser Menschen fand man: 3 mal mehr Omega 3 als bei Menschen im Westen, 3-4 mal mehr Omega 6 als Omega 3 Fettsäuren und bedeutend mehr Vitamin E.

Mit der Aussicht auf ewige Jugend waren Jetzt waren die Seminarteilnehmer noch intensiver bei der Sache und folgten den weiteren Ausführungen Dr. Gigerl’s. Das Auditorium erfuhr wie schädlich sämtliche „Transfette“ (Fette die synthetisch hergestellt werden) für unseren Körper sind. Sie verstopfen zum Beispiel unsere Aterien und wirken sich negativ auf freie Radikale in unserem Körper aus. Nahezu alle Fette in Keksen, Kuchen, Pommes, Chips, Süßigkeiten, Magerine, Lightprodukten haben diese störenden Eigenschaften.

Zu guter Letzt – aber nicht weniger interessant – berichtete Dr. Gigerl über mögliche Auswirkungen, wenn es zu einem Mangel an Omega 3 oder Omega  6 Fettsäuren im Körper kommt.

Mangel Omega 3

  • Prickelgefühl in den Armen und Beinen
  • Schwächezustände
  • verringerte Sehkraft
  • hoher Blutdruck u.v.m.

Mangel Omega 6

  • Haarausfall
  • trockene Haut und Haare
  • trockene Augen
  • Ekzeme
  • erhöhter Cholesterin u.v.m.

Für mich war eine neue Erkenntnis, dass Vitamin E und Carotin die Omega 3 und Omega 6 Fettsäuren unserem Körper intakt halten und sie vor freien Radikalen schützen. Dr. Giegerl hat das Auditorium sehr eindringlich darauf hingewiesen, dass die reine Einahme von Omega 3 ohne Omega 6, Vitamin E und Carotin kaum eine positive Wirkung entfalten kann. Aus diesem Grund sollte man bei der täglichen Ernährung  auf  einen guten Mix von verschiedenen „gesunden“ Lebensmitteln achten.

Bei der Verwendung von Nahrungsergänzungsmitteln mit einzelnen der besprochenen Wirkstoffen ist darauf zu achten, dass immer alle vier Stoffe enthalten sind, um tatsächlich eine positive Wirkung im Körper zu erzielen.

Ing. Mario Teufl, MSc

Der Autor dieses Artikels, Ing. Mario Teufl, MSc
Augenoptiker & Master of Science in klinscher Optometrie
Landesinnungsmeister-Stv. und Berufsgruppensprecher der Landesinnung der Gesundheitsberufe Kärnten

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