Sonnenbrillenumfrage 2002

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Die Medien berichten jeden Sommer über die Notwendigkeit eines ausreichenden UV-Schutzes bei Sonnenbrillen. Trotzdem sind Österreichs Konsumenten noch immer nicht optimal über die Qualitätsmerkmale aufgeklärt. Das OPTIKUM führte im Juli 2002 eine Umfrage durch. Ein Drittel der Befragten waren der Meinung, dass dunkle Gläser vor UV-Strahlung schützen! Immerhin noch 13% gaben an, dass die Aussage „Dunklere Gläser bieten einen besseren UV-Schutz als helle Gläser“ zum Teil richtig wäre.Ganze 20 Prozent konnten sich für keine Meinung entscheiden. Sie wussten einfach nicht, welche Art von Sonnengläsern einen UV-Schutz garantieren. In Summe stellten sich somit zwei Drittel des Befragungs-Panels als unzureichend aufgeklärt heraus.

Die Gruppe der 30-40jährigen stellte sich als am aufgeklärtesten heraus. Knapp 50% dieser Altersgruppe wußte, dass ein ausreichender UV-Schutz nicht vom Tönungsgrad des Glases abhängig ist. Drei Viertel der 50-60jährigen waren dafür überzeugt, dass dunkle Gläser einen besseren UV-Schutz bilden als helle Gläser.

Die Fachoptiker werden also auch in Zukunft ein hohes Aufklärungspotenzial bei ihren Kunden vorfinden. So stellen gerade die dunklen Gläser ohne ausreichenden UV-Absorber die größte Gefahr für die Augen dar. Hinter den dunklen Scheiben weiten sich die Pupillen. Nicht absorbierte UV-Strahlung kann in Folge noch ungehinderter ins Auge eindringen. Als Fachoptiker wird man sehr sensibel auf den UV-Schutz seiner Produkte achten und damit unseren Konsumenten den besten möglichen Schutz bieten können.

Bei der Umfrage wurde auf eine relativ gleichmäßige Verteilung in der Altersstruktur geachtet. Die Zielgruppe der modebewußten, kaufkräftigen 30-40jährigen wurde etwas stärker bedacht.

Bei unserer Sommerumfrage wurde außerdem zum Stellenwert von Markensonnenbrillen gefragt. 60 Prozent der Befragten meinten, dass "Qualität und schickes Design bei Markensonnenbrillen eher gegeben ist, als bei sogenannten Noname-Sonnenbrillen". Jeder Fünfte beantwortete die Frage sogar mit "stimmt genau". Nur 17 Prozent waren der Meinung, dass Noname Sonnenbrillen genau so schick wären wie Markensonnenbrillen. Dieses Ergebnis läßt einen weiteren Trend zur Marke zu. Nun müssen wir Fachoptiker uns weiterhin als Trendscouts beweisen und die zukünftigen Topmodelle in unseren Geschäften anbieten. Die internationalen Messen werden dabei ein wichtiges Entscheidungskriterium bilden. Das OPTIKUM wird wie bisher regelmäßig über Messetrends berichten.