Sport als Umsatzbringer für Augenoptiker und Optometristen

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Mountainbiker

Die Ausübung von Sport hat in der Bevölkerung einen hohen Stellenwert. Aber auch marktwirtschaftlich ist das Thema Sport in Österreich von hoher Bedeutung. Mehr als 2,6 Prozent des Österreichischen Bruttoinlandsproduktes werden im Sport erwirtschaftet werden. Tendenz steigend [1]. Zudem schafft Sport Arbeitsplätze. Folgt man der engen Definition von Sport, so werden in Österreich immerhin 2,12% der Arbeitsplätze aufgrund der Sportausübung geschaffen. Im weiteren Sinne – also wenn man auch Bauarbeiten und Transporte berücksichtigt – werden 4,03% der Arbeitsplätze durch die aktive oder passive Sportwirtschaft finanziert [2].

Beliebte Sportarten der Österreicher

Insgesamt übern etwa zwei Drittel der ÖsterreicherInnen Sport aus – wobei knapp 40 Prozent angeben häufig oder sehr häufig Sport auszuüben [3]. Die Zahl der Personen, die angeben nie Sport ausüben wird kontinuierlich kleiner. Zu den beliebtesten Sportarten der Österreicher gehören:

  • Radfahren / Mountainbiking
  • Schwimmen
  • Wandern
  • Alpinskilauf
  • Eislaufen
  • Inlineskaten / Skateboard
  • Langlaufen
  • Laufen
  • Gymnastik
  • Tennis
  • Fußball
  • Gerätetraining

Trendsportarten wie zum Beispiel Windsurfen, Squash oder Inlineskaten konnten die etablierten und traditionellen Sportarten wie zum Beispiel Radfahren, Schwimmen und Wandern in Österreich nicht verdrängen. Jüngere Personen mit höherer Bildung und höherem Haushaltseinkommen verbringen traditionell mehr mit Sport.

Ausgaben für Sport

Die ÖsterreicherInnen gaben jährlich über 4,5 Millarden Euro für die Ausübung ihrer Sportart aus. Interessant ist, dass beim guten Sehen bei der Sportausübung allerdings gespart wird. Nur jeder fünfte Fehlsichtige verwendet bei der Ausübung eines Sports eine Brille oder Kontaktlinse [4]. Dabei ist es im Spitzensport kein Geheimnis, dass mit optimalen Sehen sich Leistungen deutlich steigern lassen. Profisportler setzen nicht nur auf die optimale Korrektur – meist mit Kontaktlinsen. Sie trainieren sogar ihre Sehleistungen, zum Beispiel um im Slalomsport ein besseres dynamisches Sehen zu erreichen. In diesem Zusammenhang ist es bemerkenswert, dass dies bei Hobbysportlern nicht zu einer Signalwirkung führt. Eine These könnte sein, dass optimale Bekleidung oder Ausstattung eben sichtbarer sind als eine optimale Kontaktlinsenkorrektur oder ein Sehtraining.

Fazit

Österreichs Augenoptiker und  Optometristen haben großartige Chancen um sich am Markt der Sportausgaben zu profilieren. In diesem Bereich liegen noch überproportional hohe Umsätze brach.

Literaturquellen

[1] Sportministerium, http://www.sportministerium.at/de/themen/gesellschaft-und-sport/wirtschaft
[2] Study on the Contribution of Sport to Economic Growth and Employment, November 2012
[3] Die wirtschaftliche Bedeutung des Sports in Österreich, Bernhard Dachs, Silvia Macek, Michael Preissl, Gottfried, Steindl, Gerold Zwickl; IWI-Arbeitsheft 48, 2001
[4] Studie des Marktforschungsinstituts Spectra, 80 Prozent der Stürze auf Pisten durch schlechtes Sehen, http://www.optiker.at/stuerze-auf-pisten, 2011