Trends bei Fashion und Technik – Opti München 2003

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Am Tag des großen Schneefalls in Österreich öffnete die Opti München ihre diesjährigen Pforten. Über 25.000 Besucher sollen die Messe besucht haben. Das OPTIKUM war nicht müde und hat für seine Leser nach Trends im Fashion- und Technikbereich Ausschau gehalten. Wir haben für Sie über 40 Interviews gemacht und Ihnen die wichtigsten Facts in unserem Bericht zusammengefasst.

Neben diversen technischen Errungenschaften und zum Teil wieder einem etwas mutigeren Styling ist eine primäre Tendenz für uns spürbar geworden. Unser gemeinsamer Optikmarkt driftet in der Preisgestaltung auseinander – mit anderen Worten, es kommt verstärkt zu einer Polarisierung. Alles ist erlaubt – maximale Hochwertigkeit neben günstigen Massenartikeln. Die Mittelpreislage wird spürbar enger. Im großen und ganzen ist die Polarisierung des Marktes eine große Herausforderung, die bei einer gut überlegten Einkaufspolitik den Fachoptikern einen interessanten Nutzen bringen kann.

CIBA Vision Kerschenbauer
Dr. Siegfried Kerschenbauer "Kontaktlinsenmarkt verdoppeln"

CIBA VISION stellt 2003 ihre Dailies Familie in den Vordergrund. Die Tageslinse ist nun sphärisch, torisch und progressiv erhältlich. Auch im Farblinsen- und Day&Night-Segment sieht Dr. Kerschenbauer einen wachsenden Markt. CIBA Vision verspricht für 2003 ein starkes Werbeengagement. Laut Einschätzung von Dr. Kerschenbauer verfügt der Farblinsenmarkt derzeit über eine ähnliche Größe wie der Anteil der torischen Kontaktlinsen. "Das erklärte Ziel ist eine Marktausweitung beim Konsumenten. Der Anteil von Kontaktlinsenträgern ließe sich leicht von 5% auf 10% der Fehlsichtigen verdoppeln. Am skandinavischen Optikmarkt werden bis zu 30% des Umsatzes durch Kontaktlinsen erzielt. Größtes Kaufhemmnis der österreichischen Konsumenten ist die Produktunkenntnis oder negative Erfahrungsberichte von Bekannten. Die Optiker müssen aktiver beim Brillenkauf auf die Vorteile von Kontaktlinsen hinweisen", resümmiert Dr. Kerschenbauer.

Mag. Johann Pürmayr und Helga Bernardi "zarte und randlose Brillen"
Mag. Johann Pürmayr und Helga Bernardi "zarte und randlose Brillen"

Bei SILHOUETTE präsentiert man die Weiterentwicklung "Titan Minimal Art fullrim". Silhouette hat zarte Modelle mit Fassungsrand ebenfalls mit scharnierlosen Bügeln versehen. So verfügen ab sofort auch Fassungen mit Rand über den gleichen Tragekomfort wie die bekannte Titan Minimal Art. Zu den Trends 2003 sieht man bei Silhouette zwei Strömungen. "Zarte und randlose Brillen werden weiterhin das Thema vorgeben. Es ist aber eindeutig auch eine leichte Strömung zu Fassungen aus Kunststoff zu erkennen", so Mag. Pürmayr und Frau Bernardi unisono. "Sportbrillen mit oder ohne optischer Korrektur stellen eine starke Chance für die engagierten Fachoptiker dar. Aufgrund der unterschiedlichen Sehanforderungen bei den jeweiligen Sportarten benötigen die Konsumenten kompetente Beratung beim Kauf dieser Produkte."

Rodenstock
v.l.n.r.: Rainer Ludwig, Harald Belyus, Richard Reisegger, Randolf Rodenstock, Christine Tasch, Harald Gschmeidler, Wolfgang Czejka

Eine sehr entspannte Atmosphäre fand man am großzügigen Stand von RODENSTOCK. Zur Präsentation wurde gar eine komplette Halle genutzt. Am Foto links ein Teil der Mannschaft von Rodenstock Österreich mit Randolf Rodenstock und Harald Belyus vom OPTIKUM. Einen Trend sieht Rodenstock zu hochwertigen, beratungsintensiven Produkten. Beim Interview mit Wolfgang Czejka philosophieren wir über die Zukunft des Optikmarktes. Czejka sieht gute Chancen für die kompetenten Fachoptiker: "Extrem hochwertige Brillengläser, wie z.B. das Impression ILT, schaffen langfristig einen strategischen Unterscheidungsvorteil von den Ketten. Der einzigartige Produktnutzen eines technisch innovativen Brillenglases rechtfertigt einen geringfügig höheren Preis." Bei Brillengläser und Fassungen sieht Czejka eindeutige Strömungen: "Hochbrechende Kunststoffgläser werden ihre Präsenz am Markt verstärken. Bei den Fassungen wird sich der Anteil von Kunststoffmaterialien mit schönen Farbkombinationen erhöhen."

Menrad
v.l.n.r.: Christian Weiss, Frau und Herr Ruck von Optik Ruck aus Fehring/Stmk, Michael Rotter

Auch am gut besuchten Stand von MENRAD sieht man eine Bewegung in Richtung Kunststoff-Fassungen. "Der Anteil an randlosen Brillen wird stagnieren oder sogar abnehmen. Diese Tendenz wird sich für die Optiker sehr positiv auswirken, da sich damit der Wiederbeschaffungszeitraum verkürzen kann", erklärt ein sichtlich zufriedener Christian Weiss. "Mit unseren neuen Linien Guess und Gant bieten wir ein zielgruppenoptimiertes Design an. So ist Guess eine junge Linie für 15-30jährige. Gant besticht durch eine ausgesprochen klare, klassische Linienführung und spricht verstärkt Brillenträger bis 45 an." Neu bei Menrad ist ein Magnetclip, der einfach an die individuelle Bombierung des Brillenglases angepasst werden kann. "Abstehende Sonnenclips bei Verwendung stärker gewölbter Gläser – wie etwa bei höheren Pluswirkungen – haben somit ausgedient", freut sich Christian Weiss.

Bilosa
v.l.n.r.: Mag. Florian Krischan (Bilosa), Van der Spek und E. Timmermans (Procornea)

Nicht nur die traditionell bekannten, ausgezeichneten Hartwürste bewegen zu einem Besuch am Stand von BILOSA. Wir treffen Mag. Krischan beim Messetalk mit den Procornea Managern Van der Spek und Timmermanns. Bilosa thematisiert für 2003 die Verringerung von Konservierungsstoffen in Kontaktlinsen-Pflegemitteln. "Unser Bulbus Dynamik ist ein neutrales Pflegemittel, welches den Tränenfilm unterstützt. Der Kaliumanteil in der Lösung erhöht den Tragekomfort von Kontaktlinsen wesentlich", so Mag. Krischan. "Vor allem bei problematischen Tränenfilmzusammensetzungen kann oftmals mit Bulbus Dynamik die Tränenaufrisszeit verbessert werden", verspricht Krischan.

Flair: "hochelastische Fassungen ohne Schrauben und Scharniere"
Flair: "hochelastische Fassungen ohne Schrauben und Scharniere"

Bei FLAIR wird stolz ein komplett neues Randlos-Konzept präsentiert. Die neue Kollektion "PURE" ist aus Bio-Steel und kommt ohne Schrauben und Scharniere aus. Aufgrund des Materiales und der Bügelbefestigung ist die Brille wahrlich hochelastisch. Die Chrom-Mangan-Legierung wurde bisher fast ausschließlich im medizinischen Bereich verwendet. Da sie vollkommen nickelfrei ist, kann die Bio-Steel-Fassung selbst von Extremallergikern ohne jegliche Beschwerden getragen werden. In punkto Elastizität und Formstabilität überbietet Bio-Steel angeblich die Eigenschaften von Titan um beinahe das Doppelte: "Während Titan bereits nach fünf 90°-Biegungen bricht, hält Bio-Steel mindestens neun 90°-Biegungen aus", verspricht Marion Janotta von FLAIR. Die Gläser werden nicht wie üblich mit der Backe verschraubt, sondern mit einem Nylonfaden befestigt. Dabei wird der Nylonfaden gekreuzt, Gläser und Backe miteinander verknotet. Diese einfache Technik, für die keinerlei Spezialwerkzeuge erforderlich sind, bietet gleich mehrere Vorteile: Stöße werden von den dauerelastischen Nylonfäden aufgefangen und somit nur geringfügig auf das Glas übertragen. Dadurch wird die Bruchgefahr auf ein Minimum reduziert.

Thomas Fischer: "Produktinnovationen und Spezialgläser profilieren"
Thomas Fischer: „Produktinnovationen und Spezialgläser profilieren“

STRATEMEYER sieht das Segment der hochbrechenden Brillengläser stark wachsend. Außerdem sei zu beobachten, dass Produktinnovationen und neue Materialien vom Konsumenten immer stärker gefordert und angenommen werden. So wird der Spezialglasbereich von Stratemeyer auch in Zukunft gepflegt werden. Im Produkt-Portfolio finden sich zum Beispiel unter anderem Mehrstärkengläser mit unterschiedlich prismatischen Wirkungen im Fern- und Nahbereich oder phototrope Trifokalgläser. Die Versorgung mit Spezialgläsern ist zwar sehr zeitaufwendig, wird aber vom Kunden mit einer überdurchschnittlichen Treue und Weiterempfehlung belohnt.

Reges Treiben am Stand von Luxottica
Reges Treiben am Stand von Luxottica

Am Stand von LUXOTTICA bewegen sich nicht nur die fast schon traditionellen Ray-Ban-Girls und Boys zu bassbetonten Rythmen. Einige Gerüchte kursieren um die unmittelbar bevorstehende Aufnahme einer neuen Fassungslinie in Folge der Trennung von Armani. Auch Dr. Michele Villotti kann das Geheimnis um die neue Linie leider noch nicht lüften. Bei unserem Gespräch berichtet Villotti, dass "Luxottica in Österreich generell im vergangenen Jahr sich über eine zweistellige Umsatzsteigerung freuen konnte. Erfreulich sei, dass 2002 auch der Umsatz mit Basisprodukten deutlich gesteigert werden konnte."

Frank Lautenbach: "Hochwertige Brillengläser immer gefragter"
Frank Lautenbach: „Hochwertige Brillengläser immer gefragter“

Bei SEIKO stehen naturgemäß hochbrechende, organische Brillengläser im Vordergrund. Frank Lautenbach präsentiert uns das neue doppelt asphärische SPG AZ Kunststoffglas mit Brechungsindex 1,74. Die doppelte Asphäre führt nochmals zu 10% Dickenreduktion gegenüber den bereits bekannten SPG 1,74. Rekordverdächtig ist auch der Lieferbereich des SPG AZ. Bis -15,00 Dioptrien wird dieses dünne und leichte Brillenglas ausgeliefert. Frank Lautenbach sieht am Brillenglassektor für 2003 eindeutige Trends: "Qualitativ hochwertige Gläser werden vom Konsumenten noch mehr gefragt werden als schon bisher. Außerdem wird der Anteil der Gleitsichtgläser weiter zunehmen. Eindeutig auch der Trend zu organischen Brillengläsern. Wurden 1996 bei SEIKO 45% organische Gläser und 55% mineralische Gläser umgesetzt, so war bereits 2001 dieses Verhältnis genau umgekehrt. Tendenz zum organischen Brillenglas weiter steigend .

Rainer Beck: "Die Leute wollen wieder mehr Brille zeigen"
v.l.n.r.: Herr Schauer (Augenoptik Schauer, Hallein), George Biastoch, Christian Krüsi

Am Stand von GALIFA wird die neue Hartlinsengeneration MODULA als Schwerpunkt für 2003 präsentiert. Neu ist die Art der Herstellung mittels OTT. Die oszillierende Werkzeug-Technologie ist ein Schnittwerkzeug, das in der exakten Synchronisierung mit der Umdrehung der Spindel oszilliert, also können Oberflächen auf die Drehbank gedreht werden, die nicht über der geometrischen Mitte rotations-symmetrisch sind. Damit ist die Anfertigung jeder erdenklichen Form möglich. Christian Krüsi spricht von einer Rückbesinnung: "Die Anpassung wird wieder vermehrt im Vordergrund stehen. Der Markt der formstabilen Kontaktlinse wird sich polarisieren. Immer weniger Anbieter werden das Segment der formstabilen Kontaktlinsen in den Vordergrund stellen. Die wenigen Verbleibenden werden dafür mit sehr hochwertigen RGP-Linsen auf den Markt gehen."

Cari Zalloni: "Modische Kompetenz über den Weg der Sonnenbrille"
Cari Zalloni: „Modische Kompetenz über den Weg der Sonnenbrille“

Bei CAZAL treffen wir Cari Zalloni. Angesprochen auf die Trends 2003: "Kollektionen mit einer durchgezogenen Linie können eventuell einen Trend wiedergeben. Eine erfolgreiche Kollektion benötigt eine Philosophie und muss beim Konsumenten Emotionen auslösen. Das Image der Eigenwilligkeit wird wieder positiv erlebt. Außerdem wirken Schmuckteile bei weiblichen Konsumenten verkaufsfördernd. Prinzipiell wird modische Kompetenz über den Weg der Sonnenbrille transportiert", philosophiert Cari Zalloni.

Rupp und Hubrach setzt u.a. auf die optische Sportbrille
Rupp und Hubrach setzt u.a. auf die optische Sportbrille

RUPP UND HUBRACH promotet vor allem sein Verglasungsprogramm stark bombierter Sportbrillen. Das Tillium Plus wird wahlweise in Polycarbonat oder CR 39 angeboten. Im Zuge der Fertigung werden astigmatische und prismatische Kompensation berechnet und exakt die Kurve geschliffen, die für die Bombierung der Sportbrillle notwendig ist. Das angebotene Polycarbonatglas ist interferenzfrei und mit einer Keramik-Hartschicht versehen.

Bernard Zwahlen (Contopharma), Hermann Haug (Poschmann und Neff)
Bernard Zwahlen (Contopharma), Hermann Haug (Poschmann und Neff)

Fröhliche Stimmung bei POSCHMANN und NEFF. Bernard Zwahlen von Contopharma scherzt mit Hermann Haug. Letzterer sieht eine Chance in der Vermarktung von Augenpräparaten durch den Fachoptiker. "Benetzungslösungen werden längst nicht nur mehr von Kontaktlinsenträger verwendet. Auch bei der Bildschirmarbeit und bei extrem trockener Luft oder z.B. beim Skifahren wird von rechtsichtigen Personen häufig getropft. Diese Produkte dürfen die Optiker nicht an die Apotheke abgeben. Der Optiker sollte die erste Anlaufstelle für Augenpräparate sein", führt Haug aus. Von Bernard Zwahlen bekommen wir einen Conditioner für Tageslinsen vorgestellt. Auf unsere Frage warum neuerlich eine Lösung bei einer Tageslinse zur Kundenakzeptanz führen soll ist schnell eine Antwort gefunden: "Am Rand einer Tageslinse finden sich unverkettete Monomere. Unser Conditioner daily soft spült diese freien Radikale ab und ermöglich ein deutlich angenehmeres Tragen. Geringere Drop-outs sind die Folge", so Zwahlen. Außerdem sieht Zwahlen einen Trend von Peroxid in Richtung Kombilösung – obwohl es nicht nur positive Effekte (Stichwort Keimtötung) bei dieser Marktverschiebung gäbe. 2003 werden bereits mehr Kombilösungen als Peroxidprodukte verkauft werden.
Auch ESSILOR spricht von einer steigenden Nachfrage im Sektor der Brillengläsern mit hoher Brechzahl. Mit dem Stylis (Index 1,67), als asphärisches Einstärkenglas und dem Varliux Panamic – Gleitsichtglas, positioniert sich ESSILOR in diesem Segment. "Die Verbindung mit der pflegeleichten Crizal-Beschichtung erfüllt Voraussetzungen um Konsumenten begeistern zu können. Für 2003 ist mit einem starken Trend zu modischen, hochwertigen Sonnenbrillen zu rechnen. Unsere aktuelle Trend Collection 2003 ist mit Bicolor-Sonnengläser und Silver Shadow, einer Silberverspiegelung, ausgestattet", berichtet Marco Mayr.

Peter Warrer: "Funktion muss mit Design einhergehen"
Peter Warrer: „Funktion muss mit Design einhergehen“

Peter Warrer von LINDBERG zeigt uns seine neue STRIP 7000 Serie. Die neue Nylorkollektion beeindruckt durch sehr attraktive Farben. Stolz ist man auf den Effekt, der durch das semipolierte Titan entsteht. Die Scharniere kommen ohne Schrauben aus. Befragt zum Trend meint Warrer, "dass vor allem Qualität sich am Markt behaupten kann. Alles ist möglich. Es muss nur gut gemacht werden. Funktion muss mit Design einhergehen. Funktion oder Design alleine reicht heute nicht mehr aus um eine gut verkäufliche Kollektion auf den Markt zu bringen. Randlose Brillen werden mit Sicherheit auch weiterhin ein starkes Thema beim Konsumenten sein."

Franz Schöffmann und Frank Skowronek: "Markt verlangt Kombilösungen"
Franz Schöffmann und Frank Skowronek: „Markt verlangt Kombilösungen“

AMO sieht vor allem bei der Kombilösung COMPLETE starke Zuwachsraten. Frank Skowronek (am Bild mit rot-weiß-roter Österreich-Krawatte!) sieht eine eindeutige Tendenz am Kontaktlinsen-Pflegemittelmarkt: "All-in-one Lösungen nehmen deutlich zu, da es dem Konsumentenwunsch entspricht. Unser Complete ist ausgezeichnet verträglich. Vor allem am Bildschirmarbeitsplatz und bei trockener Luft hilft die integrierte Benetzung über den kompletten Tages-Tragezeitraum."

shoptic: "gefrostete Etuis mit anspruchsvollen Look "
shoptic: „gefrostete Etuis mit anspruchsvollen Look „

Manchmal sind die Highlights einer Messe ganz schön klein. Die matt-transparenten Abgabe-Etuis von shoptic bieten die Möglichkeit zusätzlich ein Hart-Etui zu verkaufen. Die gefrosteten Etuis aus stabilem PP-Kunststoff wirken in Ihrer Einfachheit sehr anspruchend. Sie werden in 3 Größen angeboten. Der Firmenname wird ohne Aufpreis auch in einem silber-glänzenden Prägedruck in der hauseigenen Druckerei ausgeführt.

Frank Lautenbach: "Hochwertige Brillengläser immer gefragter"
Ralf Kmoch: "Filigrane Eleganz". Besucher Christian Brückl von Menrad

VISIBILIA setzt ganz auf die Linien Tom Tailor und Laura Biagotti. Während erstere Kollektion Junge und Junggebliebene ansprechen soll, zielt letztere Kollektion auf die klassische, elegante Dame. "Filigrane Eleganz mit feiner Verarbeitung stellen die Trends 2003. Pastelltöne sind im kommen. Ein grober Richtungswechsel ist jedoch nicht zu erwarten. So sind Bohrbrillen auch weiterhin ein Thema", verrät Ralf Kmoch.

TS OPTIK: "Mehr Flexibilität bei der Arbeitszeitauslastung"
TS OPTIK: „Mehr Flexibilität bei der Arbeitszeitauslastung“

TS OPTIK zeigt die Stärken der INDO PRAKTICA 3D. "Der CNC Schleifautomat ist eine preiswerte CNC-Lösung mit hoher Qualität", so Thomas Scheibl. Der Schleifautomat kann bereits standardmässig Polycarbonat Brillengläser schleifen. "Eine der Stärken des Gerätes ist die Möglichkeit mittels Power Tracing auch in Rezeptschleifereien auszulagern. Dies schafft mehr Flexibilität bei der Arbeitszeitauslastung der Mitarbeiter. Aufwendige Anfertigungen können so zu Zeiten stärkerer Auslastung durch Datenfernübertragung extrem rasch ausgelagert werden. Diese Technologie wird in anderen Ländern bereits verstärkt genutzt und kann als Trend angesehen werden", erklärt Scheibl.

Andrang am Stand des Insider Tipps "frame4u"
Andrang am Stand des Newcomers und Acetat Spezialisten frame4u

Am Stand von frame4u herrscht großer Andrang. Dabei hatte die junge Firma erst am Donnerstag Ihren Platz auf der Opti München organisieren können. Man konzentriert sich ausschließlich auf farbenfrohe, freche Acetatfassungen. Jürgen Fladung, selbst Optikermeister, setzt ganz auf Passform und teilt seine Fassungen in Basisgrößen ein. Neben Essential und Extraordinary wird unterteilt in Teenswear (Brillen für schmale Köpfe) und Big Shapes (gleitsichttaugliche Fassungen auch für grosse Köpfe). Das Internet-Ordersystem frame4u.de gewährt , falls eine Fassung nicht gefällt, ein Umtauschrecht. Bei möglicher Reklamation sichert Fladung Austausch zu.

Peter Ried: "Polarisation des Brillenmarktes"
Peter Ried: „Polarisation des Brillenmarktes“

Die Einkaufsgruppe BRILLENPROFI mit Mitgliedern in Deutschland und Österreich hat für 2003 eine Infrastruktur zur Werbeunterstützung ihrer Mitglieder konzipiert. So können die von der Agentur der BRILLENPROFIs angefertigten, hochwertigen Werbematerialien extrem individualisiert vom jeweiligen Optiker eingesetzt werden. "Kunststoff-Fassungen sind wieder auf dem Vormarsch. Zu beobachten ist eine Polarisation des Brillenmarktes. Das Mittelsegment ist rückläufig. Kontaktlinsen verfügen noch über ein nicht zu unterschätzendes Marktpotential", so Geschäftsführer Peter Ried zu den Trends 2003.

Meike Reinecker: "Zukunftsmarkt Optoelektronik"
Meike Reinecker: „Zukunftsmarkt Optoelektronik“

Reinecker Reha-Technik stellt ein neues Instrument zur Vergrößerung des Fernsehbildes vor. Das Gerät – TV ZOOM genannt – vergrößert einen gewünschten Ausschnitt auf das notwendige Maß um wieder fernsehen zu können. "Im deutschsprachigen Raum werden täglich durchschnittlich 4 Stunden Fernsehen konsumiert. Die Optoelektronik ist ein Zukunftsmarkt mit Zuwächsen", begründet Meike Reinecker.

Peter Ried: "Polarisation des Brillenmarktes"
Koordinatenbohrwerk am Stand der Firma Heinz

Das Koordinatenbohrwerk steht bei HEINZ im Mittelpunkt. Eine spezielle Einspannvorrichtung ermöglicht ein Schwenken der eingespannten Gläser nach allen Richtungen, wobei der Drehpunkt immer der Scheitelpunkt des Glases ist, wodurch eine Korrektur des Krümmungsradius, ohne den Verlust der Koordinatenposition erreicht wird. Das Bohrwerk verfügt über eine X-Achse und eine schwenkbare Y-Achse. Das Bohrwerk ist vor allem zur Anfertigung randloser Brillen eine überlegenswerte Investition. Die Bohrlöcher sitzen mit Hilfe des Gerätes noch exakter als bisher und reduzieren die Bruchgefahr.

Franz Saurer: "Marke muss im richtigen Preissegment sein"
Franz Saurer: „Marke muss im richtigen Preissegment sein"

Franz Saurer von SAFILO verspricht Innovationen im Sonnenbrillenbereich. "Transparente Scheiben mit Verspiegelung werden 2003 den Markt bereichern. Insbesondere die Kombination Schildbrille mit transparenten Scheiben. Randlose und dünne Fassungen werden im Vordergrund stehen. Wichtig ist das jeweils passende Preis-Leistungs-Verhältnis der einzelnen Marke. Anders gesagt: Die jeweilige Marke muss im richtigen Preissegment angesiedelt sein. Bei der Materialwahl setzen wir neben dem bewährten Optyl weiterhin auf Titan", berichtet Saurer.

Peter Ried: "Polarisation des Brillenmarktes"
Ralph Albrecht: "Trend zu pantoskopischen Formen"

Last but not least statten wir OLIVER PEOPLE EYEWEAR einen Besuch ab. Hier zeigt man uns die OPX photochromic als Neuheit. Die Sonnenbrillen verfügen zum Teil über ein neuartiges mineralisches Verlaufglas mit phototroper Wirkung. So wird ein hellgelbes Verlaufglas bei Sonneneinwirkung braun verlaufend. Eine zusätzlich aufgebrachte hydrophope Beschichtung soll extrem abweisende Merkmale gegen Wasser, Öl, Fingerabdrücke und Staub aufweisen. Haucht man die Scheiben an erscheint das Logo des Labels. Aufgefallen ist uns ein innovatives Brillenscharnier bei den stark durchgebogenen Modellen. Eine kleine Nase am Scharnier verhindert, dass die Bügel bis zum Glas zugeklappt und somit beschädigt werden können. "Die Partnersuche in der Optikerschaft wollen wir weiterhin selektiv betreiben. Als Trend ist eine Tendenz zu pantoskopischen Fassungen zu beobachten", so Ralph Albrecht.