Unsere Augen sind das Fenster zur Welt. Wir können mit Blicken miteinander in Kontakt treten, Dinge vorhersehen und entsprechend darauf reagieren und vieles mehr. Sehen beeinflusst unsere Reaktion und unser Wohlbefinden. Das trübe, diffuse Licht eines regnerischen Novembertages wirkt ganz anders auf unsere Stimmung als das helle, strahlende Licht und die leuchtenden Farben eines sonnigen Frühjahrsmorgens.
"Die
Welt um sich herum in ihren Facetten und Feinheiten erkennen und
genießen, die Umwelt betrachten, Menschen beobachten, die Schönheit
der Natur bewundern."
Auch
ein veränderter Visus oder ein anderes Gesichtsfeld nehmen
Einfluss auf unser Wohlbefinden. Sie lenken unsere Aufmerksamkeit
in eine andere Richtung. Wir nehmen unsere Umgebung und die Geschehnisse
anders wahr. Die Umwelt erkennen zu können, so sehen zu können
wie wir es möchten beziehungsweise gewohnt sind, sichert unser
Wohlbefinden.
"Niemand
sieht die Dinge so wie ich sie sehe. Niemand, außer ysis"
Unsere
Gegebenheiten, unsere Art und Weise zu sehen bedeutet für uns natürliches
Sehen. Natürliches Sehen ist eine Selbstverständlichkeit. Es wird
aber zum höchsten Anspruch an die Technologie dieser Zeit, wenn
diese Selbstverständlichkeit auch durch ein Gleitsichtglas gewährleistet
werden soll. Denn natürliches Sehen bedeutet für jeden Menschen
etwas anderes. So wie wir in vielen Dingen unterschiedliche Vorlieben
haben und die Geschmäcker und Ansichten verschieden sind, so spiegelt
sich unsere Persönlichkeit auch in unserem Sehen und dem Anspruch
an das Sehen wider. Sehen beschränkt sich nicht nur auf unsere Augen.
Unsere Gestalt, unsere Umgebung beeinflussen die Wahrnehmung ebenso
wie unsere Gewohnheiten, Vorlieben und Ansprüche. Natürliches Sehen
mit einem Gleitsichtglas muss deshalb die gesamte Sehpersönlichkeit
des Brillenträgers berücksichtigen. Lage und Gestaltung der Sehbereiche
sind den Bedürfnissen entsprechend anzupassen. Es entsteht ysis,
"best sight of my life".
Zur
Analyse der gesamten Sehpersönlichkeit werden Daten und Informationen
aus verschiedenen Bereichen berücksichtigt:
Sehgewohnheiten- Physiognomie
- Anatomie
- Präferenzen
Im
ysis-Profil werden diese Parameter zusammengefasst und zeichnerisch
dargestellt (Abbildung 1). Diese Form der Dokumentation dient
gleichermaßen als Demonstrationsobjekt. Die Komplexität
des Sehens und der beeinflussenden Faktoren wird zu einer für
jeden Brillenträger einzigartigen Figur zusammengesetzt,
die sich aus der Verbindung der Markierungen der einzeln eingetragenen
Parameter ergibt. Aus dem abstrakten Begriff "Sehpersönlichkeit"
wird eine konkrete Form, die vor den Augen des Brillenträgers
entsteht und damit leicht verstanden werden kann.

![]()
Abb. 1 – ysis-Profil
Doch
bevor ein solches Profil entsteht, werden zunächst die einzelnen
Parameter für ysis ermittelt.
Sehgewohnheiten
Jeder
Mensch hat eine Unmenge von Gewohnheiten. Die meisten von uns
steigen Morgen für Morgen mit dem gleichen Bein aus dem Bett.
Wir haben eine bestimmte Art ein Glas zu halten. Auch beim Sehen
kennen wir diese Gewohnheiten. Eine verhältnismäßig
kleine Frau wird beim Blick in die Ferne gegebenenfalls leicht
nach oben schauen. Die Hauptblickrichtung eines großen Mannes
dagegen liegt wahrscheinlich ungewöhnlich tief. Diese Unterschiede
werden bei der Bestimmung der Einschleifhöhe entsprechend
berücksichtigt. Der Brillenträger nimmt seine natürliche,
also gewohnte Kopf- und Körperhaltung ein. So ist gewährleistet,
dass für alle Brillenträger der Fernbereich beim Blick
in die Ferne ideal vor dem Auge sitzt.
Verschiedene
Sehgewohnheiten treten aber auch bei der zweithäufigsten
Nutzungsentfernung, der Nähe, auf. Es gibt beispielsweise
Menschen, die den Kopf zum Lesen sehr weit nach unten nehmen (Abbildung
2) und andere, die den Kopf gerade halten und stattdessen den
Blick senken, um in die Nähe zu sehen (Abbildung 3). Solche
Unterschiede können ganz willkürlich entstanden, aber
auch durch bestimmte Umstände gefördert worden sein.
Zum Beispiel wird sich ein Brillenträger mit mittlerer Hyperopie,
der bis jetzt Einstärkengläser in kleinen, schmalen
Fassungen getragen hat, angewöhnt haben, den Kopf zu senken,
um durch seine Brille hindurch zu lesen. Ein erfahrener Gleitsichtglasträger
dagegen hält den Kopf gerade und senkt den Blick, um den
tiefer liegenden Nahbereich zum Lesen nutzen zu können.

![]()
Abb. 2 – Starke Kopfneigung

![]()
Abb. 3 – Geringe Kopfneigung
Je
nach Kopfhaltung beim Lesen werden unterschiedliche Bereiche des
Brillenglases für die Nähe genutzt. Bei starker Kopfneigung
(Abbildung 4) ist der zum Lesen verwendete Bereich nicht allzu
weit von dem für den Blick in die Ferne verwendeten Bereich
entfernt. Je gerader der Kopf beim Blick in die Nähe gehalten
wird, desto weiter entfernen sich die beiden Areale voneinander
(Abbildung 5). Für die Gestaltung des ysis wird deshalb je
nach Kopfneigung die Progressionslänge variiert. Dabei gilt:
je geringer die Kopfneigung, desto länger die benötigte
Progression.

![]()
Abb. 4 – Starke Kopfneigung – kurze Progression

![]()
Abb. 5 – Geringe Kopfneigung – lange Progression
Ohne
Berücksichtigung der Kopfneigung wäre ein Brillenträger,
der die Gewohnheit besitzt, eine größere Kopfsenkung
vorzunehmen, bei einem Gleitsichtglas mit längerer Progression
gezwungen, den Kopf viel weiter in den Nacken zu legen, als er
möchte. Die Anpassung der Progression an die Dynamik des
Brillenträgers beim Sehbereichswechsel gibt die Möglichkeit,
ein Gleitsichtglas erstmalig auch an die persönlichen Sehgewohnheiten
beim Lesen anzupassen. Das Arbeiten in der Nähe ist entspannt
und angenehm.
Zur
Bestimmung der Kopfneigung wurde eigens ein Messtool entwickelt.
Es ermöglicht eine schnelle und effektive Messung. Dabei
wird die Kopfneigung beim Lesen im Vergleich zur Kopfneigung beim
entspannten Blick in die Ferne gemessen und die Winkeldifferenz
direkt ausgegeben.
Physiognomie
Eine
gut sitzende Brille ist bequem, kaum spürbar und wird gern
getragen. Wo die Brille sitzt, welche Position auf der Nase als
angenehm empfunden wird, hängt sowohl von der gewählten
Fassung als auch von den persönlichen Vorlieben und der Physiognomie
des Brillenträgers ab. Lange Wimpern werden beispielsweise
zwangsläufig dazu führen, dass die Brille in einem größeren
Abstand zum Auge getragen wird. Je nach Form und Breite der Nase,
kann in manchen Fällen die Brille aber auch sehr weit oben
an der Nasenwurzel sitzen. So kann der Abstand zwischen Auge und
Brille, der Hornhautscheitelabstand, von Brillenträger zu
Brillenträger sichtlich variieren.
Als
Maß für die Lage der Brillenglasebene beeinflusst der
Hornhautscheitelabstand die Lage der Bezugspunkte. In Zusammenwirkung
mit der Kopfneigung und der Pupillendistanz ergänzt er deshalb
die Optimierung der Nahpunktlage und damit der Progression.
Die Änderung der Progressionslänge aufgrund unterschiedlicher
Hornhautscheitelabstände bei gleicher Blickbewegung zeigt
Abbildung 6. Der Weg von Nullblickrichtung auf 30° Blicksenkung
ist in der Brillenglasebene bei kleinerem Hornhautscheitelabstand
(rechts) kürzer.

![]()
Abb. 6 – Änderung der Progressionslänge aufgrund
unterschiedlicher Hornhautscheitelabstände

![]()
Abb. 7 – Progressionslänge aufgrund von Sehgewohnheiten und
Physiognomie
Bei Anpassung der Progressionslänge an die Kopfneigung des Brillenträgers wird deshalb außerdem der Einfluss des Hornhautscheitelabstandes berücksichtigt. Dabei gilt: je größer der Hornhautscheitelabstand und je geringer die Kopfneigung, desto länger die benötigte Progression.
Bei starker Kopfneigung und kleinem Hornhautscheitelabstand wird für eine entspannte Lesehaltung folglich ein ysis mit kürzerer Progression gefertigt. Ein Brillenträger, der den Kopf beim Lesen gerne etwas gerader hält und die Brille lieber in größerem Abstand zum Auge positioniert, wird sich dagegen mit einer längeren Progression wohl fühlen. Entsprechend wird aus dem Grunddesign des ysis mit einer nominalen Progressionslänge von 17mm auf eine nominale Progressionslänge von bis zu 15mm verkürzt oder bis zu 18mm verlängert. Welche Progressionslänge sich aufgrund von Sehgewohnheiten und Physiognomie ergibt, wird aus der Tabelle in Abbildung 7 ersichtlich.
In gleicher Weise wie die Progressionslänge beeinflusst der Hornhautscheitelabstand auch den Inset eines Gleitsichtglases. Durch Vergrößerung des Hornhautscheitelabstandes ändert sich beim Blick in die Nähe die Einstellbewegung des Auges zwar kaum, aber die Strecke, die in der Brillenglasebene zurückgelegt wird, ist größer (Abbildung 8). Es gilt: Je größer der Hornhautscheitelabstand, desto größer der benötigte Inset.

![]()
Abb. 8 – Einfluss des Hornhautscheitelabstandes auf den Inset
Um
entsprechend der Lage der Brillenglasebene die Lage des Nahdurchblickspunktes
zu optimieren, geht die Physiognomie, der Hornhautscheitelabstand,
neben Sehgewohnheiten und Anatomie als Teil des Profils in die
Berechnung des ysis ein. Der Brillenträger kann die Brille
in bevorzugtem Abstand aufsetzen. Lage und Größe seiner
Sehbereiche sind entsprechend angepasst und gut zu nutzen.
Anatomie
Die
bisherigen Parameter Sehgewohnheiten und Physiognomie werden dazu
genutzt, um ysis so weit wie möglich den Vorlieben des Brillenträgers
anzupassen und damit eine angenehme und bequeme Nutzung des Glases
zu ermöglichen. Eine akzeptable Nutzung eines Gleitsichtglases
wäre auch ohne diese Optimierung erreichbar. In diesem Fall
müsste aber der Brillenträger sich dem Glas unterordnen
und im Laufe der Zeit seine Gewohnheiten zu Gunsten der Gegebenheiten
des Glases anpassen.
Bei der Anatomie ist ein solcher Vorgang nicht möglich, da
dieser Wert unbeeinflussbar ist.
Die
Pupillendistanz ist der Standardparameter für die Einarbeitung
von Brillengläsern. Sie gilt aber auch als indirektes Maß
für die Konvergenz, die mit Hilfe der Pupillendistanz berechnet
werden kann. Die Pupillendistanz wirkt sich entscheidend auf den
Inset aus und damit auf die optimale Lage des Nahdurchblickspunktes
(Abbildung 9). Bei einer größeren Pupillendistanz ist
zum Sehen eines nahen Objektes eine größere Einstellbewegung
des Auges notwendig. Entsprechend verschiebt sich die Lage des
Nahdurchblickspunktes nach innen. Es gilt: je größer
die Pupillendistanz, desto größer der benötigte
Inset.

![]()
Abb. 9 – Einfluss der Pupillendistanz auf den Inset

![]()
Abb. 10 – Zuwachs der nutzbaren Nahteilbreite in Abhängigkeit
der Nahteillage
Der
Inset von ysis wird unter zusätzlicher Berücksichtigung
des Hornhautscheitelabstandes diesen Gegebenheiten angepasst.
Das Ergebnis der Insetkorrektur dokumentiert die folgende Grafik
(Abbildung 10). Je höher die Addition ist, umso größer
ist der Effekt, der für den Brillenträger bei gleicher
Addition erreicht werden kann. Schon bei einer Insetänderung
von 0,4mm und einer Addition von 2,0dpt ist der Nahbereich um
ca. 7% größer.
Die
Anatomie jedes Menschen ist verschieden und unveränderbar.
Umso wichtiger ist es, Ihre Folgen für das natürliche
Sehen zu berücksichtigen und ysis entsprechend anzupassen.
Präferenz
Die
einzige subjektive Angabe zum ysis-Profil ist die Präferenz,
der Einsatzschwerpunkt. Hier besteht für den Brillenträger
die Möglichkeit, die Gewichtung der einzelnen Sehbereiche
zu ändern und einem oder mehreren Sehbereichen den Vorzug
zu geben. Die Bevorzugung einer bestimmten Nutzung kann sowohl
einen beruflichen als auch einen privaten Hintergrund haben. Es
mag sein, dass einem Brillenträger eine Tätigkeit besonders
am Herzen liegt, oder aber er eine bestimmte Arbeitsentfernung
über besonders lange Zeiträume hinweg intensiv nutzt.
Der
Einsatzschwerpunkt ist für den Brillenträger das wichtigste
Kriterium bei der Beurteilung seines neuen Gleitsichtglases. In
den bevorzugten Sehbereichen kann er selbst prüfen, ob das
Glas seinen Ansprüchen und damit seinen Vorstellungen von
natürlichem Sehen genügt. Hier werden Sicherheit und
Wohlbefinden gestestet.
Bei
der Angabe der Präferenz sind verschiedene Kombinationen
möglich. Es können kein, ein, zwei oder drei Sehbereiche
angegeben werden. Während ein Brillenträger vor allem
die Ferne eines Gleitsichtglases nutzt, empfindet ein andere einen
breiteren Progressionskanal und einen größeren Nahbereich
als angenehm. Bei vielen Trägern sind alle drei Sehbereiche
gleich gewichtet.
Aufgrund
der Angabe des Einsatzschwerpunktes wird der bevorzugte Sehbereich
großzügiger gestaltet, ohne jedoch die generelle Nutzung
des gesamten ysis zu gefährden. ysis verfügt immer über
ein mittelweiches Flächendesign mit großen fehlerfreien
Sehbereichen und verträglichen Flächenastigmatismen
in der Peripherie. Bei der Anpassung wird der durch Sehgewohnheiten,
Physiognomie und Anatomie festgelegte Aufbau entsprechend berücksichtigt.
Die
Grafiken in Abbildung 11 zeigen die Auswirkungen einer solchen
akzentuierten Designanpassung. Der jeweilig bevorzugte Sehbereich
ist gegenüber dem Basisdesign leicht vergrößert.
Die Flächenastigmatismen werden in diesem Fall auf die beiden
anderen Sehbereiche entsprechend verteilt. Dennoch ist gut zu
erkennen, dass diese Areale hervorragend nutzbar bleiben und sich
der Brillenträger auch hier kaum eingeschränkt fühlen
wird. Die Grafiken machen zudem deutlich, dass eine Verkürzung
der Progression zwangsläufig zur Erhöhung der Flächenastigmatismen
führen muss. Ein Brillenträger jedoch, der eine kurze
Progression bevorzugt, wird in erster Linie die Vorteile der seiner
Gewohnheit entsprechenden Gestaltung bemerken und würdigen.
Abb. 11 – Akzentuierte Designanpassungen

![]()
a.) Basisdesign

![]()
b.) Lange Progression – Präferenz Ferne

![]()
c.) Lange Progression – Präferenz Nähe

![]()
d.) Kurze Progression – Präferenz Ferne

![]()
e.) Kurze Progression – Präferenz Nähe
ysis-Profil
Alle
Parameter des Brillenträgers werden in sein ysis-Profil eingetragen
und die Figur durch Verbindung der Markierungen eingezeichnet.
Sie ist das Symbol für die Sehpersönlichkeit dieses
Brillenträgers. Ein Vergleich mehrer ysis-Profile zeigt,
wie verschieden diese Figuren sein können.
Beispiel
1 (Abbildung 12):
Ein kräftig gebauter Mann mittleren Alters ist annähernd
rechtsichtig. Seine Pupillendistanz ist etwas größer,
34mm rechts und 36mm links. Er setzt die ausgesuchte Fassung 12mm
vor dem Auge auf die Nase. Er trägt bisher keine Brille,
es ist also seine erste Gleitsichtglasbrille. Wenn er sich gemütlich
zum Lesen hinsetzt, neigt er seinen Kopf dabei um 19°. Ihm
ist der Blick in die Ferne besonders wichtig.

![]()
Abb. 12 – ysis-Profil – Beispiel 1
Beispiel
2 (Abbildung 13):
Ein älterer Mann, pensioniert, sucht sich eine größere
Metallfassung aus. Die Pupillendistanz beträgt 64mm. Der
Kunde ist hyperop und trägt seit über 25 Jahren Gleitsichtgläser.
Seine Brille sitzt in einem Abstand von 16mm relativ weit vorne
auf der Nase. Die Kopfneigung ist gering und beträgt 7°.
Er hat sich im Laufe der Jahre daran gewöhnt, den Blick und
nicht den Kopf beim Lesen zu senken. Der Kunde legt großen
Wert auf ein weites Nahblickfeld.

![]()
Abb. 13 – ysis-Profil – Beispiel 2
Beispiel
3 (Abbildung 14):
Ein Physikprofessor der Universität hat eine Pupillendistanz
von 75mm. Seine Fassung hat extra eine größere Scheibenform,
damit das Nahteil möglichst komplett erhalten bleibt. Aber
auch den Zwischenbereich benötigt er regelmäßig.
Die Messung der Kopfneigung ergibt 12°. Die Brille sitzt 13mm
vom Auge entfernt.

![]()
Abb. 14 – ysis-Profil – Beispiel 3
Beispiel
4 (Abbildung 15):
Eine Lehrerin mit Mitte 50 kauft ihre dritte Gleitsichtglasbrille.
Sie ist kurzsichtig und trägt ihre Brille gern oben an der
Nasenwurzel. Der Hornhautscheitelabstand beträgt entsprechend
9mm. Ihre Pupillendistanz ist 58mm. Für die Kundin sind alle
Sehbereiche gleichermaßen wichtig. Als modebewusste Frau
hat sie sich eine schmalere Fassung ausgesucht. Die Kopfneigung
mit ihrer neuen Brille ist deshalb etwas stärker, 15°.

![]()
Abb. 15a – ysis-Profil – Beispiel 4
Einsatzschwerpunkt: Ferne/Zwischenbereich/Nähe

![]()
Abb. 15b – ysis-Profil – Beispiel 4
Einsatzschwerpunkt: kein
In diesem Fall sind zwei ysis-Profile möglich. Zur Kennzeichnung
der Ausgeglichenheit aller Sehbereiche können entweder alle
drei Schwerpunkte markiert werden oder keiner. Als Figur entstehen
ein Sechs- beziehungsweise ein Dreieck. Beide Figuren werden für
die Berechnung des ysis identisch ausgewertet und führen
zum gleichen Brillenglas.
Das
ysis-Profil hilft dem Brillenträger zu erkennen, dass die
Ansprüche an das natürliche Sehen für jeden einzigartig
sind und damit ein Gleitsichtglas benötigt wird, dass diese
Einzigartigkeit beinhaltet. Dabei ist jede Information, jede Kleinigkeit
ein Teil, der zur Optimierung des Glases beiträgt. Durch
seine Angaben gestaltet der Brillenträger sein ysis mit und
wird aktiv, um natürlich zu sehen.
ysis,
mein persönliches Gleitsichtglas
Mit
Hilfe des ysis-Profils ist die Sehpersönlichkeit umfassend
beschrieben und wird bei der Berechnung des ysis hinzugezogen.
In diese Berechnung fließen außerdem alle Daten der
Refraktion ein. Auch Sie nehmen Einfluss auf die Flächengestaltung.
So ist jeder Sehbereich bezüglich optischer Gegebenheiten
und physiologischer Kenntnisse optimiert und gleichzeitig auf
das Profil des Kunden abgestimmt.
Es
ist ein Gleitsichtglas entstanden, dessen Fern- und Nahbereich
jeweils bei natürlicher Kopfhaltung ideal vor dem Auge positioniert
und damit optimal nutzbar sind. Die Progression ist den Bewegungen
des Brillenträgers bei Sehbereichswechsel angepasst. Bevorzugte
Sehbereiche sind den Bedürfnissen entsprechend gestaltet
und bieten erweiterten Sehkomfort. Die Sehbereiche können
einfach gefunden und ohne Einschränkungen genutzt werden.
ysis
vereint unzählige Gestaltungen in einem Glaskonzept und ist
dadurch um ein Vielfaches flexibler als zur Auswahl gestellte
verschiedene Gleitsichtglastypen.
"Ein
Luxus, der nur für mich sichtbar ist, weil ysis nur für
mich gemacht wird."
Das
Zusammenwirken von Technik und menschlichen Gewohnheiten, Gegebenheiten
und Vorlieben macht ysis für jeden Einzelnen zu einem einzigartigen
Gleitsichtglas, das gerade deshalb für alle das richtige
Gleitsichtglas ist. Es passt sich komplett seinem Träger
an. Das Sehen bleibt einfach natürlich, natürlich einfach.

Von-Ketteler-Straße 1
96050 Bamberg
Telefon:
+49(951)186-0
Telefax: +49(951)186-1920
Internet:
www.rh-brillenglas.de
eMail: info@rh-brillenglas.de



