Johnson & Johnson übernimmt Abbott Medical Optics

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Johnson & Johnson (J&J) übernimmt das Unternehmen Abbott Medical Optics (AMO). Der Weltmarktführer im Bereich Augenchirurgie ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von Abbott Laboratories und verzeichnete 2015 einen Umsatz in Höhe von 1,1 Milliarden US-Dollar. Der Kaufpreis beläuft sich auf 4,325 Milliarden US-Dollar.

Die Übernahme umfasst ophthalmologische Produkte im Bereich Katarakt-Chirurgie, refraktive Laserchirurgie und Produkte zur Augengesundheit für Verbraucher.

„Die Augengesundheit ist derzeit einer der größten, am schnellsten wachsenden und am stärksten unterversorgten Bereiche im Gesundheitswesen“, so Ashley McEvoy, Company Group Chairman, zuständig für Johnson & Johnson Vision Care Companies. „Mit dem starken und ausdifferenzierten Augenchirurgie-Portfolio und unseren ACUVUE® Kontaktlinsen stellen wir uns noch breiter auf und bauen unsere starke Führungsposition im Bereich Vision Care weiter aus. Durch die Übernahme von Abbott Medical Optics dehnen wir unsere Aktivitäten auch auf den Bereich Kataraktchirurgie aus. Diese Operationen gehören zu den am häufigsten durchgeführten chirurgischen Eingriffen und sind eine wichtige Präventionsmaßnahme gegen Erblindung.“

Die WHO schätzt, dass etwa 20 Millionen Menschen durch altersbedingten Katarakt („Grauen Star“) erblindet sind und die Sehkraft von mindestens 100 Millionen Augen durch die Erkrankung gefährdet ist. Aufgrund des Bevölkerungswachstums und der immer höheren Lebenserwartung wird diese Zahl sogar noch weiter steigen.

AMO ist bekannt für erstklassige Intraokularlinsen, die bei der Kataraktchirurgie eingesetzt werden. Neben diesem Geschäftsfeld hat AMO Laser-in-situ-Keratomileusis (LASIK)-Technologien vorangetrieben, die die Produktivität von chirurgischen Prozessen steigern und Weit- und Kurzsichtigkeit sowie Astigmatismus korrigieren. Des Weiteren bietet AMO verschiedene Produkte für die Augengesundheit: rezeptfreie Augentropfen gegen Augentrockenheit, Kombilösungen sowie Wasserstoffperoxid-Reinigungssysteme für Kontaktlinsenträger.

Die Übernahme wird voraussichtlich im ersten Quartal 2017 abgeschlossen sein und direkt zum bereinigten Ergebnis per Aktie beitragen.* Der Vollzug der Transaktion unterliegt kartellrechtlicher Genehmigung sowie den üblichen Abschlussbedingungen. Über die Umsätze wird nach Abschluss der Übernahme im Medizinprodukte-Segment als eine eigenständige Plattform im Bereich Vision Care berichtet.

Weitere Informationen erhalten Sie bei Ihrem ACUVUE® Account Manager.

Johnson & Johnson Vision Care

*Zum bereinigten Ergebnis per Aktie gehören nicht der Amortisationsaufwand der immateriellen Anlagewerte und Sonderposten wie Marktwert des Vorratsvermögens, Umstrukturierung, Integration und andere Kosten, die für die Durchführung der Transaktion entstehen. Das bereinigte Ergebnis per Aktie ist keine Kennzahl gemäß GAAP und sollte nicht als Ersatz für GAAP-Ergebnisse verstanden werden.