opti ’12 – Messebericht – Teil 1

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So wie im Vorjahr kamen am letzten Wochenende etwa 23.000 Besucher und 450 Aussteller zur opti München. Wir waren an allen drei Messetagen in den vier Hallen unterwegs und haben knapp 50 Interviews und unzählige Gespräche mit Lieferanten und Kollegen geführt um eine Marktstimmung einzuholen und um die Trends für 2012 heraus zu finden. Wir wollen Ihnen – unseren geschätzten Kollegen – damit einen Rückblick auf die Messe, einen Überblick über Marktentwicklungen und eine Entscheidungshilfe für zukünftige Investitionen mit unserem über drei Artikeln gehenden Bericht im optikum geben.

Das Wetter war den Messebetreibern gut gesinnt. Weder Schneestürme noch strahlender Sonnenschein hielten Augenoptiker vom Messebesuch ab. So füllten sich bereits am Freitag eine Stunde nach Beginn der Messe deutlich die Gänge. Der rege Besucherstrom hielt bis Sonntag Nachmittag, mit einem kleinen Hänger am Sonntag Morgen, den wohl der eine oder andere Kollege für ein späteres Frühstück nutzte. Mittlerweile sind wieder alle großen Lieferanten an Bord der opti. Trotzdem war ausreichend Platz für kleinere, innovative Produkthersteller die nun einmal das Salz in der Suppe darstellen.

TRENDS 2012

Nicht neu aber noch immer oder jetzt erst so richtig im Trend sind die bereits vielfach zitierten (und strapazierten) Retrodesigns. Aktuell kommen noch Schmetterlingsformen und Cat-Eye-Designs dazu. Jetzt wird es schon richtig unheimlich retro. Was solls, den Herstellern ist im Materialmix genug eingefallen und so finden sich altbekannte Designs mit neuen frischen Farben und Materialien kombiniert. Was in den 50er Jahren einfach schwarz war ist nun außen schwarz und innen mit einem orange-weissen Muster überzogen. Die Bügel dazu in flashigen Farben oder in Carbon oder Holz.

Bei den Plano-Sonnenbrillen gibt es Anzeichen, dass phototrope Scheiben wieder Einzug finden könnten. Die waren ja bis in die 80er Jahre in jeder Kollektion zu finden und sind dann irgendwann sang und klanglos verschwunden. Wahrscheinlich wäre der Markt mit den neuen rasch reagierenden phototropen Kunststoffbrillengläsern nun wieder bereit.

Einige Fassungshersteller haben auch wieder angefangen Acetatplatten mit eingelegten Stoffen zu verwenden. Auch ein wiederauferstandenes Relikt aus den 80er Jahren. Über diese Neuauflage freue ich mich sehr. Diese Acetatplatten haben mir schon damals in den 80ern gut gefallen. Die Technik macht in guter Verarbeitung eine Acetatbrille sehr wertig.

Die Brillenglashersteller setzen zunehmend auf interaktive Zentrier- und Beratungstools. Dabei hat das iPad einen enormen Stellenwert. Fast überall sah man auf der Messe Applikationen die mit Apple’s Tablet betrieben werden. Auch das finde ich eine gute Entwicklung, denn mit diesem technischen Gimmick besteht eine gute Chance ein Paar Brillengläser besser als bisher als technische Meisterleistung zu präsentieren. Desweiteren geht ein Trend der Brillenglasproduzenten zu immer genaueren Brillengläsern. Präzision auf 1/100 Dioptrie und Wellenfrontanalyse sind die Stichwörter.

Bei den Kontaktlinsen gibt es einen Trend zur Silikonhydrogelkontaktlinse 2.0. Die Hersteller haben die ersten Kinderkrankheiten wie hohen Modulus und hydrophobe Eigenschaften minimiert und zudem ihre Sortimente komplettiert. Nicht verwunderlich hinsichtlich der Überalterung unserer Gesellschaft ist, dass alle Hersteller vermehrt neue bifokale Systeme auf den Markt bringen. Neben der Übermacht an Tauschsystemen sind jedoch auch formstabile RGP und maßgefertigte weiche Kontaktlinsen ein Thema. Es gibt Spezialisten, die sich auf das Segment der individuellen Kontaktlinsen spezialisiert haben und damit gute Umsätze generieren.

Zur besseren Übersicht bringen wir die optikum Interviewpartner wie gewohnt in alphabetischer Reihenfolge. Mit den nachfolgenden Pull-Down-Menüs können Sie ganz flott zum gewünschten Interview springen. Viel Spaß! Ihre optikum Redakteure Günther Derx und Harald Belyus.

Brillen
Gläser
Kontaktlinsen
Sonstige
Alle

ANDY WOLF

Wolfgang Scheucher mit bettie
Katharina Plattner hinter Wolfgang Scheucher:
„Große Scheibenformen, Acetat, im Stil der 80er“

Einfach wohlfühlen ist das zentrale Thema bei ANDY WOLF, froh sein, guter Rhythmus, coole Drinks und schöne Brillen. Drei Tage wird aufgelegt – DJ Musik und die Brillentabletts vor den hochmotivierten Optikern. Im Hintergrund Köstliches aus der offenen Standküche und gut Gemixtes an der Bar.

Davor – Kunden, Kunden und Kunden. Selbst am noch eher ruhigen Messefreitag keine Chance auf unser Messeinterview, pulsierendes Leben an der Präsentationsfront des Standes. Nur einen Augenblick Zeit für das Foto, und schon geht es weiter im Rhythmus mit dem Auflegen der Brillentabletts. Wolfgang Scheucher kann nur sagen: „Sehr groß sind die Brillen, rund und aus Kunststoff im Stil der 80er.“ Es werden links und rechts auch fesche Sonnenbrillen mit Spiegelglas probiert. Schnell reicht man mir den Katalog – Product Placement eingepackt in einen Krimi. Wow.

AS BRILLENMODE

Geschäftsführerin Annemette Schimmelpfeng und Werner Breitschopp, Vertrieb Österreich
Geschäftsführerin Annemette Schimmelpfeng
und Werner Breitschopp, Vertrieb Österreich:
„edle Brillen aus Gold-Doublee“

AS BRILLENMODE präsentiert die im Herbst neu dazugekommene Kollektion Henry Jullien. Das sind edle Brillen aus Gold-Doublee und hochwertige, stilvolle Fassungen aus Sandvik Nanoflex®, beides aus einer seit 90 Jahren bestehenden Produktion im Jura und die allerletzte ihrer Art. „Es macht niemand sonst Brillen aus Gold-Doublee“, betont Schimmelpfeng. Wir durften auch ein Topmodell, die 2500 Euro wertvolle Goldfassung mit Diamanten besetzt in die Hände nehmen und begutachten. AS BRILLENMODE arbeitet mit 14 Leuten im Außendienst und bietet unter anderem die holländischen Kollektionen Sir John und Easy Eyeware, sowie die Fassungen der Free Form aus den USA an.

AUSTRIAN OPTIC TECHNOLOGIES

Marcus Wecht (Geschäftsleitung) und Christian Steingärtner (Verkaufsleiter)
Marcus Wecht (Geschäftsleitung) und Christian Steingärtner (Verkaufsleiter):
„Outdoor ist ein Schwerpunkt für 2012“

Der österreichische Brillenglashersteller AUSTRIAN OPTIC TECHNOLOGIES hat sich für 2012 das Thema Outdoor auf die Fahnen geschrieben. Verkaufsleiter Christian Steingärtner berichtet, dass es letzten Sommer zu einem Revival der blau verspiegelten Brillengläser kam. Also ganz im Look, der Sonnenbrillen von POLICE bekannt gemacht hatten. „Die AUSTRIAN OPTIC TECHNOLOGIES hat deshalb dieses Retro-Thema aufgenommen und bietet die blaue Verspiegelungen auf organische Gläser der Indizes 1.5 und 1.6 mit brauner, grauer und grüner Tönung an. Die grüne Tönung wurde in der Farbtemperatur dem allseits bekannten, amerikanischen Sonnenbrillengrün angepasst“, erklärt Verkaufsleiter Christian Steingärtner. „Ein weiterer Schwerpunkt ist die Erweiterung unseres Sortiments mit dem neuen Transitions® XTRActive™. Es ist ein neues phototropes Glas, welches bereits in den Innenräumen eine dunkle Grundtönung aufweist und sich im Freien noch verstärkt. Selbst hinter der Windschutzscheibe verdunkeln sich diese Brillengläser sehr schnell und sind somit ideal für visuelle Anforderungen beim Autofahren geeignet.“

Eine neue Entwicklung am Brillenglasmarkt stellt das System emPower! dar. Ein elektronisch fokussierendes Mehrstärkenglas, welches im zweiten Halbjahr 2012 bei der AUSTRIAN OPTIC TECHNOLOGIES erhältlich sein wird. Die vorkonfektionierte Mehrstärkenbrille – die eigentlich eine Einstärkenbrille ist – kann die Dioptrienstärke über das gesamte Brillenglas variabel ändern. Mit einem manuellen Umschalten am Bügel oder automatisch durch seine Kopfbewegungen kann der Träger über das gesamte Brillenglas zwischen der Fern- oder Nahstärke wählen. Dies funktioniert mitttels zwei 1.67er Schalen zwischen denen eine Schicht Flüssigkristalle eingelagert ist. Durch einen Energieimpuls wird der Brechungsindex und damit der Dioptrienwert vom gewünschten Fern- auf den erforderlichen Nahwert verändert. Sämtliche vom Augenoptiker gemessenen Zentrierdaten und Refraktionswerte werden bei der Anfertigung durch die AUSTRIAN OPTIC TECHNOLOGIES individuell berücksichtigt. Der Augenoptiker erhält somit eine komplette Brille für seinen Kunden nach seinen Vorgaben. Geplant ist eine Zusammenarbeit mit ausgewählten Partnern in der Augenoptikerschaft.

Desweiteren vertreibt man ab 2012 das OPTIKAM-Zentriersystem. Bei der Zentrierung wird die natürliche Kopf- und Körperhaltung des Kunden mit dem patentierten E-Y-Stick exakt berücksichtigt. Ein weiterer Vorteil ist die Offenheit des Zentriersystems für Gläser aller Hersteller und die Möglichkeit die Konvergenz zur Optimierung des Insets für die Herstellung individueller Gleitsichtglaser zu messen. Bei der Messung kann zwischen Null- und Hauptblickrichtung gewählt werden. Das Optikam wird drahtlos über ein iPad ausgelöst und gesteuert. Die AUSTRIAN OPTIC TECHNOLOGIES bietet Augenoptikern beim Erwerb eines OPTIKAM-Zentriersystems Finanzierungsmodelle an.

Als weiteres Highlight verrät Marcus Wecht (Geschäftsleitung), dass die AUSTRIAN OPTIC TECHNOLOGIES noch diesjährig mit der neuen Premium-Markenglaskollektion Red Bull Racing Eyewear auf dem Markt kommen wird.

AXEL S.

Geschäftsführer Alexander Uebele:
Geschäftsführer Alexander Uebele:
„Kreative Acetatbrillen und High Tech Ziselierungen“

Wofür AXEL S. steht und woran man bei dieser Kollektion denkt, verkörpert der Stand deutlich. Bunt, fröhlich und gediegen sind die Brillen. Künstlerisch die Innovationen. Es beginnt seit jeher mit Handskizzen, und es werden immer wieder die Möglichkeiten der unterschiedlichsten Laminierungen in die Gestaltung der Acetatbrillen einbezogen. Chemical Milling und wiederum ein liebevoller, kreativer Umgang mit Farben und Formen bestimmen die Edelstahlkollektion. Besonders gefallen uns die High Tech Ziselierungen.

Ganz neu ist die Präsentation und der Deutschland Vertrieb in der besonders edlen, österreichisch – steirischen Kollektion EDELWEYES mit den hochwertig ausgefertigten Holzbügeln in Kombination mit herkömmlichen Brillenmaterialien. Wir freuen uns für unsere deutschen Kollegen, dass AXEL S. sein Angebot hier so (blüten)strahlend erweitert. Über den Österreich Vertrieb des Brillenprojekts EDELWEYES wird im Messebericht bei der EDELWEYES OG weiter eingegangen.

Alexander Uebele schätzt den persönlichen Umgang mit seinen Kunden auf gleicher Augenhöhe, und seine Kunden schätzen das auch, ein wesentliches Fundament für den Erfolg von AXEL S. Mit besonderer Serviceorientiertheit entsteht und erhält sich eine wirklich lange solide Partnerschaft. Expansionsmöglichkeiten sieht Alexander Uebele in einer Erweiterung seiner Internationalisierung. Jetzt findet man AXEL S. neben Deutschland auch in den USA, Holland, Österreich, Italien, Schweiz, Belgien und Japan. Russland und Polen werden angepeilt.

BAUSCH + LOMB

Product Manager Stephan Müller und  Marketing Manager Vision Marco Künzel:
Product Manager Stephan Müller und
Marketing Manager Vision Marco Künzel:
„PureVision® 2HD FOR ASTIGMATISM mit
neuartiger Stabilisationstechnologie“

BAUSCH + LOMB stellt die gute Interaktion zwischen der neuen PureVision® 2HD und der All-in-one Lösung Biotrue™ in den Vordergrund. So bleibt das Hyaluronat bis zu 20 Stunden auf den Kontaktlinsen und trägt so dazu bei, dass der Tragekomfort den ganzen Tag lang über anhält. Der große Produktlaunch gilt allerdings der ab Jänner verfügbaren PureVision® 2HD FOR ASTIGMATISM. Sie ist deutlich dünner als ihr Vorgänger und reduziert die sphärische Aberration der zylindrischen und sphärischen Meridiane des Auges und der Kontaktlinse. Für zusätzliche Abbildungsvorteile sorgt das Auto Align Desig™. Es handelt sich dabei um ein Hybrid Ballastsystem – ein Peri- und Prismenballast Design. „Typische Schaukelbewegungen gehören damit der Vergangenheit an. Die PureVision® 2HD FOR ASTIGMATISM bewegt sich nur vertikal am Auge“, verspricht Marketing Manager Marco Künzel. Eine große optische Zone von 8,00mm bei 14,50mm Gesamtdurchmesser unterstützt die Zentrierung und damit einen stabilen Visus. Für einen besseren Komfort sorgt der feuchtigkeitserhaltende Benetzer Poloxamin.

Für 2012 hat sich BAUSCH + LOMB ein gemeinsames Marketingkonzept mit den Augenoptikern geplant. Dazu sind vier Schwerpunkte geplant. Eine Neukundenaktion, eine Sommeraktion, ein Innovationsführer-Schwerpunkt und eine Weihnachtsaktion sollen neue und bestehende Kunden aktivieren.

BILOSA

Robert Maier und Ivana Vuleta vor dem  neuen OPTIKON und MEDMONT Gerätepark
Robert Maier und Ivana Vuleta vor dem
neuen OPTIKON und MEDMONT Gerätepark

Bei BILOSA hat sich zu Kontaktlinsen und Pflegeprodukten neuerdings auch der Vertrieb von optischen Messgeräten gesellt. Für Österreich wurde der Exklusivvertrieb von OPTIKON und MEDMONT abgeschlossen.

Robert Meier erklärt den Schritt zum Instrumente-Vertrieb: „Das Angebot von OPTIKON und MEDMONT Geräten passt ideal zu unserer Produktschiene der RGP und Ortho-K Kontaktlinsen. Die von uns vertriebenen Geräte punkten mit einem großen Messbereich. Mit einer optimalen Placidoschalenmessung erreicht man 70 Prozent der Hornhaut. Bei Messung mit unseren Geräten die einen Placidomesskonus verwenden, erhält man im Bereich von 8,00-11,00mm Hornhautdurchmesser 100 Prozent der Hornhautfläche gemessen.“

Desweiteren hat BILOSA den Vertrieb von Pflegemittel auf natürlicher Basis mit natürlichen Wirkstoffen ausgebaut. „Das Wort biologisch beschreibt mehr als nur ökologische Landwirtschaft oder naturbelassene Inhaltsstoffe. Es steht für eine umweltbewusste und nachhaltige Lebensphilosophie. Für natürliche Produkte ist noch viel Platz am Markt. Wir haben für die Oftyll Serie den alleinigen Vertrieb für Österreich, Deutschland, Schweiz und den Beneluxländern übernommen. Ein weiterer Vorteil für die Fachoptiker ist, dass wir nicht an Discounter und Internet, sondern nur über Augenoptiker und Facharzte verkaufen. Mit diesen Produkten kann man sich gegenüber herkömmlichen Produkten beim Endverbraucher abheben“, so Ivana Vuleta. „Neben natürlichen Kombilösungen haben wir eine gesamte Produktpalette von Reinigern bis hin zu Augentropfen.“

BUSHNELL

Renate Schatzl und General Manager  Gernot Trebsche
Renate Schatzl und General Manager
Gernot Trebsche: „Sonnenbrillen in
Basiskurve 8 von +6,00 bis -8,00 Dioptrien
in Lentitechnik“

Die neuen Infiniflex-Fassungen von SERENGETI können durch ihr Federverhalten selbst starken Verdrehungen standhalten. Die Fassungen sind aus korrosionsfreier, anti-allergischer Nickeltitan-Legierung, die 25% leichter als Standard-Legierungen sind. Die neuen Modelle sind im Retro-Design angesiedelt. Das Modell Nico ist unter anderem in einem Used-Look erhältlich. Passend zur Stone-Washed-Jeans.

SymbioTech ist eine neue Technologie von Cébé, die zu einer Verbesserung des Sitzverhaltens führt. Die neue Technologie nutzt ein V-förmiges Design an den Bügeln, was für eine ausgewogene Druck- und Gewichtsverteilung der Brillen sorgt. Der Bereich der Bügelenden, der Kontakt mit dem Kopf hat, wurde so um 40% erhöht. Von außen nicht sichtbar, wurde die SymbioTech Technologie entwickelt, um bei jeder Sportart und selbst kopfüber 100% Halt zu gewährleisten.

Die B-Clear Gläser der neuen bollé Alpine Kollektion sind mit einem beschlagfreiem und bruchresistentem Trivex in Kombination mit der bFlow Technologie ausgestattet. Ein Belüftungssystem am Rahmen sorgt für optimalen Schutz der Augen sowie vor Beschlag und trüber Sicht. Antiallergene, hydrophile Thermogrip-Beschichtung an den Bügelenden und den anpassbaren Nasenpads halten die Brille sicher in ihrer Position. Die Fassungen werden von schrillen Farben wie gelb, pink, türkis und weiß dominiert.

Beeindruckend finden wir die bollé B-ThinActive Design von BUSHNELL. Mit dieser Weltneuheit können Sonnenbrillen mit Basiskurve 8 von +6,00 bis -8,00 Dioptrien angefertigt werden. Der Clou dabei ist, dass die Korrektur von außen fast nicht sichtbar ist. Mit einer sehr ausgekügelten Lenti-Technik wurde ein wunderschöner, fließender Übergang zwischen zentraler optischer Zone und dem Randbereich geschaffen. Etwas stärkere Minuswerte wurden mit einer nach innen gewinkelten Kante gut versteckt. So sind die optischen Sonnenbrillen laut BUSHNELL bis zu 70% dünner und um bis zu 45% leichter, als am Markt vergleichbare Modelle.

CARL ZEISS

Susanne Gausepohl mit Axel Brandner und  Werner Brunbauer im Relaxed Vision Center
Sales Director Werner Brunbauer:
„Individualisierte Brillengläser haben noch
enormes Marktpotential“

Bei CARL ZEISS stellt uns Werner Brunbauer den neuen i.Profilerplus® vor. Er entspricht hinsichtlich der Messmethodik jener des bekannten Modells. Neu ist das von Zeiss geschützte Design. Der i.Profilerplus® ist ein multifunktionelles Messgerät und dient zur präzisen Erstellung eines Augenprofils. Es vereint die Eigenschaften eines hoch auflösenden Wellenfront Sensors mit der bekannten ATLAS Hornhaut Topographie in einem kompakten und automatisierten Gerät. Die Messdaten bilden die Basis für individualisierte Brillengläser.

„Diese Individualisierung ist ein echt interessanter Nutzen für den Endverbraucher. Ich bin überzeugt, dass dieses Segment von Brillengläser noch ein enormes Wachstumspotential am österreichischen Markt hat“, meint Brunbauer. „Neu ist auch das neue Zentriersystem i.Terminal II. Mit dem neuen i.Terminal II von CARL ZEISS können die Brillengläser nun auf 0,1 mm genau eingemessen werden. Das Gerät verzichtet auf Spielereien und garantiert dafür ein schnelles Messergebnis um optimale, individualisierte Korrektionsbrillen anzufertigen“, erklärt Sales Director Werner Brunbauer.

Neu im Beschichtungsbereich präsentiert uns Werner Brunbauer die DuraVision® Platinum Veredelung, welche um 35 Prozent härter als entspiegelte mineralische Brillengläser von CARL ZEISS sind. Erreicht wird diese außergewöhnliche Härte durch einen Ionenbeschuss der Oberfläche. Beim Auftreffen übertragen die Ionen ihre kinetische Energie auf die Beschichtungsmoleküle. Das Resultat ist eine höhere Dichte der Beschichtungsstruktur.

Wer Werner Brunbauer kennt, weiß wie wichtig ihm die Gestaltung übersichtlicher Preislisten für den Einsatz am POS ist. Er arbeitet bereits an einer weiteren Optimierung der im letzten Jahr gestalteten Beratungshilfe. „Um den Verkaufsprozess unserer Produkte zu unterstützen, differenzieren wir zwischen dem Standard, Top Standard, Premium und Top Premium Segment. Die einzelnen Segmente sind für den Konsumenten mit klar erkennbaren Leistungen verknüpft. Dadurch erkennt der Käufer sofort den entsprechenden Mehrwert, den der Augenoptiker auch gut kommunizieren kann“, so Brunbauer. Für das Jahr 2012 ist eine Roadshow zur Feier des Jubiläums 100 Jahre CARL ZEISS Brillengläser durch ganz Österreich geplant.

CAZAL

Frank Meyer am märchenhaften Stand von CAZAL:
Frank Meyer am märchenhaften Stand von CAZAL:
„Große, schmuckige Damenbrillen – trotz
aufwendiger Dekore federleicht“

Die Optiker knipsen den Stand von CAZAL auf der diesjährigen opti ’12 mit großer Vorliebe. Wir sehen auch den einen oder anderen Hersteller aus dem Ladenbaubereich, der den Stand von CAZAL Bewunderung und Respekt zollt. Hier fühlt man sich wie bei Alice im Wunderland. Große Fliegenpilze spenden Licht. An der Decke schwebt ein verkehrter und detailreich gedeckter Tisch. Die Wände sind mit violettem Plüsch überzogen. Verkauft wird natürlich am Rasen auf Baumstammsitzen. Wir beobachten wie in die Rasenhecke rund um den Messestand immer wieder frische Rosen gewechselt werden. Das zentrale Element des Messestandes ist aber eine gusseiserne Wendeltreppe die angedeutet in das Nichts gegen den Himmel steigt. Respekt – der Messestand gehört zu den besten die wir je gesehen haben.

Nach der Bewunderung für den Messestand fällt uns ein, dass CAZAL ja auch Brillen verkauft und fragen Frank Meyer betreffend der Kollektion 2012. „Bei CAZAL setzt man weiter auf Stiltreue. Zudem bestimmen unverändert die großen Formen den Look von CAZAL. In der Produktion der Metallbrillen werden wir sukzessive gänzlich auf Titan setzen. Aber bereits jetzt sind 80 Prozent all unserer Metallbrillen aus hochwertigem Titan. Unsere Spezialität ist die Erzeugung großer, schmuckiger Damenbrillen die trotz aufwendiger Dekore federleicht bleiben“, so Meyer. „Mit der C-Tech Linie konnten wir unseren Anteil im Herrenbereich spürbar steigern. Die Brillen bestechen durch ein Doppelfederscharnier, ein durchgehendes Titanmittelteil und sind im sportlicheren Designbereich angesiedelt. Dabei kommen durchaus großzügige Scheibengrößen um 60 mm zur Anwendung.“

CHARMANT

Antje Brekenkamp (Product & Marketing Managerin) und Annika Dannenmann (Marketing) zeigen  wie schön und frisch ein Kimono aussehen kann.  Im oberen Teil des Bildes zwei rote Origami-Kraniche.
Antje Brekenkamp (Product & Marketing Managerin)
und Annika Dannenmann (Marketing) zeigen
wie schön und frisch ein Kimono aussehen kann.
Im oberen Teil des Bildes zwei rote Origami-Kraniche.

Der diesjährige Messeauftritt von CARMANT ist dem umsichtigen Miteinander gewidmet. Über 50 Jahre hat CHARMANT Pionierarbeit in Forschung und Entwicklung neuer Technologien geleistet. Vor über 25 Jahren begann CHARMANT auch den europäischen Markt zu beliefern und dies feiert CHARMANT mit dem Motto JAPAN MEETS EUROPE. Japan und Europa – erfolgreich und stark sind beide Märkte für sich alleine. Erst mit vereinten Kräften und durch die Realisierung gemeinsamer Ideen entfaltet sich das Potential dieser Partnerschaft.

„Anlässlich unseres 25. Firmenjubiläums möchten wir mit der Aktion EUROPE FOR JAPAN etwas von unserem Erfolg zurückgeben. Wir unterstützen dazu eine Einrichtung, die sich um Kinder kümmert, dessen Eltern bei der schrecklichen Tsunami-Katastrophe im Nordosten Japans im vergangenen Jahr umgekommen sind“, erklärt Annika Dannenmann. „Nämlich 1.000 Euro für jedes Jahr unseres Bestehens in Europa. Insgesamt 25.000 Euro werden wir spenden.“

Als Maskottchen für diese Spendeninitiative hat CHARMANT ein Wahrzeichen mit Symbolcharakter ausgewählt. Der japanische Origami-Kranich. Ein Jahr lang wird CHARMANT an Geschäftspartner, Kunden und Kollegen in ganz Europa handgemachte Origami-Kraniche verkaufen, um die Summe von 25.000 Euro zu sammeln. „Nach einer japanischen Legende bekommt derjenige, der 1.000 Origami-Kraniche faltet, von den Göttern einen Wunsch erfüllt. Die Kraniche, die zum Preis von einem Euro pro Stück bei uns erworben werden können, fertigen die Mitarbeiter von CHARMANT Europe sowie ihre Familien und Freunde in Handarbeit an. Sollten wir die versprochenen 25.000 Euro nicht durch Spenden ganz zusammenbekommen, so wird den Differenzbetrag CHARMANT Europe übernehmen“, verspricht Antje Brekenkamp.

CIBA VISION

Andreas Zürn und Jan Thore Föhrenbach:
Andreas Zürn und Jan Thore Föhrenbach:
„die erste Ein-Tages-Kontaktlinse aus Silikon-Hydrogel
mit einem innovativen Wassergradienten“

Bei CIBA VISION freut man sich einerseits über den Launch der DAILES TOTAL1® und kommt andererseits noch nicht so ganz mit der Auslieferung des neuen Produktes hinterher. Die neue Kontaktlinse wird als die Beste aus zwei Welten propagiert. Sie hat einen Wassergehalt von 33% im Kern der Kontaktlinse und bis zu 80% an der Oberfläche. Es ist die erste Ein-Tages-Kontaktlinse aus Silikon-Hydrogel mit einem innovativen Wassergradienten. Sie erreicht so einen Dk/t-Wert von 156 bei -3,00dpt und hat gleichzeitig eine hoch gleitfähige Kontaktlinsenoberfläche.

„Mit der DAILES TOTAL1® ist es uns gelungen einen außergewöhnlichen Tragekomfort bei gleichzeitig hoher Sauerstoffdurchlässigkeit eines Silikon-Hydrogels zu erreichen“, erklärt Jan Thore Föhrenbach. Die Lubrizität einer Kontaktlinse bezeichnet eine Eigenschaft, die dazu beiträgt, die Reibung zwischen Kontaktlinse und dem Augengewebe zu reduzieren. „Wasserfreundliche Polymerketten sorgen bei der DAILES TOTAL1® für eine außergewöhnlich gute Lubrizität der Kontaktlinsenoberfläche“, so Marketing Director Jan Thore Föhrenbach.

Andreas Zürn zum geplanten Österreich Start: „Die neue DAILES TOTAL1® wurde zuerst in zwei kontrollierten Märkten – den Benelux-Staaten und Skandinavien – gelauncht. Ab sofort ist die Kontaktlinse auch in Deutschland lieferbar. Der konkrete Einführungszeitpunkt in Österreich hängt nicht zuletzt davon ab, wie viel Kontingente von den DAILES TOTAL1® in den bereits verfügbaren Märkten verkauft werden.“

Dazu meint ergänzend Jan Thore Föhrenbach, dass „die Entwicklung der DAILES TOTAL1® das größte Investment in der Firmengeschichte von CIBA VISION war. Deswegen kann sich der Liefertermin für den Start in den einzelnen Märkten verschieben. Wenn das Produkt in einem Markt gelauncht wird muss es zu 100% lieferfähig sein und wird es bei uns auch sein.“

CONCEPT-S

Dipl. Ing. Lukas Schroll: „Virtuelles Schaufenster“
Dipl. Ing. Lukas Schroll: „Virtuelles Schaufenster“

CONCEPT-S ist allgegenwärtig. Nicht nur am eigenen Stand, sondern auch im Mustershop finden sich die Ideen und deren Umsetzung. Der Innenarchitekt und Managing Direktor von CONCEPT-S – Dipl.Ing. Lukas Scholl – zeigt uns einige seiner Messeneuheiten wie den neu aufgelegten Sportoptik-Brillen Presenter mit Windkanal und Testdisplay zur Vorführung verschiedener Spiegelung- und Blendungssituationen zum Testen von polarisierenden Brillengläsern. Ungewöhnlich und beeindruckend ist auch der Brillenkronleuchter. Die intensive Beschäftigung mit der aktuellen LED Technologie hat ein neuartiges und blendfreies Wanddisplay mit nur einem Zentimeter Bautiefe entstehen lassen. Großartig die Idee des halbtransparenten Kontrastprints auf der Leuchtfläche.

Wirklich überraschend für jeden Passanten ist eine weitere Messeneuheit von CONCEPT-S, das virtuelle Schaufenster. Geht man an ihm vorbei, löst sich das Bild mit unterschiedlichen Animationen auf, eine Bewegung mit der Hand zeigt eine neue Animation. So wird garantiert auf jede Werbung geachtet. Großartig präsentiert auf der opti ’12 mit einer Doppelschirmlösung.

COOPER VISION

Jens-Dominic Zeeck, Dr. Richard Fröhlich  und Hans-Peter Zöchling beim Launch der  neuen Biofinity® multifocal
Jens-Dominic Zeeck, Dr. Richard Fröhlich
und Hans-Peter Zöchling beim Launch der
neuen Biofinity® multifocal

Am Messestand von COOPER VISION sticht den Besuchern das neue Branding ins Auge. Die künstlerischen Muster von der Biofinity® Packung durchzieht sich von den Wänden bis hinauf zur Decke. „Die neue visuelle Identität unterscheidet COOPER VISION deutlich innerhalb der Kontaktlinsenindustrie. Wir haben uns mit unserem Corporate Design am Markt neu positioniert. Uns geht es um die Wiedererkennung unserer Kontaktlinsenboxen durch den Endverbraucher. Für die Umsetzung haben wir Künstler engagiert, welche die Themen für uns ausgearbeitet haben“, erklärt Marketing Manager Oliver Stapf.

Im Zentrum der Neuigkeiten bei COOPER VISION steht die neue Biofinity® multifocal Kontaktlinse mit der bewährten Aquaform® Technologie. Sie nutzt lange Silikonketten, daher muss weniger Silikon in das Linsenmaterial eingebaut werden. Der geringere Silikonanteil schafft eine flexible Kontaktlinse mit einem sehr niedrigen Modulus, die weich und komfortabel ist.

„Die unbeschichtete Silikonhydrogel-Kontaktlinse ist mit dem von der Proclear® multifocal bekannten Balanced Progressive Technology™ ausgestattet. Dadurch ist der Träger weniger lichtempfindlich als bei vergleichbaren Multifokalkontaktlinsen“, begründet Dr. Richard Fröhlich. „Die Biofinity® multifocal besticht durch eine enorme Parametervielfalt. So sind Nahadditionen von +1,00 bis +2,50 Dipotrien mit Zentrum Nähe oder Ferne verfügbar. Komplettiert wird der Biofinity® multifocal Start mit einem einfachen Anpass-Leitfaden der ein strukturiertes Vorgehen bei der Anpassung erleichtert.“

DE RIGO

Vertriebsleiter Klaus Lorenz:
Vertriebsleiter Klaus Lorenz:
„Lanvin Eyewear erweitert unser Sortiment“

Rechtzeitig zur opti ’12 präsentiert DE RIGO die erste Brillenkollektion für Damen und Herren der Marke Lanvin. Schraubköpfe und architektonische Details wurden mit edlen Materialien wie Horn, Leder, Kristalle und Edelsteinen kombiniert. Bei den Metallfassungen sorgen Bronze und Gunmetall für antike Nuancen. Eine anspruchsvolle Palette wie Havanna, Schwarz, Elfenbein, Graugrün, Rostrot und Naturhorn stellt die Hauptausrichtung an Farben dar. Das Lanvin Logo wurde in Handarbeit von Designer Alber Elbaz dezent integriert.

„Lanvin ist eine sehr luxusorientierte Marke und in der Ausrichtung unique. Die Fassungen und Sonnenbrillen von Lavin sind sicher kein Massenthema, sondern vielmehr eine Kollektion zur Profilierung einzelner Augenoptiker. Lasertechnik, Holz, Krokodilleder und Strasssteine verleihen der Kollektion ein exklusives, außergewöhnliches Design. Die Scheibenformen sind sehr markant und verdienen das Wort Hollywood-Style. Insgesamt hat die ganze Lanvin Kollektion einen Anspruch auf Künstlerisches“, beschreibt Vertriebsleiter Klaus Lorenz.

Der Brand POLICE wird immer umfassender zu einer Kollektion die nicht nur durch Sonnenbrillen, sondern auch mit Lifestyle-Accessoires wie Uhren, Schmuck, Lederwaren und Jacken an Bekanntheitsgrad zugewinnt. „Die Brille ist aber nach wie vor der wichtigste Aspekt im Konzept von POLICE. Die Marke POLICE hat traditionell einen guten Bekanntheitsgrad beim österreichischen Konsumenten. Neben dem bekannten Blauspiegel sind bei POLICE nun auch Silber- und Goldflash und Verlaufgläser erhältlich“, erklärt Lorenz.

DOMS EYE-TECHNOLOGY

Verkaufsleiter Volkmar Bruder beim  weltweit kleinsten Auto Phoropter
Verkaufsleiter Volkmar Bruder beim
weltweit kleinsten Auto Phoropter

Nur 60 Gramm gefühlte Gewichtslast hat die Probierbrille mit dem integrierten Phoropter PHOROSTAR 600 dank der speziellen Aufhängung. Der Geschäftsführer Volkmar Bruder zeigt den nächsten Schritt der Entwicklung zur subjektiven Refraktionsbestimmung, das 19″ LCD High-End Sehprüfsystem polastar a.c.s. assist.

Automatische Zentrierung mit Pupillenreflexen beim Phoropter ist ein mit einer hochauflösenden Kamera realisiertes Zusammenführen der Messung und Zentrierung. Die Bedienung erfolgt mit Hilfe eines Tablet-PC’s via Touchscreen. Heuer im Juni sind die ersten Auslieferungen dieser Neuentwicklung geplant.

EDELWEYES OG

Geschäftsführer Robert Schnötzinger:
Geschäftsführer Robert Schnötzinger:
„Brillen aus Palisander, Nuss, Olive, Wurzelholz
und Bambus“

Wolfgang Pollhammer, Produktionstechniker einer Brillenerzeugung, und Robert Schnötzinger, Optiker in Hartberg, entwickelten in den vergangenen drei Jahren die Kollektion EDELWEYES und sind seit einem halben Jahr am Markt.

Sechs Modelle, benannt nach bekannten Gipfeln in Österreich: Dachstein, Planei, Rax, Erzberg, Alpl und Schöckl. Zwei Modelle mit Faden, Kombinationen traditioneller Brillenmaterialien und Techniken mit Bügeln aus edlen Hölzern wie Palisander, Nuss, Olive, Wurzelholz und Bambus auf einen Vollholzkern drei mal furniert. Einfach schön – Projekt und Brille. Wir gratulieren!

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