Neue Regelung der Zugangsberechtigung für Augenoptiker

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Seit gestern regelt eine neue Verordnung die Zugangsvoraussetzungen für das Handwerk der Augenoptik in Österreich. Zur Erteilung einer Gewerbeberechtigung sind nun neue Voraussetzungen verpflichtend. In der aktuellen Verordnung wird vermehrt auf Praxiszeiten Wert gelegt. Eine vorgeschriebene fachliche Tätigkeit vor Eröffnung eines Gewerbebetriebes macht sicherlich Sinn und ist im Interesse der optimalen Versorgung des Konsumenten.

Der Gesetzgeber hat im Zuge der neuen Verordnung dem zukünftigen Selbstständigen mehrere Möglichkeiten eröffnet. So gibt es nunmehr drei unterschiedliche Wege um zu einer Gewerbeberechtigung zu gelangen:

  1. Eine erfolgreich abgelegte Lehrabschlussprüfung im Lehrberuf Augenoptik oder in einem mindestens zweijährig verwandten Lehrberuf. Zusätzlich eine mindestens zweijährige, fachliche Tätigkeit und eine erfolgreich abgelegte Meisterprüfung im Handwerk Augenoptik.
  2. Ein erfolgreicher Besuch der höheren technischen Lehranstalt – Aufbaulehrgang Optometrie und Kolleg Optometrie und eine mindestens eineinhalbjährige, fachliche Tätigkeit.
  3. Den erfolgreichen Besuch der Meisterschule für Augenoptik und Kontaktlinsenoptik und die erfolgreich abgelegte Unternehmerprüfung. Letztere kann bei Gründen die im §23 Abs. 3 GewO 1994 geregelt sind entfallen. Zusätzlich ist eine mindestens zweijährige, fachliche Tätigkeit vorzuweisen.

Der Gesetzgeber trägt auch dem raschen fachlichen Fortschritt in unserer Branche Geltung. So erhalten nur Personen, die in den letzten 10 Jahren in der Augenoptik tätig waren beziehungsweise Prüfungen absolviert haben, eine Gewerbeberechtigung. Für den Konsumenten bedeutet diese Regelung eine weitere Qualitätsgarantie beim Brillenkauf.